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Wolfach Weitermachen, wenn es schwierig ist

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Sabine und Jürgen Prescher sind seit März die Vereinssprecher in Gutach.Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

In der Gemeinde Gutach spiegeln im Normalfall 31 Vereine das rege und facettenreiche dörfliche Miteinander wider. Das Epidemiejahr aber hat das Vereinsleben so gut wie zum Erliegen gebracht.

Gutach. Der Schwabo hat bei den örtlichen Vereinssprechern Sabine und Jürgen Prescher nachgefragt, wie sich die vergangenen Monate ausgewirkt haben und welche Perspektiven es gibt.

"Wir wurden im März in unsere Ämter gewählt und hatten eigentlich vor, im Laufe des Jahres allen Vereinen nach und nach einen Antrittsbesuch abzustatten", erklärt Jürgen Prescher. Aus dem Plan, sich gegenseitig kennenzulernen, an den Versammlungen teilzunehmen und Termine miteinander zu vereinbaren, sei aufgrund Corona nichts geworden. "Der erste und einzige offizielle Auftritt war im Oktober bei den Landfrauen, als Bärbel Wöhrle verabschiedet wurde" stellte Sabine Prescher fest.

Einziger Auftritt bisher war bei den Landfrauen

Dem Ehepaar ist es ein großes Anliegen, dass das aktive Gutacher Vereinsleben bewahrt wird. Im kommenden Jahr wollen sie verschiedenen Vereinen eine Visite abstatten – wenn nötig, unter Corona-Auflagen. "Uns ist es wichtig, Interesse zu zeigen und dazu zu ermutigen, weiterzumachen, auch wenn es schwierig ist", sind sich beide einig.

An Herausforderungen werde es nicht mangeln. Da sind zum einen Veranstaltungen, die von langer Hand vorbereitet werden müssen, für die Genehmigungen und Versicherungen erforderlich sind. Das koste Geld und die Vereinskassen seien derzeit eh nicht üppig, weil so viele Einnahmequellen weggefallen sind dieses Jahr.

Die Vereinswelt der Bollenhutgemeinde ist ein bunter Strauß aus unter anderem Kultur, Brauchtum, Sozialem und Sport. "Gutach hat einen Bürgermeister, der sehr stolz ist auf das örtliche rege Vereinsleben und er unterstützt es, wo es möglich ist", meint Jürgen Prescher.

Beim jährlichen Neubürgerempfang etwa werden auch die Vereine vorgestellt und so mancher "Zugezogene" finde eine Vereinigung, die mit den eigenen Interessen übereinstimme.

Die beiden Vereinssprecher selbst wirken aktiv beim TuS Gutach mit. Sabine Prescher, die als Krankenschwester arbeitet und schon geraume Zeit stark im Beruf gefordert ist, ist Übungsleiterin der Mädchenriege in der Kategorie ab Klasse fünf. Ihr tut es "arg leid für meine Mädchen", dass so gar nichts läuft.

Ehemann Jürgen übernimmt normalerweise in der Winterperiode die Skigymnastik zusammen mit drei weiteren Trainern. "Der TuS hat ja momentan alles komplett eingestellt und keiner weiß, wie es nach dem 10. Januar weitergeht", kann er die Frage nach einer Perspektive nicht so recht beantworten. Trotz aller Widrigkeiten sei ein Winterprogramm der Skiabteilung des TuS aufgelegt worden. "Schneeschuhwandern und Langlauf-Kurse können theoretisch stattfinden, denn die Abstände können eingehalten werden und wir sind ja an der frischen Luft", hofft Prescher darauf, dass zumindest das reduzierte Sportprogramm durchgeführt werden kann.

Betrieb bei vielen Gruppierungen ruht

Die Probleme des TuS können als Beispiel für die aller Vereine gesehen werden. Sie sind jeweils anders gelagert beim Radsportverein, dem Akkordeon-Orchester, der Trachtenkapelle, dem Kunstverein Hasemann-Liebich oder den Bühlersteiner Hexen, um nur einige zu nennen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Viele Veranstaltungen in der Gemeinde wären ohne sie gar nicht umsetzbar.

Sabine und Jürgen Prescher wohnen seit 2002 in Gutach und haben zwei Kinder. Nur wenige Monate, nachdem sie vor 18 Jahren nach Gutach gezogen waren, sind beide in den TuS Gutach eingetreten. Die Gutacher Vereinsvertreter hatten im Frühjahr das Paar einstimmig zu den Nachfolgern von Werner Hillmann als Vereinssprecher gewählt.

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