Je dunkler es wird, desto heller strahlen die Lichter im Bad Wildbader Kurpark. Vier Tage lang findet dort der zauberhafte Markt statt und zieht viele Besucher an.
Romantisch und märchenhaft hat sich der Bad Wildbader Kurpark zwischen königlichem Kurtheater und der Englischen Kirche an vier Tagen, von Donnerstag bis Sonntag, beim Weihnachtsmarkt präsentiert.
Mit zunehmender Dämmerung strahlten die Lichter heller und heller. Girlanden aus rot und gelb leuchtenden Sternen schwebten über den Wegen, und die Marktbuden waren mit Lichterketten, Tannengrün und Christbaumkugeln geschmückt. Die Kurparkbäume bei der Englischen Kirche ragten – blau, rot und grün angestrahlt – geheimnisvoll in den Himmel. Über die illuminierte Fassade der Englischen Kirche schwebten Sterne, auch der Römische Brunnen leuchtete in allen Farben. Besonders vom Enzhang gegenüber aus bot sich ein zauberhafter Anblick.
Melodien von bekannten Weihnachtsliedern laden zum Mitsingen ein
Auf dem Markt wimmelte es von gut gelaunten Menschen jeden Alters, und über allem schwebte eine Klangkulisse bekannter Weihnachtsmelodien, die zum Mitsummen einlud.
Schaulustige ließen sich einfach treiben oder folgten einer Duftspur, die sie zum Ziel ihrer Wünsche führte. Glühwein oder Punsch, etwas Herzhaftes oder eine süße Waffel? Das war die Frage.
Am Stand der Traktorfreunde Calmbach brutzelten bärtige Männer in Zipfelmützen auf einem quadratmetergroßen Grill Unmengen von Steaks, die weggingen wie die warmen Semmeln. Ein nostalgisches Kinderkarussell beim Musikpavillon war der Renner bei den Kleinsten. Bestaunt wurden auch die Alpakas bei Heidis Alpakaparadies.
Neben dem üppigen kulinarischen Angebot lockten auch einige Stände mit handwerklich hergestellter Weihnachtsdeko und Schmuck.
Kettensägenkunst: Krippe mit lebensgroßen Figuren ist ein Hingucker
In der Auslage von Judith Engel glitzerten Dutzende kleiner Weihnachtsbäumchen und dazwischen standen Heerscharen von Engeln und Wichteln. „Wir verkaufen Engel für jeden Zweck“, warbt sie und bekräftigte, alle Figuren sind handgemacht, aus Gipsmasse gegossen und dekoriert. Die Herstellung der Engelsfiguren sei ihr Hobby, im Hauptberuf sei sie „Mum“ erzählte sie. Sie sei zum ersten Mal auf dem Bad Wildbader Weihnachtsmarkt „und der ist glitzertastisch“, so Engel.
Ein Hingucker war die Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Holzfiguren des Kettensägen-Künstlers Andreas Drost auf der Terrasse des „Foxy Bräu“. Am Samstag konnte man den Holzschnitzer auch in Aktion sehen. Gekonnt schwang er seine Kettensäge, die laut durch den Kurpark röhrte.
Musikalische Beiträge kamen von der Orchestervereinigung und dem „Liederkranz“ Calmbach sowie dem Alphornensemble „Die Badischen“. Und zur Eröffnung sang der Schulchor des Enztal-Gymnasiums.