Julia Buchholz hat die Geschichtensammlung "Verwunschene Welten" mitgeschrieben. Foto: Dorn

Julia Buchholz hat schon in ihrer Kindheit gerne Geschichten erzählt und aufgeschrieben. Nun hat die gelernte Buchhalterin ihre Fantasie in ihre erste Erzählung verpackt – mit teils autobiografischen Zügen in der Geschichte.

Wolfach. Mit der Geschichte "Der Wald der Geschichtenschreiber" hat die Wolfacherin Julia Buchholz ihr erstes Buch veröffentlicht, die Geschichte aus dem Genre "Urban Fantasy" erschien in der Anthologie "Verwunschene Welten" im Isegrim-Verlag. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten gibt die junge 23-jährige Autorin im Garten im heimischen Vor Langenbach Einblicke in ihr literarisches Hobby.

Schon in der Grundschule hatte die Wolfacherin ihren Eltern am liebsten selbstausgedachte kleine Geschichten erzählt, auch an der Journalismus-AG während ihrer Schulzeit an der Realschule Wolfach und später am Wirtschaftsgymnasium Hausach hat sie ihr Interesse für die Literatur und das Geschichtenschreiben weiter kultiviert und beispielsweise an Schreibwerkstätten beim Hausacher Leselenz teilgenommen. Nach dem Abitur stand dann erst einmal die Berufsausbildung im Vordergrund, die Inspiration für ihren Erstling hat Julia einem Wettbewerb im Internet entnommen.

Autorin liefert direkt die ganze Geschichte

Vor die Wahl gestellt, erst einmal "nur" einige Probeseiten einzuschicken oder innerhalb weniger Wochen gleich die ganze Geschichte zu liefern, entschied sich Julia für Letzteres: "Die Geschichte war in mir drin und musste raus." Auf knapp 60 Seiten Umfang kommt ihre Geschichte in der Textsammlung "Verwunschene Welten" zur Geltung, verbunden mit einem fantasievoll gestalteten blauen Einband (siehe Info).

Recht schnell nimmt die Handlung den Leser mit auf die Lichtung im Wald der Geschichtenschreiber, in dem die Zeit zwar nicht stehengeblieben ist, die Geschichtenschreiber es aber selbst in der Hand haben, ihr Schicksal durch kreatives Schreiben neu zu erzählen.

Dass mit dieser Macht behutsam umgegangen werden muss, entwickelt Buchholz entlang der romantischen Liebesgeschichte zwischen dem eher technisch geprägten Außenseiter Gerald und der jungen grünäugigen Geschichtenschreiberin Lisandra.

Gerald ist aus der Stadt in den Wald gezogen, um mit seiner Vergangenheit klarzukommen, Lisandra erliegt der Versuchung, mit besonderen Geschichten ihrem Freund diesen Prozess angenehmer zu gestalten, was die Beziehung der beiden auf eine schwere Bewährungsprobe stellt.

Ziel: Etwas Neues und Magisches schaffen

Mit Worten etwas Neues, ja Magisches zu schaffen, an diesem Punkt verschmelzen für die junge Autorin Fantasie und Realität, ein klein wenig Lisandra und vielleicht auch ein bisschen Gerald stecken in der Person der 23-Jährigen, die im beruflichen Alltag in der Buchhaltung eines großen Industriebetriebs tätig ist. "Ich schreibe leidenschaftlich gerne und freue mich, wenn ich mit ein paar netten Worten meinen Mitmenschen den Tag ein wenig verschönern kann", glaubt Buchholz an die Macht der Worte auch im täglichen Leben.

Über das Buch

Die Textsammlung "Verwunschene Welten" beinhaltet eine Geschichte der Wolfacherin Julia Buchholz. In "Der Wald der Geschichtenerzähler" ist der Wald das Zuhause der Geschichtenschreiber, die mit geschriebenen Worten Leben verändern können. Die Anthologie "Verwunschene Welten" ist im Isegrim Verlag erschienen, die ISBN lautet 978-3-95452-975-9.