Dafür gibt es jetzt einen Finanzierungsvorschlag. Ortschaftsrat meldet Haushaltsmittel an.
Die Toilettensanierung der Breitwiesenhalle hat für die Ergenzinger Ortschaftsräte nach wie vor Priorität. Bei der Sitzung am vergangenen Mittwoch legte das Gremium die Reihenfolge der Haushaltsanmeldungen fest.
Im Finanzhaushalt 2027 ist die Sanierung der Breitwiesenhalle mit 100.000 Euro erst für das Jahr 2030 vorgesehen. Die sanitären Anlagen im Bereich der Umkleidekabinen seien jetzt schon in einem schlechten Zustand. „Wenn man die Sanierung erst ab 2030 angeht – wie sehen dann die Toiletten aus“?, fragte sich Cornelia Ziegler-Wegner (BfE).
„Die Sanierung der Breitwiesenhalle gehört ganz vorne hin. Damit setzen wir ein Zeichen, dass wir dies brauchen“, sagte Christina Renz (NUR).
Ortschaft soll sich an Kosten beteiligen
Dass sich das Toilettenproblem verstärkt, sah auch Reinhold Baur (UB) so. Die Chance, die Sanierung vorzuziehen, liege jedoch bei Null, wenn nur der Antrag vom Vorjahr wiederholt werde. Er machte daher einen Vorschlag, wie die „Blockade“ durch eine alternative Finanzierung gelöst werden könnte. Seine Idee ist, dass sich die Ortschaft zur Hälfte an den Kosten beteiligt. Die Bedingung sei jedoch, dass der eingebrachte Kostenbeitrag beim vorgegebenen Eigenanteil der Ortschaft für die künftige Gesamtsanierung der Halle angerechnet wird. Aufgebracht werden könnte der Betrag durch Bürgergeld und Spenden.
Wie Baur in seinem Antrag weiter anführte, ist auch die Gründung eines Fördervereins zur Hallensanierung in Vorbereitung.
Neue Toilette für den Naturkindergarten
Eine weitere Toilette, nämlich für den Naturkindergarten, ist dem Ortschaftsrat ebenfalls wichtig. 4000 Euro würde diese kosten. Im Vorjahr ist dieser Wunsch des Ortschaftsrats ebenfalls nicht berücksichtigt worden. Der Brunnen für den Rathausgarten wurde weit nach hinten gesetzt. Reinhold Baur regte an, diesen Punkt in „Ausstattung des Rathausgartens“ umzuwandeln, sonst bekomme man kein Geld dafür. Angeregt wurde auch, Bänke für den Rathausgarten anzuschaffen.
Christa Richter (NUR) stellte fest, dass einige Projekte im Haushalt, wie die Grundschulerweiterung, nicht nur für Ergenzingen gedacht seien. „Wir bringen viel, weil wir viel Gewerbe haben“, meinte sie. Zurück bekommt Ergenzingen ihrer Meinung nach zu wenig. Der größte Stadtteil habe marode Straßen. Die Kinder gingen in der Breitwiesenhalle nicht aufs Klo. Die Sanierung müsse man bis 2030 hinausschieben: „Für mich ist das Maß voll“, ärgerte sie sich.
Sechs Millionen Euro für Grundschulerweiterung
Der Ortschaftsrat legte folgende Reihenfolge für die Haushaltsanmeldungen fest: An erster Stelle steht die Toilettensanierung in der Breitwiesenhalle, gefolgt von der Gestaltung des mittleren Bahnhofsareals (70.000 Euro, weitere 77.000 Euro im Jahr 2028), dem Ausbau der Edelmannstraße (600.000 Euro) und der Aussegnungshalle auf dem Friedhof (101.000 Euro). Neu beantragt hat Cornelia Ziegler-Wegner den Eduard-Fähndrich-Spielplatz, der seit langem nicht mehr intakt sei. Für ihn soll Geld eingestellt werden, um mit einem Zuschuss des Fördervereins ein Spielgerät anzuschaffen. An die sechste Stelle wurde die Außen-Toilette für den Naturkindergarten gesetzt.
Das größte Projekt in Ergenzingen ist die Grundschulerweiterung. Im kommenden Jahr fallen dafür vier Millionen Euro an, knapp zwei Millionen Euro im Jahr 2028. Weitere Beträge, unter anderem für die Ausstattung der Klassen-, Lehrer- und Betreuungsräume sowie die Bibliothek, hat die Grundschule beantragt.
Für fast drei Millionen Euro sollen außerdem Gewerbegrundstücke gekauft werden. Neu auf die Anmeldeliste gesetzt wurde außerdem die Sanierung des ehemaligen Realschultrakts der Gemeinschaftsschule.