Wieder mehr Miteinander und Geselligkeit, das erhoffen sich viele Menschen in Blumberg für das neue Jahr 2022. Foto: Pixabay

Mit einigen Hoffnungen und gesundem Optimismus sehen die Blumberger dem neuen Jahr 2022 entgegen. Trotz der Pandemie überwiegt das Positive und die Menschen schauen mit Zuversicht nach vorne. Alle wünschen sich die Normalität zurück.

Blumberg - Impfen ist für den Großteil absolute Pflicht, um wieder einem geregelten Alttag nachgehen zu können. Das vielseitige Blumberger Vereinsleben mit den sozialen Banden wird besonders von vielen vermisst und die zahlreichen Ehrenamtler sehnen sich nach ihren gemeinsamen Aktivitäten zurück. Schwer trifft es auch den Einzelhandel und die Gastronomie. Bei unserer Umfrage steht vor allem Gesundheit an erster Stelle.

Stadtkapelle vermisst die Bühne

Der Vorsitzende der Stadtkapelle Blumberg, Andreas Kuntz, will mit seinen Musikern endlich wieder einmal auf einer Bühne stehen. "Wir konnten fast zwei Jahre nicht auftreten und mussten uns auf nur wenige Proben beschränken", zieht der 49-jährige Vertriebsleiter aus Blumberg eine nüchterne Bilanz. "Wir hoffen auf unser Frühjahrskonzert", schaut er mit leichtem Optimismus nach vorne.

Zu ruhig in der DRK-Kleiderkammer

Für die 68-jährige Leiterin der Rotkreuz-Kleiderkammer, Sigrid Gillmann, ist ein regelmäßiger Betrieb in ihren Räumlichkeit ab Mitte Januar einer der größten Wünsche. "Auf Grund von 2G ist es zuletzt schleppend verlaufen. Wir wollen am 11. Januar wieder öffnen, es kann nur besser werden", ist ihr Blick nach vorne gerichtet.

Der 74-jährige Pensionär und ehemalig Radio- und Fernsehtechniker Robert Damm appelliert an die Impflicht aller Bürger. "Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach bringt hier neuen Schwung hinein", setzt er auf die Maßnahmen der Politik. Er hofft, dass er mit seinen Sportkameraden der "Alten Herren" das Fußballtraining in der Halle bald wieder aufnehmen kann.

Schritt in die Selbstständigkeit gewagt

Die 50-jährige Claudia Ponzetta wagte im November mit der Eröffnung ihres Geschenkladen "Claudi’s Lädele" trotz Corona den Schritt in die Selbstständigkeit. Sie hofft, dass ihr Mut belohnt wird. Als bewährte Kraft am Kiosk der Sauschwänzlebahn will sie sich an den Wochenenden weiterhin einbringen.

Die Friseurmeisterin Alexandra Lang hofft dass ihr Geschäft 2022 immer offen bleibt. "Wir mussten 2021 gleich zweimal schließen. Seit Dezember geht es wieder aufwärts", strahlt sie nach achtjähriger Selbstständigkeit weiterhin Zuversicht aus.

"Auf alle Verlass"

Für den 54-jährigen Einrichter und Vorsitzenden der Blumberger Schützengesellschaft, Jörg Spada, ist in der Gesellschaft ein großer Zusammenhalt zu verspüren. "Wir sind in unserem Verein ein Topteam und zuletzt war auf alle Verlass. Mit diesem Teamgeist wollen wir auch in das Jahr 2022 starten", fühlt sich der Fützener in seinem Verein besonders im Schützenhaus am Nordwerk immer gut aufgehoben.

Wieder an die grünen Platten

Das sie bald wieder ihren Sport ausüben können, wünscht sich auch die zweite Vorsitzende des TTC Blumberg, Verena Basler. Die 32-jährige Controllerin ist bereits seit 20 Jahren in ihrem Verein engagiert. Sie hofft, dass an den grünen Platten bald wieder Leben herrscht. "Wir leben von einem tollen Zusammenhalt, und bei uns herrscht immer gute Laune", will sie das Miteinander in ihrem Verein nicht missen.

Der 54-jährige CNC-Dreher und langjährige Cheftrainer des Boxsportverein Blumberg, Michael Schäfer, hofft, dass im BSV-Vereinsheim Boxerpoint ebenfalls bald wieder das Training aufgenommen werden kann. Er selbst hofft auf ein normales Jahr. Mit seiner Harley um den Bodensee und durch den Schwarzwald zu fahren sind seine privaten Wünsche.

Peter Gilly: mehr Miteinander

"Wir können nur alle zusammen die Krise bewältigen. Ich wünsche mir mehr Miteinander als ein Gegeneinander" – der 74-jährige Rentner Peter Gilly aus Hondingen vertritt einen klaren Standpunkt. Seit 14 Jahren ist er für den mobilen Mittagstisch beim Roten Kreuz verantwortlich. "Dieser hat auch in der Corona-Zeit immer funktioniert", zieht er ein gutes Fazit. Mit seiner Tochter Nadja betreibt er seit acht Jahren das Clubheim des SV Hondingen. Er hofft, dass es dort 2022 unter bekannten Auflagen, normal weiter läuft.

Für den 21-jährigen Studenten der Gesundheitswissenschaft, Fabian Müller, ist der Sport wichtig. Er kehrt zur Rückrunde vom Verbandsligisten DJK Donaueschingen zu seinem Heimatverein der SG Riedböhringen/Fützen zurück und will dort mit seinen Mannschaftskollegen einiges bewegen. "Der Klassenerhalt in der Bezirksliga ist unser Wunsch", gib er ein klares Ziel aus.

Endliche wieder eine Runde zu Ende spielen

Klare Vorstellungen hat auch der 49-jährige Industriemechaniker Jürgen Frank aus Fützen. Der Trainer der SG Riedöschingen/Hondingen hofft, dass er mit seinem Spitzenteam in seinem dritten Jahr endlich eine Runde zu Ende spielen kann. Dazu gehören wieder gemeinsamen Fahrten mit dem Bayern Fanclub "Baar-Power" in die Allianz Arena zu seinen Wünschen.

Für den Trainer des TuS Blumberg, Frank Berrer, stehen die persönlichen Hoffnungen auf eine gewisse Normalität im Vordergrund. Der 50-jährge Grenzschutzbeamte will mit seiner Mannschaft zum Saisonende einen der ersten beiden Plätze belegen. "Es muss alles daran gesetzt werden, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann", erwartet er vom Verband und der Politik klare Entscheidungen.