Die Probleme im Abschluss, hier versucht es Adriano Spoth in einer früheren Spiel, waren beim SC Lahr zuletzt eklatant. Gegen Hofstetten soll es besser laufen. Foto: Künstle

Die Aufstellung des SC Lahr gegen Hofstetten könnte am Samstag eine Überraschungstüte werden. Denn nach der Aussprache am Montag sind die Spieler in die Pflicht genommen und auch personelle Änderungen könnten für die Wende herhalten.

Verbandsliga: SC Lahr - SC Hofstetten (Samstag, 15.30 Uhr). „Der Ton war schon etwas rauer“, sagt Petro Müller, der sportliche Leiter des SC Lahr zur großen Aussprache am Montag nach der Niederlage gegen Bühlertal (1:2). Diese wurde von Trainer Domenico Bologna schon am Sonntag angekündigt, denn „die Zeit, in der ich mich schützend vor die Mannschaft gestellt habe, ist vorbei“, wie der Trainer nach der Pleite in Bühlertal betonte.

„Wir haben bis jetzt eine schlechte Rückrunde gespielt. Daher waren die Gespräche lang und einiges wurde aufgearbeitet. Davon bleibt aber auch vieles intern in der Kabine“, so Müller auf die Frage nach mehr Details zum Lahrer Krisengipfel.

Ein paar Ausfälle erschweren die Personalrochaden

„Fakt ist definitiv, dass es am Einsatz und der Laufbereitschaft gefehlt hat. Diese Grundlagen sind die letzten 20 Prozent, um auch Spiele wie gegen Auggen und Bühlertal, wo wir auch über einen längeren Zeitraum die bessere Mannschaft waren, zu gewinnen“, so der sportliche Leiter. Die Botschaft des Trainerteams ist laut Müller auch gehört worden: „Die Spieler haben verstanden, worum es jetzt geht.“

Die Aufstellung gegen die Kinzigtäler könnte am Samstag den ein oder anderen Zuschauer an der Dammenmühle überraschen. „Es kann jetzt auch Stammkräfte ihren Platz kosten. Kein Spieler wird von einem Wechsel im Vorfeld ausgenommen“, kündigt Müller einen harten Konkurrenzkampf um die erste Elf an.

Problem bei den Personalrochaden ist allerdings, dass den Lahrern nicht der volle Kader zur Verfügung steht. Maurizio Moog und Roman Bulgakov fehlen genauso wie der Langzeitverletzte Gabriel Gallus oder Andreas Bürkle, der beruflich dauerhaft verhindert ist. „Da bleibt uns am Ende ein Kader von 16 Mann“, so Müller.

Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die Lahrer

Zwar werde zum Ausgleich auch auf den Kader der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga zurückgegriffen. „Aber die kämpfen auch noch um den Aufstieg. Da wollen wir auch nicht zu viele Spieler aus der Mannschaft nehmen“, sagt Müller.

In der Vorrunde gab es vor 280 Fans einen glatten 4:0-Erfolg für den SC Lahr gegen die Kinzigtäler. Hofstettens Keeper Daniel Lupfer hielt dabei sogar noch einen Foulelfmeter des zweifachen Torschützen Konstantin Fries.

Der Hofstetter Jannik Schwörer musste gegen Denzlingen verletzt vom Platz. Für Nico Obert wäre der Einsatz zu früh gekommen, weshalb man nun spekulieren kann, ob er auf der Bank sitzt oder nochmals zur Sicherheit pausiert.