Die Drehstart-Meldung des ZDF zum dritten Schwarzwaldkrimi lässt auf sich warten, doch am Marktplatz wird es offensichtlich: Uschi Glas ist am Set. Am Freitag soll in Glatten gedreht werden.
Freudenstadt - Die Filmcrew hat schon einen ordentlichen Weg hinter sich. Kurz nach Drehbeginn Ende April postete Regisseur Marcus O. Rosenmüller ein Foto bei Instagram. Allerheiligen stand da zu lesen, und zu sehen waren eine Schneekanone im Hinter- und eine Filmklappe im Vordergrund. Aufschrift: "Schneekind", der Titel des dritten Schwarzwald-Krimis, den das ZDF derzeit in der Region drehen lässt.
Auch im Naturerlebnisbad wird gedreht
Hauptdarstellerin Jessica Schwarz fütterte die sozialen Medien Tage später mit einem weiteren Bild – sie auf einem Klappstuhl im Wald bei Mitteltal, daneben ein Baumstumpf.
Dann machten Nachrichten von Dreharbeiten in Horb und im Schloss Glatt die Runde, und diesen Freitag, so meldet der Betreiberverein, hat das Naturerlebnisbad in Glatten nur für Frühschwimmer geöffnet. Danach: "Dreharbeiten zum Schwarzwaldkrimi".
An diesem Dienstag nun verbreitet sich eine Nachricht wie ein Lauffeuer unter den Arkaden in Freudenstadt – dort also, wo im Film die Mordkommission angesiedelt ist: Uschi Glas dreht in der Stadt, angeblich in einem Eiscafé. Und tatsächlich: Beim Schwarzwaldbrunnen, unweit der Post, herrscht Gewusel. Dort ist das große Filmteam angekommen, schon vor Stunden, und mit ihm einiges an Security-Personal.
Stundenlanger Dreh für vier Filmminuten
Eher entspannt mutet dagegen die Szenerie im Außenbereich des besagten Eiscafés an, das an diesem Tag den Namen "Gelateria Graziella" trägt. Uschi Glas – leibhaftig – sitzt dort und blättert im Drehbuch, mit am Tisch die Hauptdarsteller Jessica Schwarz und Max von Thun sowie Mitglieder des Produktionsteams.
Minuten später kommt Bewegung in die Runde. Stühle werden gerückt, Absperrbänder gespannt, und weiter geht’s mit dem mehrstündigen Dreh, von dem, so ist am Rande zu hören, am Ende im Film vielleicht vier Minuten bleiben.
Prominent besetzt bis zu den Komparsen
Schnell noch eine Frage an den Eisverkäufer, die der aber gar nicht beantworten kann: "Ich bin Statist", sagt er und lacht. Wohl also der "Italiener", den die Produktionsfirma im April neben weiteren Komparsen gesucht hatte. Kurz darauf nimmt der junge Mann am Tisch, an dem Jessica Schwarz, Max von Thun und Uschi Glas nun Platz und ihre Rollen wieder aufgenommen haben, die Bestellungen der Drei entgegen.
Übrigens: Auf den Komparsenaufruf hatte sich offenbar auch eine bekannte Musbacherin gemeldet. Kreis- und Stadträtin Bärbel-Altendorf-Jehle – wie könnte es anders sein im grünen Blazer – sitzt direkt am Nebentisch.