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Wolfach Von Beutelsend geht’s zum Broadway

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Die Jugendkapelle spielte die schönsten Melodien aus der gemeinsamen Zeit mit Dirigent Jo Riester. Foto: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem auf hohem Niveau gespielten Herbstkonzert haben sich die Musiker der Wolfacher Jugendkapelle am Samstag in der Festhalle von ihrem Publikum verabschiedet. Das Programm haben die Musiker weitestgehend selbst zusammengestellt.

Wolfach. Jugendleiter Daniel Schmidt eröffnete das Konzert mit dem Versprechen, dass nach diesem Abend die Jungen die neuen jungen Alten und die ganz Jungen die Neuen der Jungen der Alten sein werden. Zum Generationswechsel hatte sich die gut 50 Musiker starke Jugendkapelle ihr Programm aus den schönsten Melodien der gemeinsamen Zeit mit Dirigent Jo Riester selbst zusammengestellt.

James Curnows olympische Fanfare eröffnete den Konzertabend. Führende Trompeten, trillernde Holzbläser und ein gekonntes Spiel mit der Dynamik zeigten in nur vier Minuten alle Facetten des Ensemblespiels. Mit dem neu einstudierten "River of Life" entführte die Kapelle das Publikum auf den Campus einer typischen US-amerikanischen High-School und damit in die Heimat des Bläserklassen-Konzepts in der Jugendausbildung – ein Vorbild auch für die musikalische Ausbildung in Deutschland. Zwischen Röhrenglocken und Glockenspiel arbeiteten Klarinetten- und Flötenregister fein das Thema heraus.

Einmal die Filmmusik zur Herr-der-Ringe-Trilogie zu spielen rangiert auf der Wunschliste junger Musiker sicher ganz weit oben – und so durfte die Reise ins Auenland beim Abschiedskonzert nicht fehlen. Von Beutelsend ging es weiter zum Broadway und zu den unsterblichen Musical-Melodien aus der Feder von Baron Andrew Lloyd-Webber. Zu "Jesus Christ Superstar" holten die Saxofone alles an Dynamik heraus, was im beschaulichen Auenland unpassend erschienen wäre. Zu "Evita" schmolzen die Trompeten wie eh und je und bei den "Memories" kannte die Jugendkapelle kein Halten mehr.

Großer Applaus begleitet in die Pause

Mit schwierigen Akkordfolgen ging es auf dem "Camino Real" von Alfred Reed begleitet vom großen Applaus des fachkundigen Publikums in die Pause.

Aus dieser kehrte die Kapelle mit frischem Schwung und der neu einstudierten Filmmusik zu "Robin Hood" zurück. Da Bryan Adams wenige Tage nach seinem 60. Geburtstag am Samstagabend leider verhindert war, beschritten die Saxofone den von den Holzbläsern wunderbar gelegten Klangteppich. "Jurassic Park" und "Fluch der Karibik" setzten die Reihe der Filmmusiken fort.

Das berühmte Piraten-Motiv "daa-daa-dat-dat-dat-dadaa" dürfte den musikalischen Nachwuchs über viele Jahre begleitet haben. Für ihr letztes Konzert wagten sich die Wolfacher Piraten "Bis ans Ende der Welt" und damit in die musikalische Oberstufe. Deutlich waren "Bravo"-Rufe im Publikum zu vernehmen.

Die Noten zum Michael-Jackson-Medley hatten den Moderatoren Valentin und Sebastian Kopp zufolge tapfer allen Ausmist-Aktionen aus der Notenmappe widerstanden. Der Verve, mit dem an der Tuba und der Posaune zu "Bad" oder "Man in the Mirror" zu Werke gegangen wurde, zeigte, dass der "King of Pop" in Wolfach zurecht nicht aussortiert worden war.

Mit den "Blues Brothers" endete nach zwei Stunden das offizielle Programm. Die Zuhörer ließen die Jugendkapelle aber nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne gehen. Den Marsch "Hoch Badnerland" dirigierte Jo Rieser dann schon mit dem SC-Freiburg-Schal, den ihm seine Kapelle nebst zwei Eintrittskarten als Dankeschön für die gemeinsame Zeit überreicht hatte.

Mit dem Herbstkonzert verabschiedete sich die Jugendkapelle für die kommenden Jahre von ihrem Publikum. Knapp 80 bis 85 Prozent der "Jung"-Musiker werden die Jugendkapelle verlassen (wir haben berichtet). In Zukunft wird sich Riester verstärkt dem "Vororchester" widmen. Mit kleineren Auftritten im Sommer vor dem Rathaus, im Schlosshof oder einem Vorspiel im Alten Bahnhof wird Riester aus dem gemeinsamen Vororchester eine neue, gemeinsame Wolfacher Jugendkapelle aufbauen.

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