Da steht er, mit halbem Geweih: der Hirsch vor dem Würzbacher Bauerntheater. Foto: Stöß

So ein Hirsch hat es nicht leicht. Zumindest, wenn er in Würzbach haust und aus Bronze gegossen als Blickfang dient.

Oberreichenbach - Es ist noch gar nicht lange her, da wurde die bekannte Statue weg vom Würzbacher Bauerntheater in den Kreisel entführt – und das, obwohl sogar Verkehrsminister Winfried Hermann vor Jahren des Hirsches wegen an den Kreisel gekommen war, um festzustellen, dass er als Gefahrenpunkt im Kreisel eingestuft werden muss. Nun ereilte den Paarhufer ein neues Schicksal. Eine unbekannte Person brach ihm das linke Geweih ab.

Beim Fotoshooting zu stark am Geweih gerissen?

"Es muss eben erst passiert sein", so Besitzer Wolfgang Pfrommer vom Würzbacher Bauerntheater auf telefonische Nachfrage des Schwarzwälder Boten. Pfrommer wusste nichts von dem Unglück. Er eilte sofort an den "Tatort". Seine Einschätzung: "Der Hirsch ist ein bekanntes Fotomodell. Neben und auf ihm posieren Hochzeitspaare wie auch kleine Kinder für das perfekte Bild." Pfrommers Vermutung aufgrund der vorliegenden Spuren: "Bei einem Fotoshooting muss jemand zu stark an dem Geweih gerissen haben." Immerhin hat der "Täter" das Teil ordentlich zu Füßen der stattlichen Statue drapiert. "Wären es irgendwelche böswillige Randalen gewesen, hätten sie das Geweih irgendwo im nahen Wald entsorgt", so der Ehrenvorsitzende des Bauerntheaters.

Übrigens: Pfrommer wüsste, wie ein Mensch mit einem schlechten Gewissen Buße tun könnte: "Eine kleine anonyme Spende würde helfen."