Die Aktion soll Streuobstbestände erweitern und einen Nahrungsraum bieten.
Bei einer von der Ortsverwaltung Adelsberg initiierten Baumpflanzaktion wurden 46 Obstbäume in Adelsberg, Blauen und Gresgen gepflanzt.
Dabei handelte es sich um alte Hochstammsorten, die im Erwerbsobstbau weitgehend verschwunden sind, teilt die Ortsverwaltung in einem Bericht mit. Ziel der Aktion sei es gewesen, Streuobstbestände zu erneuern und so etwas für die Umwelt zu tun und gleichzeitig eigenes Obst zu erzeugen.
Zeller Bergland einst von Obstbäumen umrahmt
Bis vor rund 30 Jahren seien die Dörfer im Zeller Bergland von Obstbäumen umrahmt gewesen. Sie dienten der lokalen Obstversorgung, waren aber auch wichtiger Lebens- und Nahrungsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In den vergangenen Jahren fielen immer mehr Streuobstbäume der Ausdehnung der Siedlungsfläche zum Opfer. Obstbäume seien kaum noch gepflanzt worden, da Obst ganzjährig günstig eingekauft werden kann und Bäume bei der Bewirtschaftung der Flächen stören können.
Ortschaftsrat will ein Signal setzen
„Mit der Baumpflanzaktion möchte der Ortschaftsrat Adelsberg ein Signal setzen“, so Ortsvorsteher Bernhard Zimmermann. Hubert Sprich vom Ortschaftsrat war über die große Bereitschaft der Bevölkerung, Bäume zu pflanzen beeindruckt. Zusammen mit einer regionalen Baumschule erstellte er eine Liste mit mehr als 50 verschiedenen Obstbäumen, die gut in dieser Höhenlage wachsen. Neben Apfelbäumen, standen Birn-, Kirsch-, Zwetschgen-, Mirabellen- und Zibartebäume auf der Liste, wobei gezielt alte Hochstammbäume ausgewählt wurden. „Diese Initiative zeigt, dass viele bereit sind, etwas für die Umwelt zu tun und Interesse an selbstangebautem Obst haben“, sagt Zimmermann.
Unterstützung gibt es von der Ortsverwaltung: Sie liefert die Bäume direkt an die Haustür der Bürger, heißt es in dem Bericht.
Zimmermann und Sprich kündigten bereits eine Wiederholung der Aktion an sowie einen Baumschnittkurs.