Ein originalgetreues Floß, Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten und ein Fest am Neckar: Villingendorf lässt seine Flößertradition neu aufleben.
Villingendorf war einst ein Flößerdorf. Ein Floß soll an diese Zeit erinnern. Am Sonntag lädt die Gemeinde Villingendorf zu einem Ausflug in die Vergangenheit.
Entlang des Neckartalradweges, beim Lichtgraben am Fischweiher kann die Langholzflößerei der Gemeinde nachvollzogen werden. Bislang erinnerte neben Schautafeln am Neckar besonders das Graffito am vorderen Schulgebäude und zwei Flößerhaken, des im Jahr 1969 geschaffenen Gemeindewappens, an die Flößerzeit.
Mit dem Floß erfüllt sich die Gemeinde nun einen Traum. Tatkräftig unterstützt von der Radfahrgruppe um Ulrich Schanz wurde das originalgetreue Floß von Mitgliedern des Vereins „Schiltacher Flößer“ nachentwickelt und aufgebaut.
Musikalische Begleitung des Festakts
Beim Festprogramm, das am Sonntag, 25. Mai, um 11 Uhr beginnt, begrüßt Bürgermeister Marcus Türk die Gäste. Unter den Rednern sind Johannes Waldschütz als profunder Kenner der damaligen Flößereien, Klaus Jung, von dem der Anstoß zum Nachbau kam und Floßobermann Hartmut Brückner aus Schiltach.
Gemeindereferentin Ursula Wöhrle wird das Floß segnen. Die Musikkapelle Villingendorf begleitet den Festakt musikalisch. Die Schiltacher Flößerjugend wird das fachgerechte Einbinden des Floßes vorführen. Mit Grill- und Currywurst wird für das leibliche Wohl gesorgt.