80 Werke wurden für das Friedensprojekt am Robert-Gerwig-Gymnasium eingereicht. Hier freuen sich die Preisträger zusammen mit der Jury. Foto: Lübke

"Ausdrücklich Frieden für alle". Dieses Motto beschäftigte Schüler des Robert-Gerwig-Gymnasiums mehr als ein Jahr lang. Schließlich ist eine Kunstausstellung entstanden. Die besten Werke wurden nun prämiert.

Hausach - "Es ist nichts ganz Großes, was wir geschaffen haben. Aber es ist ein kleines, wichtiges Zeichen. Viele nehmen dieses Ausstellung wahr. Das freut uns", sagte Pfarrer und Religionslehrer Hans-Michael Uhl, der das Projekt als Mentor begleitet hatte, bei der Preisverleihung in der Gymnasiumshalle am Mittwoch. Um mehreren Werken der Schüler angemessen gerecht zu werden, hatte sich die Jury mehr Preise als nur für die ersten drei Plätze erdacht. "Aber wir haben leider keine 80 Stück", so Uhl. Er hatte in einer Jury zusammen mit Bürgermeister Wolfgang Hermann, der Künstlerin Beate Axmann, der Ethiklehrerin Lisa Schmiederer und der Kunstlehrerin Tamara Ebel die Werke bewertet.

150 Euro für den ersten Platz

"Ich bin kein Lehrer, daher darf ich hier auch offen loben. Eure Exponate haben mich begeistert", hielt Hermann fest. Wenn die Ideen der Schüler zum Thema Frieden in der Gesellschaft Einzug halten würden, habe man eine bessere Welt. "Da heute bei der Preisverleihung eine Wertung vorzunehmen, ist eigentlich unfair."

Verliehen wurden die Preise natürlich dennoch. Den ersten Platz im Wettbewerb holten sich Eva Dold, Mia Dröge, Jana Heil und Magdalena Ziehms aus der 11. Klasse. Ihr Werk trug den Titel "Das Herz in die Hand nehmen". Als Dank gab es von der Stadt Hausach 150 Euro.

Fynn Rombach und Luca Seemann aus der Klassenstufe J1 hatten ein Friedensmemory gebastelt. Dabei ging es darum, Motive, die gut zum Frieden passen, mit denen, die für das Gegenteil stehen, zu verbinden. Als Lohn für die Arbeit gab es von der Stadt 100 Euro.

Der dritte Platz ging an das Werk "Düstere Zeiten – Zeit für den Frieden" von Anna Haas aus der Klassenstufe J2. Sie bekam von der Stadt Hausach dafür 50 Euro.

Der "Fleißpreis" wurde an Alisia Mark aus der sechsten Klasse vergeben. Sie hatte am meisten Kunstwerke eingereicht. Dafür gab es zehn Euro. Der Sonderpreis der beiden Initiatoren des Projekts, Justin Riekmann und Julietta Gaus, ging an Thimna Starniske aus der 11. Klasse. Sie bekam 20 Euro. Ebenso viel gab es für Marley Höfling (5. Klasse) für den Kreativpreis. 30 Euro gingen an Kerstin und Tara Harter. Sie bekamen den Familienpreis.

Der Klassenpreis, und damit 50 Euro, wurde an die Klasse 7d vergeben. Schließlich ging der Unterstufenpreis an Angelina Lehmann und Helene Kempe aus der 6. Klasse. 50 Euro bekamen die beiden dafür.

Zudem wurde auch eine erwachsene Künstlerin am Mittwoch ausgezeichnet. Der Preis für mutige Erwachsene war ein Blumenstrauß für Christa Boehm-Feger, den ihr Hermann überreichte. Ein Bild von ihr ist Teil der Ausstellung.

Die Kunstausstellung zum Motto "Ausdrücklich Frieden für alle" ist derzeit im Robert-Gerwig-Gymnasium zu sehen. Zum Volkstrauertag hatten die Schüler auch in der katholischen Kirche und auf dem Klosterplatz ausgestellt.