Wie viele Autos gibt es in Nagold? Und wer besitzt alles ein Fahrrad? Auskunft über diese Themen gibt die Mobilitätsstudie. Besonders beeindruckt die Führerscheinquote in der Stadt.
Mittelzentrum hin, Große Kreisstadt her – Nagold, das ist und bleibt ländlicher Raum. Das belegen mehr als deutlich die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die vor gut einem Jahr als Grundlage für den „Aktionsplan Mobilität“ erstellt wurde.
Denn im ländlichen Raum kann man noch immer nur schwer auf das Auto verzichten. 710 Fahrzeuge kommen in Nagold auf 1000 Einwohner. Bundesweit liegt die Pkw-Dichte deutlich unter dem Nagolder Wert – nämlich bei 590 Fahrzeugen pro 1000 Einwohner.
Die Quote beim Fahrradbesitz ist ähnlich hoch, liegt bei ungefähr 70 Prozent. Andersherum betrachtet: Laut der Studie besitzen 30 Prozent der Nagolder ab sechs Jahren kein Fahrrad, bundesweit sind es nur 23 Prozent.
95 Prozent der erwachsenen Nagolder haben einen Führerschein
Der Blick auf die Führerscheinquote rundet dieses Bild ab: 95 Prozent der erwachsenen Nagolder haben demnach einen Pkw-Führerschein. Es haben also mehr Nagolder eine Fahrerlaubnis fürs Auto als ein Fahrrad. Und 85 Prozent der Erwachsenen können auch täglich auf ein Auto zurückgreifen.
Doch wie viele Autos gibt es in einem Haushalt? Zwölf Prozent der Nagolder Haushalte verfügen über mindestens drei Fahrzeuge, 33 Prozent nennen zwei Autos ihr eigen. 47 Prozent aller Haushalte in Nagold verfügen über einen Pkw, und nur acht Prozent geben an, gar kein Fahrzeug zu besitzen.
Elf Prozent der Nagolder haben mindestens ein Elektro-Fahrzeug
Zur Abrundung hier noch kurz der Blick auf die E-Autowelt: 89 Prozent der Haushalte sagen, dass sie kein E-Auto fahren, zehn Prozent haben ein E-Fahrzeug und ein Prozent zwei und mehr.
Und wie schaut‘s mit dem Elektrofahrrad aus? Immerhin doch 49 Prozent der Nagolder Haushalte haben mindestens ein E-Bike.
So zufrieden sind die Nagolder mit den jeweiligen Verkehrssystemen
Irgendwie spiegeln sich diese Zahlen auch bei der Zufriedenheit mit den jeweiligen Verkehrssystemen der Nagolder wider. 79 Prozent bewerten den Bereich Auto- und Kraftrad mit sehr gut (28 Prozent) oder gut (51 Prozent). Ähnlich gut schneidet nur noch der Fußgängerverkehr ab: Hier sind 75 Prozent zufrieden und bewerten das Zufußgehen in Nagold mit gut (46 Prozent) oder sehr gut (29 Prozent).
Das Fahrrad bekommt in Nagold weniger gute Noten verpasst: Nur 39 Prozent stimmen mit gut oder sehr gut beim konventionellen Rad, und beim Elektrofahrrad sind es sogar nur 33 Prozent.
Ziemlich abgeschlagen bei der Zufriedenheit ist der ÖPNV. Immerhin noch 21 Prozent geben dem Bus als Verkehrssystem die Noten gut oder sehr gut. Auf dem letzten Platz landet die Bahn in Sachen Zufriedenheit: Nur 15 Prozent bewerten die Bahn als gut oder sehr gut.
Mobilitätsaktionsplan
Die Studie
Diese und viele weitere Zahlen sind einer repräsentativen Befragung entnommen, die für den Mobilitätsaktionsplan erstellt wurde, an dem derzeit in Nagold gearbeitet wird.
Die Teilnehmer
Mehr als 3700 Nagolder Haushalte wurden Ende 2024 zufällig ausgewählt und gebeten an der repräsentativen Studie zum eigenen Mobilitätsverhalten teilzunehmen. 443 Haushalte kamen der Bitte nach – das ist eine Rücklaufquote von fast zwölf Prozent. 898 Fragebögen für einzelne Personen ab sechs Jahren bilden die Grundlage der Studie.