Insgesamt 2632 Unfälle gab es im Jahr 2025 im Kreis Freudenstadt – rund 50 weniger als im Vorjahr. Auffällig ist jedoch, dass Fußgänger öfter zum Opfer von Verkehrsunfällen werden.
Das Polizeipräsidium Pforzheim hat seine Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Laut dieser kam es im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums – den Landkreisen Freudenstadt, Calw und Enzkreis – im vergangenen Jahr zu insgesamt 16 603 Unfällen – ein leichter Anstieg um 0,6 Prozent im Vergleich zu 2024.
2632 der Unfälle passierten dabei im Kreis Freudenstadt. Das entspricht etwa sieben Unfällen am Tag. Entgegen der Gesamtentwicklung sind die Unfallzahlen hier mit minus 1,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 (2683) rückläufig. Der Kreis liegt damit auch unter dem Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2023 (2692).
Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging im Kreis um 5,3 Prozent von 320 auf 303 zurück. Dabei verunglückten insgesamt 406 Personen – 20 Personen weniger als 2024. Die Zahl der Schwerverletzten stieg zwar um 11,1 Prozent von 90 auf 100 an, liegt damit jedoch noch immer unter dem Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2023 (118). Zudem wurden sechs Menschen getötet – ebenso viele wie 2024. Die Hälfte war dabei mit dem Motorrad unterwegs.
Unfälle nach Verkehrsmittel
Einen starken Anstieg im Kreis gab es bei Unfällen mit Fußgängern. 40 Unfälle dieser Art und damit 53,8 Prozent mehr als 2024 (26) registrierte die Polizei im Jahr 2025. Dabei wurden 28 Menschen leicht und neun schwer verletzt.
Abgenommen haben hingegen die Unfälle mit Fahrrädern, Pedelecs und Motorrädern. So kam es im Kreis zu insgesamt 68 Unfällen mit Radfahrern – 15 Prozent weniger als im Jahr 2024 (80) – darunter 28 Unfälle mit Pedelecs. Auch diese Zahl sank im Vergleich zu 2024 (36) um 22,2 Prozent, doch wurden bei den Unfällen zwei Pedelecfahrer getötet.
Jeder 20. Motorradunfall endete tödlich
Die Zahl der Motorradunfälle ging im Vergleich zu 2024 (69) um 13 Prozent auf 60 zurück. Entsprechend sank auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden von 63 auf 53. Dennoch kamen drei Motorradfahrer ums Leben. Somit endete jeder 20. Motorradunfall im Kreis Freudenstadt tödlich.
Einen Anstieg gab es indessen bei den Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen (eKF), wie etwa E-Scootern. Mit zehn Unfällen dieser Art stieg die Zahl im Vergleich zu 2024 (8) um 25 Prozent und liegt somit auch über dem Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2023 (2).
Unfälle nach Altersgruppe
In Hinblick auf die Altersgruppen stiegen die Zahlen im Kreis Freudenstadt insbesondere bei Unfällen, die ältere Personen über 65 und Kinder zwischen null und 13 Jahren involvierten. So kam es in 2025 zu 18 Unfällen mit Kindern. 2024 waren es noch 13 – ein Anstieg von 38,5 Prozent. Bei 17 dieser Unfälle kamen Personen zu Schaden – 54,5 Prozent mehr als 2024. 25 Kinder wurden dabei leicht und ein Kind schwer verletzt.
269 und damit 13,5 Prozent mehr Unfälle als 2024 (237) gab es, in die ältere Personen verwickelt waren. In über 60 Prozent der Fälle, waren dabei die Senioren selbst Verursacher des Unfalls. Bei 91 der Unfälle kam es zu einem Personenschaden (2024: 81). Dabei wurden 50 Senioren leicht und 27 schwer verletzt, vier wurden getötet.
Die häufigsten Unfallursachen
Die häufigsten Unfallursachen im Kreis waren mit jeweils 15 Prozent überhöhte Geschwindigkeit und das Missachten der Vorfahrt. Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren waren für neun Prozent der Unfälle verantwortlich, zu wenig Abstand für acht Prozent.
Vergleichsweise wenig Unfälle waren mit sieben Prozent auf die Fahruntüchtigkeit des Fahrers zurückzuführen. So kam es 2025 im Kreis zu insgesamt 35 Alkoholunfällen – fünf weniger als noch 2024. Sieben Unfälle waren auf den Einfluss von Drogen zurückzuführen.