Die Würth-Zentrale in Künzelsau. Foto: dpa

Eigentlich wollte der Handelskonzern Würth beim Umsatz 2013 erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke knacken - das Ziel scheiterte jedoch gleich an mehreren Stolpersteinen. 2014 will der Schraubenhändler aber liefern.

Eigentlich wollte der Handelskonzern Würth beim Umsatz 2013 erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke knacken - das Ziel scheiterte jedoch gleich an mehreren Stolpersteinen. 2014 will der Schraubenhändler aber liefern.

Künzelsau - Der für seine Schrauben bekannte Handelskonzern Würth hat sein Umsatzziel im vergangenen Jahr wegen Problemen in Südeuropa und dem Verkauf seiner Solarsparte verfehlt. Wie das Unternehmen am Freitag in Künzelsau (Hohenlohekreis) mitteilte, gingen die Erlöse nach vorläufigen Zahlen um 2,4 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zurück.

Grund ist den Angaben zufolge vor allem die lahmende Wirtschaft in Südeuropa. Zudem fehlte der Umsatz der Solarsparte, von der sich Würth getrennt hatte. Rechnet man die aufgegebenen Solaraktivitäten heraus, hätten die Erlöse im Vergleich zu 2012 nahezu stagniert.

Beim operativen Ergebnis rechnet Würth 2013 allerdings mit einem Anstieg von 415 Millionen Euro im Vorjahr auf 440 bis 450 Millionen Euro. Grund dafür seien auch eingeleitete Sparmaßnahmen, sagte der Sprecher der Konzernführung, Robert Friedmann.

Würth habe zuletzt etwa freiwerdende Stellen nicht nachbesetzt oder bei den Sachkosten gespart. Die Zahl der Mitarbeiter war zuletzt im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 63.571 gesunken.

„Die Trendwende hat im Herbst eingesetzt“, sagte Friedmann. Seitdem stiegen die Umsätze wieder und auch die südeuropäischen Märkte hätten sich größtenteils erholt.

Um das Geschäft anzukurbeln, will Würth vor allem im Außendienst neue Mitarbeiter einstellen. Hinzu kommt der Ausbau des Online-Geschäfts. Der Umsatzanteil im Internet soll den Angaben zufolge in den kommenden fünf Jahren von 10 auf 30 Prozent steigen.

Im laufenden Jahr will der Konzern dann auch die angestrebte Umsatzmarke knacken. Das Betriebsergebnis soll dann bei mehr als 500 Millionen Euro liegen.

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