Weil Philipp Lienhart ausfällt, bekommt Innenverteidiger Matthias Ginter (links) einen neuen Nebenmann. Foto: Silas Stein/dpa

Im elften Auswärtsspiel bei RB Leipzig soll’s für den SC Freiburg endlich mit dem ersten Sieg klappen. Trainer Julian Schuster muss dafür seine Innenverteidigung umbauen.

Die schwache Auswärtsbilanz – der letzte Punkt ist vier Jahre her – des SC Freiburg gegen RB Leipzig kennt auch Kapitän Christian Günter. „Dort haben wir noch nicht oft etwas geholt“, sagte der Tennenbronner nach dem 2:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV.

 

Und: „Jetzt müssen wir gut regenerieren und dann wird das ein komplett anderes Spiel. Da geht es dann einfach darum, geschlossen aufzutreten und die Möglichkeiten, die sie uns bieten, zu nutzen.“ Vor allem die Frische dürfte am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) in Leipzig entscheidend werden.

Denn das Spiel der Gastgeber gegen St. Pauli am vergangenen Wochenende wurde aufgrund des Schneechaos’ abgesagt, dementsprechend geht RB frisch ins Spiel gegen den Sport-Club. Zudem kann der – trotz eines noch ausstehenden Spiels – Tabellendritte der Bundesliga wieder auf Yan Diomande setzen, der nach dem Afrika-Cup-Aus mit der Elfenbeinküste bereits zurück bei den Sachsen ist. Am Mittwoch könnte er sogar direkt in der Startelf stehen – auch weil in der RB-Offensive nicht alle fit sind.

Philipp Lienhart fällt mit Bauchmuskelverletzung aus

SC-Freiburg-Trainer Julian Schuster muss derweil seine Innenverteidigung umstellen. Philipp Lienhart hat sich gegen den HSV eine Bauchmuskelverletzung zugezogen und wird vorerst ausfallen. Bei seinem Ersatz wollte sich Schuster am Dienstagmittag noch nicht endgültig festlegen.

Zwar spricht einiges für Routinier Anthony Jung, Schuster nannte jedoch auch die beiden Youngster Max Rosenfelder und Bruno Ogbus als mögliche Lienhart-Vertreter. Letzterer wurde zuletzt mit einer Leihe in Verbindung gebracht. Die kommenden beiden Bundesliga-Spiele werde er aber wahrscheinlich noch mit dabei sein, so Schuster.

Spielausfall von Leipzig als Vorteil für den SC Freiburg?

Weiter voraus wollte der Trainer noch nicht blicken. „Jetzt gilt erst mal der Fokus auf morgen und diese Woche“, sagte Schuster zur englischen Bundesliga-Woche, die am Sonntag mit dem Auswärtsspiel in Augsburg endet. Dass seine Mannschaft bereits ein Pflichtspiel in den Knochen hat, sieht der Coach dabei nicht als Nachteil. „Für uns war es auf jeden Fall von Vorteil, dass wir schon einmal gespielt haben“, sagte Schuster.

Denn so gab’s für ihn und sein Trainerteam frische Eindrücke, die es nun in den Matchplan gegen Leipzig zu integrieren gilt. Der Auswärtsbilanz wollte Schuster dabei keine Bedeutung zumessen: „Das hat keinen Einfluss auf meine Herangehensweise.“ Wohl aber die Tatsache, dass der SC auf eines der Topteams der Liga trifft. „Das ist eine Mannschaft, die die Räume zwischen den Linien gut bespielen kann“, rechnet Schuster mit einem offensivstarken Gegner, der mittendrin ist im Rennen um die Champions-League-Plätze.

RB Leipzig will zurück in die Champions League

Denn dass in Leipzig in dieser Saison kein internationaler Fußball gespielt wird, ist zu wenig für die Ansprüche der Sachsen. Im Gegensatz zum Duell mit dem HSV geht der SC Freiburg dieses Mal als Außenseiter ins Spiel. Mit einem Sieg würde man nicht nur Anschluss an die Top sechs halten, sondern auch die düstere Bilanz in Leipzig aufpolieren.

Zehn Mal trat man bislang bei RB an – nur dreimal gab’s zumindest einen Punkt, sieben Partien gewannen die Gastgeber. „Es ist definitiv eine Herausforderung, in Leipzig zu bestehen“, sagte Schuster. Am Mittwochabend gebe es „die nächste Chance“ dazu.