Es geht wieder los und zwar richtig: Die Zeller Noteknacker feiern ihr 40-Jähriges und zwar mit richtig viel Elan – und nun wieder ausreichend Musikern.
Seit nunmehr 40 Jahren sind sie ein fester Bestandteil der Zeller Fasnacht als einzige Zeller Guggenmusik – die Noteknacker. Ihre Töne sind kaum mehr wegzudenken aus den Veranstaltungen und Umzügen in der Narrenhochburg Zell.
So kam es zur Gründung der Noteknacker
Am 28. Februar 1986 kam es zur offiziellen Gründungsversammlung, bei der auch der Name „Zeller Noteknacker“ festgelegt wurde, teilt der Verein in seinem Bericht zum Jubiläum mit. Der damalige Präsident Hans Fräulin war kein Freund dieses Ansinnens, konnte jedoch durch die übrigen Präsidiumsmitglieder umgestimmt werden, dass es besser wäre, diese Musikgruppe in die Zeller Fasnacht zu integrieren, als wenn diese völlig eigenständig ihren Weg sucht. Ende März 1986 begannen die Musiker mit den Proben im Untergeschoss der Atzenbacher Halle, wo sie auch heute noch einen Raum haben. Schnell habe sich die musikalische Qualität entwickelt, so dass man nicht nur in Zell und der näheren Umgebung für Auftritte angefragt wurde, sondern auch aus dem In- und benachbarten Ausland Engagements erhielt, teilt der Verein mit.
Neuer Aufwind für die Musiker
Immer wieder wurden kreative Kostüme entworfen und umgesetzt, derzeit tritt man im vornehmen Frack hervor, auf dem Kopf einen Zylinder mit Gebiss ausgestattet, um weiterhin Noten zu knacken.
„Im Laufe der Jahre hatte man wie jeder Verein Höhen und Tiefen, kurzfristig bestand die Gefahr, dass die Notenknacker sich auflösen“, schreibt der Verein. Denn während der Corona-Hochphase litt der Verein unter Mitgliederschwund. Das führte dazu, dass die Notknacker an der Fasnacht 2022 zwar zu sehen, jedoch nicht zu hören, waren. Es waren damals nur noch 15 Musiker übrig geblieben.
Erfolgreiche Kooperation mit Pfuus-Bagge
„In den vergangenen Jahren jedoch konnten junge Mitglieder gewonnen werden, so dass die Noteknacker derzeit aus 30 aktiven Musikern bestehen“, freut sich die Gugge im Jubiläumsjahr. Eine weitere Neuerung sorgte für Verstärkung: „Bei ein paar Auftritten formieren wir uns zusammen mit der Guggemusik Pfuus-Bagge aus Eichsel zu den Note-Bagge und Pfuus-Knacker, um unsere Freundschaft zu pflegen und gemeinsam Auftritte zu bestreiten, so etwa auch am Rosenmontag in Zell“, erläutert der musikalische Leiter Ralf Klauser im Gespräch mit unserer Redaktion.
In dieser Saison war man in dieser Kombi bereits am Hästrägertreffen in Kirchhofen aufgetreten, am Sonntag, 1. Februar, geht es gemeinsam an den Jubiläumsumzug der Teufelsknechte nach Maulburg.
Eine weitere Neuerung, die für neuen Aufschwung sorgte: Die Verantwortung wurde auf mehrere Schultern verteilt, das aktuelle Gremium besteht aus Jessica Sitter-Kummerer, Ramona Fallegger, Steffen Karle, Dominik Jenne, Mirco Jenne und Ralf Klauser. Die musikalische Leitung haben Ralf Klauser, Mirco Jenne und Michael Klauser inne.
So wird das Jubiläum gefeiert
Die große Jubiläumsparty mit Guggenmusiken aus der Region und der Coverband „Zitlos“ findet am Fasnachtsfreitag, 13. Februar, in der Gemeindehalle Atzenbach statt. Einlass ist um 19 Uhr und kostet sieben Euro. An der Abendkasse sind nur noch „wenige“ Karten verfügbar. Für die Anreise zur Veranstaltung lohnt sich das Shuttlebus-Angebot mit Abfahrten ab Zell-Bahnhof um 19.30 Uhr, 20 Uhr, 20.30 Uhr und 21 Uhr. Der Suttlebus fährt alle regulären Bushaltestellen von Zell-Bahnhof bis Atzenbach an, bevor dieser bis zum Mambacher Dorfplatz und wieder zurück nach Atzenbach fährt. Ab 0.25 Uhr bis 2.30 Uhr sind etwa alle 30 Minuten Rückfahrten von der Halle geplant. Happy Hour herrscht bis 20.30 Uhr.