Wolfgang Hermann ist Anfang Dezember erneut als Hausacher Bürgermeister verpflichtet worden. Neben Dankesworten sprach er auch über die Dinge, die ihm in der Stadt wichtig sind.
Nun ist es offiziell: Bürgermeister Wolfgang Hermann ist im Rahmen einer Sitzung des Gemeinderats erneut für sein Amt verpflichtet worden. Seine zweite Amtszeit begann am 5. Dezember und schloss sich nahtlos an die erste Amtszeit von acht Jahren an.
Hermann war wie berichtet am 28. September als einziger Kandidat mit 1655 Stimmen und damit 97,9 Prozent wiedergewählt worden. Sein Stellvertreter Bernhard Kohmann nahm die Vereidigung und Verpflichtung vor und hängte Hermann seine Amtskette um. Einiges davon war Pflicht, anderes Kür. So erneuerte Hermann seinen Amtseid, obwohl er dazu rechtlich nicht verpflichtet wäre. „Aber doppelt kann ja nicht schaden“, sagte er dazu. „Das ist ein ganz besonderer Tag für mich, der mich mit großem Respekt und Dankbarkeit erfüllt. Ich freue mich über die Verantwortung, aber vor allem auch über das Vertrauen“, sagte er und betonte das, was für ihn Hausach ausmacht: „Das gemeinsame Miteinander.“
Das Miteinander liegt Hermann am Herzen
Damit habe er in der Vergangenheit schon viel bewegt – die Tartan-Bahn eingeweiht, die Kaplanei saniert, einen Naturkindergarten geschaffen und mehrere soziale Wohnbauprojekte realisiert. „Effizienz und Weitsicht sind unsere Stärken“, erklärte Hermann und will damit die weiteren Projekte wie den Neubau des Bauhofs, die Erneuerung einiger Brücken, den Glasfaser-Anschluss, die Sanierung der Schuldächer und den Hochwasserschutz angehen. „Wer die Zukunft gestalten will, braucht Mut im Kopf, Wärme im Herzen und starke Menschen an seiner Seite“, erklärte Hermann und dankte auch seiner Familie mit Ehefrau Nadine und ihren drei gemeinsamen Kindern, „die mehr auf mich verzichten müssen, als viele glauben“. Kohmann warf einen Blick zurück auf die Wahl vor acht Jahren, als „eigentlich schon eine gute Kandidatenzahl feststand und dann wurde die SPD-Fraktion in die Meistergasse gerufen und im Wohnzimmer der Salzmanns saß Wolfgang Hermann“.
Damals hatte Hermann drei Mitbewerber und setzte sich im zweiten Wahlgang durch. Inzwischen habe er einige Großprojekte auf den Weg gebracht, unter anderem die Sanierung der Graf-Heinrich-Schule und den Bau des Kinzigtalbads. Zwei unvorhersehbare große Krisen seien mit der Corona-Krise und dem Krieg in der Ukraine mit der damit einhergehenden Inflation in seine Amtszeit gefallen, aber Hermann sei ein „sehr ausgeglichener Mensch, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann“. Dennoch zeige er zum Wohle der Hausacher klare Kante und kämpfe, bis das Ergebnis wirklich für Hausach passt.
In seinem Rathaus ausnahmsweise selbst Gast zu sein, sei gewöhnungsbedürftig für ihn gewesen, gab Hermann zu. Bei den Planungen der Veranstaltung durfte er nicht viel mitreden und musste auf sein Rathausteam vertrauen. Das hatte auch mit der Musikerfamilie Öhler vom Sulgen als „Öhlala“ mit Geige, Bratsche und E-Piano ein wunderbares Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.
Die Vereidigung und Verpflichtung waren die einzigen Tagesordnungspunkte der Sitzung.
Wahl im September
Wolfgang Hermann war am 29. September wieder gewählt worden. Er bekam knapp 98 Prozent der Stimmen, die Wahlbeteiligung lag bei 38 Prozent.