Vanessa Lotz-Kijak (Leiterin der Teinachtal-Touristik, von links), Jutta Benz (Hospizleitung Nagold), Heike Kalmbach (Assistenz der evangelischen Gemeindeleitung) und Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel Foto: Verena Slama

3800 Euro – über diese Summe freuen sich die Verantwortlichen der Einrichtung und berichten, was sie mit dem Geld vorhaben.

Den Spendenscheck überreichte Bürgermeister Markus Wende im Rathaus symbolisch an das Hospiz in Nagold. Entgegengenommen wurde die Spende von Hospizleiterin Jutta Benz. Das Geld stammt aus dem Erlös der Zavelsteiner Burgweihnacht – und soll für den Hausbetrieb und die Gästeversorgung eingesetzt.

 

So kam die Spende zustande Zusammengekommen ist der Betrag durch das Adventscafé der evangelischen Kirchengemeinde sowie durch den Flammkuchenverkauf am Stand des Gemeinderats. Der Anteil der Stadt sei bereits überwiesen worden, erklärte Wendel, der Betrag der Kirchengemeinde werde folge.

Verwendungszweck Jutta Benz zeigte sich dankbar für die Unterstützung. „Wenn kein konkreter Verwendungszweck genannt ist, wird das Spendengeld für den sogenannten Abmangel eingesetzt“, erläuterte sie.

Damit würden laufende Kosten gedeckt, die nicht vollständig durch die Finanzierung der Krankenkassen abgedeckt seien. Dazu zählen unter anderem Personal-, Betriebs- sowie Verpflegungskosten. „Letztlich geht es darum, dass wir den Betrieb des Hauses sicherstellen können“, so Benz.

Pflegefachkräfte und Ehrenamtliche Im Hospiz Nagold arbeiten derzeit 18 Pflegefachkräfte sowie 16 bis 17 Ehrenamtliche. Während die Pflegefachkräfte den täglichen Betrieb abdecken, unterstützen die Ehrenamtlichen die Gäste im Alltag. „In der Theorie ist jeden Tag jemand da – in der Praxis ist das nicht immer so leicht umzusetzen“, räumte Benz ein. Umso wichtiger sei ein gut eingespieltes Team mit hoher fachlicher Kompetenz.

Trägerschaft Das Hospiz in Nagold wird von der Sankt-Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee getragen. Diese betreibt insgesamt sieben Hospize in der Region, unter anderem in Ravensburg, Biberach, Sigmaringen, Leutkirch, Sigmaringen und Böblingen. Die Stiftung ging aus dem Orden der Franziskanerinnen von Reute hervor und ist auch in der Altenpflege, Behinderten- sowie Kinder- und Jugendhilfe tätig.

Netzwerk und Zusammenarbeit Hospize in der Region sind eng miteinander vernetzt, um Patienten auch bei Engpässen versorgen zu können. „Falls bei uns einmal kein Platz frei ist, helfen wir uns gegenseitig aus“, erklärt Benz. So stehe das Hospiz Nagold etwa in regelmäßigem Austausch mit dem Hospiz in Tübingen. Diese Kooperation ermögliche es, schwerkranke Menschen jederzeit angemessen unterzubringen, selbst wenn das eigene Haus voll ausgelastet ist.

Aufnahmekriterien Die Aufnahme in ein Hospiz ist an klare medizinische Kriterien gebunden. „Die Gäste leiden an einer unheilbaren Erkrankung mit hoher Symptomlast, die eine Versorgung zu Hause oder im Krankenhaus nicht mehr zulässt“, erklärte Benz. Die meisten Patienten kämen aus dem häuslichen Umfeld oder aus Kliniken.

Persönliche Atmosphäre In der Region verfügen die Hospize jeweils über acht Betten. Diese Größe ermögliche eine familiäre Atmosphäre. „Unsere Gäste sollen sich hier wie zu Hause fühlen“, betonte Benz.