Volle Halle in Sunthausen: Auch die nun bereits 62. Ausgabe des Frühjahrs-Wunschkonzertes ist nachgefragt. Foto: Florian Hahnel

Das Wunschkonzert des Musikvereins und des Männerchors lockte zahlreiche Besucher in die Turn- und Festhalle Sunthausen.

Wenn es mitten in Sunthausen kaum noch Parkplätze gibt, dann ist entweder Fasnet, Seefest oder Frühjahrs-Wunschkonzert. Letzteres lockte auch diesmal viele Besucher an, der heimische Musikverein (MV) und der Männerchor hatten eingeladen.

 

Die Mehrzweckhalle sollte sich füllen, man gab sich Mühe, den Gekommenen eine Abendveranstaltung mit dem Titel „Wie im Film“ zu präsentieren. Die Sänger in weißen Hemden, die Musiker hatten schwarz- kleine Minifliegen als Halsabschluss umgelegt.

Zwölf Stücke wurden geboten, der Männerchor mit Leiterin Martina Wenzler-Gail machte den Anfang. Die „Chefin“ der standhaften Herren schwingt keinen Taktstock, dafür aber sitzt sie am elektrischen Klavier und gibt den Weg vor.

Arrangements vollzieht Martina Wenzler-Gail schon lange, ihr Mann Lothar Gail textet als Sänger und Vereinsvorsitzender auch.

Junge Solistin wirkt mit

Die noch junge Eliana Jäger wurde als Solistin auf die Bühne gebeten und platzierte sich vor den Männern, ihr Mitwirken am bekannten „Que sera, sera“ von Jay Livingston und Ray Evans zeigte, dass da ein heimisches Mädchen mit einer Goldkehle gesegnet ist.

Beim Klassiker „Im weißen Rössel am Wolfgangsee“ von Ralf Benatzky klatschte das Publikum, die älteren Semester schmunzelten und nickten zufrieden. Das war bei „Butterfly“ aus der Feder von Danyel Gerard ebenfalls so – das Frühjahr mit leichten aber schwungvollen Stücken zu begrüßen kam an und lenkte von etlichen Spannungen in der globalen Welt ab. Den MV-Aktiven kam der Vorlauf des Männerchores vielleicht ganz gelegen, einen Bühnenabend eröffnen ist ja mitunter etwas heikel.

Musiker präsentieren „Suite from the greatest showman“

Die Musiker um Leiter Jan Trescher nahmen Platz und interpretierten mottogetreu überwiegend Filmmusik, die „Suite from the greatest showman“ mit dem Arrangement von Takashi Hoshide dürfte dem ein oder anderen Zuhörer schon bekannt gewesen sein. Jan Trescher hatte mit dem Musikverein fünf Stücke einstudiert und schloss mit dem „Colonel Bogey March“, ein weiteres Mal wurden in Sunthausen die Handflächen wärmer geklatscht.

Es war eine runde Sache im Stadtteil – auch Bürgermeister Jonathan Berggötz hatte sich nach Sunthausen aufgemacht. Nachfolgend hat der Musikverein das Seefest vom 31. Juli bis 2. August zu stemmen, mit der Vorbereitung des „Hunderjährigen“ kann er sich noch Zeit lassen: Es ist erst 2028 so weit.

Der Männerchor zeigt sich beim fröhlichen Herbstabend am Samstag, 24. Oktober, wieder und dürfte erneut Beifall für seine Leistungsfähigkeit erhalten.