Hier gibt es stets aktuelle Informationen zu Wolterdingen: Die erste Ortschaftsratssitzung des Jahres ist gut besucht. Foto: Anita Reichart

Die erste Ortschaftsratssitzung des Jahres bringt zentrale Themen auf den Tisch – vom Baugebiet bis zur Grundschule.

„Trotz der nicht mehr so rosigen Lage glaube ich, man kann in Donaueschingen gut leben, und der Gemeinderat steht zu seinen Ortsteilen." Das sagte Oberbürgermeister Erik Pauly bei der Erste Gmond, der ersten Ortschaftsratssitzung des Jahres in Wolterdingen.

 

Dabei sei das Engagement entscheidend. „Man lebt so, wie man es sich macht. Ich glaube, Wolterdingen macht es sich gut“, lobte der OB die Bürgerschaft aus dem größten Stadtteil, bei der ersten Bürgerversammlung des Jahres.

Im Beisein von 80 interessierten Zuhörern, einer erfreulichen Zahl, warf Ortsvorsteherin Angela Giesin einen Blick zurück und skizzierte die Vorhaben für 2026. An vorderster Stelle stand im vergangenen Jahr ohne Frage das überwältigende Dorfjubiläum 1250 Jahre Wolterdingen.

„Es war für mich überraschend, dass so viele Bürger zum Gelingen beigetragen haben und dass wir so toll Gemeinschaft können“, freut sie sich auch noch im Nachhinein. Ebenfalls stellte sie kurz den Nachfolger für Revierförster Hans-Peter Fesenmeyer vor. Es ist sein Sohn Simon.

Künftige keine Sprechstunde mehr

Die einmal im Monat angebotene Sprechstunde im Wolterdinger Rathaus wird es künftig mangels Resonanz nicht mehr geben.

2026 wird auf jeden Fall eine Machbarkeitsstudie für die Grundschule erstellt werden, was schon Jahre geschoben wurde, gab die Ortsvorsteherin bekannt. Weiter werden im katholischen Kindergarten Maria Frieden der untere Flurraum gefliest, die vier Blumenkübel auf dem Friedhof abgebaut und Blumenrabatte angelegt. Die Sandkästen auf den beiden Spielplätzen in der Siedlung und Auf der Breite werden beschattet.

Hoffnung auf baldigen Baustart

Auch mit der schon zwei Mal geschobenen Erschließung des fünften Bauabschnitts im Gebiet An der Tannheimer Straße könne wohl bald begonnen werden. Man sei zwar noch in Verhandlung mit der Kirche, aber diese seien bald abgeschlossen.

In diesem Zusammenhang meldete sich Gemeinderatsmitglied Achim Durler zu Wort. „Man muss den Leuten in der heutigen Zeit das Bauen etwas schmackhaft machen, wie zum Beispiel die Traufhöhe im Bebauungsplan anpassen“.

Klausurtagung steht an

Im Februar oder März plant der Ortschaftsrat im Rahmen einer Klausurtagung, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die neu gewonnene Dorfgemeinschaft noch mehr stärken könnte. Denn sie soll so lebendig bleiben, wie sie derzeit ist. Und in den nächsten Wochen soll auch die Nachbarschaftshilfe auf den Weg gebracht werden. „Es wäre schön, wenn hierbei viele mithelfen und unterstützen würden“, hofft Giesin.

Oberbürgermeister Erik Pauly informierte über die aktuelle Situation in der Kernstadt, und musste auch Rede und Antwort stehen, was Wolterdingens Belange betrifft.

Michael Demond sprach die saftige Wassergebührenerhöhung an, doch daran ließe sich nichts ändern, so OB Pauly.

Frage zum Winterdienst

Über den neuen Winterdienstbetreiber im Ort – eine Firma aus Mundelfingen – zeigte sich Egidius Dagn verwundert. Man hätte doch Einheimische fragen können, meint er. Interessierte mögen sich doch bei der Ortsverwaltung melden, rät der OB.

Auch die Realisierung eines Radweges an der Landstraße entlang in die Kernstadt wurde vom stellvertretenden Ortsvorsteher Armin Maier ein weiteres Mal angesprochen. Der bestehende Weg führt über den Eichbuck durch den Wald, was abschrecke, und die Überquerung der Landstraße sei gefährlich.

Das Dorf in Zahlen

Einwohner
 Wolterdingen verliert leicht an Einwohnern. Ende Dezember lebten 1725 Menschen im Ort, was im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 23 Personen bedeutet. Zwölf Sterbefälle stehen 15 Geburten gegenüber. Vier Trauungen wurden vollzogen.

Weg- und Zuzüge
2025 waren 59 Zuzüge sowie 52 Wegzüge zu verbuchen. Darunter 29 Umzüge in die Kernstadt oder in andere Ortsteile, was ein Raunen unter den Anwesenden auslöste.