Die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden hat Zahlen für ihr Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zeigt sie sich „sehr zufrieden“.
Das Jahr sei von einer herausfordernden wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland geprägt gewesen: „Während die Konjunktur stagnierte und Unternehmen wie Privatpersonen mit den Folgen der Bürokratie, dem Fachkräftemangel und einer allgemeinen politischen Verunsicherung zu kämpfen hatten, konnte die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden ihre Position in der Region weiter ausbauen“, heißt es in einer Mitteilung an die Medien.
Geldvermögensbildung
Ein Zeichen des Kundenvertrauens habe sich im Einlagengeschäft gezeigt. Mit einem Zuwachs von 21,8 Millionen Euro (+ 1,1 Prozent) wurde das Jahr abgeschlossen. Auch im Wertpapiergeschäft seien Rekorde erzielt worden: Die Umsätze stiegen um 25,7 Prozent auf 594 Millionen Euro: „Kunden setzen dabei zunehmend auf Diversifikation ihrer Geldanlagen und profitierten von den positiven Entwicklungen an den Wertpapiermärkten.“
Dienstleistungsgeschäft
Mit nahezu 60 500 Girokonten für Privatkunden und einem Marktanteil von 45 Prozent sei die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden Marktführer in der Region. Besonders hoch sei der Marktanteil bei Jugendgirokonten mit über 52 Prozent.
Kreditgeschäft
Das Baufinanzierungsgeschäft konnte in 2025 offenbar eine deutliche Belebung des Marktes verzeichnen. Besonders erfreulich sei der Anstieg der Kreditzusagen für den Wohnungsbau gewesen, die im Vergleich zum Vorjahr um 33,7 Prozent auf über 306 Millionen Euro anstiegen. Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken wurden aufgrund der Zinsdifferenz von Grenzgängern stark nachgefragt.
Im gewerblichen Bereich war eine Zurückhaltung – wohl aufgrund politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten – deutlich spürbar, „dennoch verzeichneten wir einen leichten Anstieg des Kreditbestands um 1,4 Prozent“, heißt es.
Immobiliengeschäft
Die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden habe ihre Spitzenposition im Immobiliengeschäft weiter festigen können. Um diesem Wachstum und der kontinuierlich starken Nachfrage gerecht zu werden, soll das Personal in der Immobilienvermittlung weiter aufgestockt werden.
Engagement für die Region
Das Engagement der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden für die Gesellschaft sei im vergangenen Jahr so stark wie nie zuvor gewesen. „Über 230 000 Euro wurden an Vereine, kulturelle Einrichtungen und soziale Projekte gespendet. Die Ausgaben für Sponsoring beliefen sich auf über 265 000 Euro, um regionale Initiativen weiter zu unterstützen“, schreibt die Bank.
Sparkasse als Arbeitgeber
Auch das Finanzinstitut spüre den Fachkräftemangel. Um diesem entgegenzuwirken, seien die Ausbildungsplätze aufgestockt worden. Für 2026 plant die Sparkasse, 20 junge Menschen in Ausbildungsprogrammen wie Bankkaufmann oder dualem Studium auszubilden. Darüber hinaus bietet das regionale Kreditinstitut Personalleistungen. „Flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Frauen in Führungspositionen und ein überdurchschnittlich hohes Maß an sozialen Leistungen und Vergünstigungen sind bei uns keine leeren Versprechungen“, betont der Vorstandsvorsitzende Rainer Liebenow in der Mitteilung.
Die Fusionsüberlegungen
Das laufende Jahr werde von strategischen Initiativen geprägt sein: „Derzeit prüfen wir einen möglichen Zusammenschluss mit der Sparkasse Markgräflerland.“
Und weiter: „Zielsetzung ist dabei unter anderem, durch Bündelung der jeweiligen Stärken einen Mehrwert aus Kundensicht zu schaffen und die Marktführerschaft in der Region auszubauen“, erklärt die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden in ihrem Papier.
Die Ertragslage
Sie schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einer „guten Ertragslage“ ab: „Sowohl der Zinsüberschuss als auch der Provisionsüberschuss konnten nochmals gesteigert werden. Dies ermöglicht es, die Rücklagen weiter zu stärken“, so das positive Fazit.
Der Bilanzgewinn beläuft sich auf etwa 1,8 Millionen Euro und spiegele die solide Basis für künftige Herausforderungen wider.
Die Sparkasse weist darauf hin, dass es sich bei den nun veröffentlichten Zahlen „um vorläufige, noch nicht durch Abschlussprüfer bestätigte Zahlen handelt.“