Der Bundestagsabgeordnete Klaus Mack (CDU) hat das Unternehmen Woodward L’Orange in Glatten besucht. Standortleiter Ralph Wilding konnte dem Unionspolitiker dabei berichten, wie erfolgreich die Geschäfte gerade laufen.
Unweigerlich rücken aktuell die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA in den Fokus – auch für den CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Mack aus dem Wahlkreis Calw/Freudenstadt, heißt es in einer Pressemitteilung seines Büros.
„Der transatlantische Handel ist für uns und die USA von zentraler Bedeutung. Hohe Zölle sind dafür eine enorme Belastung. In Europa müssen wir kluge Antworten finden, um unsere Interessen zu wahren“, so Mack.
Wie eng die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und den USA sind, zeigt sich auch in Macks Wahlkreis. In Glatten befindet sich die Hauptproduktionsstätte des deutsch-amerikanischen Unternehmens Woodward L’Orange, das auf die Entwicklung und Produktion von Einspritzsystemen für Großdieselmotoren spezialisiert ist.
Entwicklung abwarten
Diese Motoren kommen in Schiffen, Notstromaggregaten, Kraftwerken, Lokomotiven und Schwerfahrzeugen zum Einsatz. „Ein absoluter Wachstumsmarkt“, sagt Standortleiter Ralph Wilding.
Die handelspolitischen Entwicklungen müsse man abwarten. „Für uns steht im Fokus, dass wir die hohe Kundennachfrage bedienen können“, sagt er und berichtet von kürzlich erfolgreichen Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerbeaufsicht, die für die insgesamt 1250 Mitarbeiter die Möglichkeit zur Wochenendarbeit schaffen – ein Novum in der über 90-jährigen Geschichte des Unternehmens, das auch Standorte in Stuttgart-Zuffenhausen und Wolfratshausen betreibt.
„Dieser Schritt ist nötig, auch um unsere Bemühungen bei der Entwicklung eines Methanolmotors für die Schifffahrt und damit deren Dekarbonisierung voranzubringen“, sagt Dietmar Hermann, Vice President Operations.
Wie der Markt, so wächst auch das Werk in Glatten, heißt es in der Mitteilung. Derzeit entsteht eine Erweiterung mit einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern. Der Bau, der von zahlreichen regionalen Unternehmen ausgeführt wird, soll etwa zehn Millionen Euro kosten und Ende November bezugsfertig sein.
Neue Arbeitsplätze
„Wir setzen auf Automatisierung und schaffen zugleich 90 zusätzliche Arbeitsplätze“, sagt HR-Direktor Bettina Wittendorfer. Der Abgeordnete Mack sieht darin einen echten Gewinn für die gesamte Region: „Die Produktionserweiterung ist ein klares Bekenntnis zum Standort.“
Das Unternehmen unterstreicht das auch durch die Beteiligung am Nahwärmenetz der Gemeinde Glatten, wie es in der Mitteilung heißt. Woodward L’Orange fungiert sowohl als Kunde als auch als Lieferant der Produktionsabwärme. Aktuell wird in der Nähe die Heizzentrale gebaut.
„Für unser Nahwärmeprojekt haben wir bereits 144 Vorverträge abgeschlossen. Ohne die industrielle Abwärme wäre es jedoch aufgrund der schwierigen Topografie in dieser Form nicht möglich“, erklärt Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer.
Ökonomischer Glücksgriff
Auch der Abgeordnete Mack sieht darin sowohl ökologisch als auch ökonomisch einen echten Glücksgriff: „Ein Nahwärmenetz trägt zur Reduktion der CO2-Emissionen bei und fördert eine nachhaltige Energieversorgung. Durch die Integration von Unternehmen wie Woodward L’Orange wird die Effizienz und Reichweite deutlich gesteigert.“