Frauen kommen ins Gespräch und werken. Foto: Hannah Kindler

Für eine Kunstaktion im Weiler Kesselhaus zum Internationalen Tag der Frau gibt es noch freie Plätze.

Unter dem Titel „Geschichten spinnen, Fäden sticken, Bande knüpfen“ findet am Donnerstag, 5. März, von 18 bis 20 Uhr findet im Kulturzentrum Kesselhaus ein zweistündiger künstlerisch-performativer Workshop zum Weltfrauentag statt.

 

Das Format schafft einen offenen Raum für Erinnerung, Austausch und gemeinsame Praxis und verbindet Input, Gespräch, körperbezogene performative Übungen und textilkünstlerisches Arbeiten, heißt es in der Ankündigung.

Ausgehend von historischen Beispielen weiblicher Solidarität, von weiblich geprägten Wissensformen und Mythen werden Textpassagen gelesen und gemeinsam reflektiert.

Im Fokus stehen dabei Fragen danach, wie Wissen weitergegeben, geteilt und bewahrt wurde – jenseits offizieller Geschichtsschreibung.

Aufmerksamkeit, Beziehung, Fürsorge

Körperbezogene, performative Übungen unterstützen das Ankommen im Raum und schärfen die Wahrnehmung für Aufmerksamkeit, Beziehung und gegenseitige Fürsorge.

Parallel entsteht in einem offenen, kollektiven Prozess ein textiles Arbeiten als Form von Wissensaufschreibung. Textile Praxis wird dabei als historisch weiblich konnotierte Wissensform verstanden – als ein Medium, in dem Erfahrung, Erinnerung und Bedeutung eingeschrieben, weitergetragen und transformiert werden können. Diskursives Nachdenken, Erzählen und praktisches Handeln sind dabei nicht getrennt, sondern bedingen und ergänzen sich gegenseitig.

Textile Praxis als weibliche Wissensform

Der Workshop ist als Safe Space für Frauen konzipiert, steht jedoch allen Interessierten offen, die sich mit Fragen von Solidarität, Fürsorge, Geschichte und weiblicher Sichtbarkeit auseinandersetzen möchten, lassen die Veranstalter wissen.

Das Projekt wird von Hannah Kindler, Katarina Strasser und Katharina Wenk, Mitgliedern des Künstlerinnenkollektivs M.A.R.S. – Maternal Artistic Research Studio geleitet, heißt es in der Mitteilung.

Der Workshop: Die Veranstaltung richtet sich an Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds. Eingeladen sind alle, die sich für Solidarität, Fürsorge, feministische Perspektiven und kollektive Wissensformen interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Es handelt sich um eine Veranstaltung des Museum Weiler Textilgeschichte, das sich damit am Rahmenprogramm des Landkreises Lörrachs zum Weltfrauentag beteiligt. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an museen@weil-am-rhein.de

Das Museum Weiler Textilgeschichte öffnet zudem an diesem Donnerstag um 17.30 Uhr für Interessierte. Dort kann die aktuelle Sonderausstellung „Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten und Puppen“ besucht werden.