Abschied: Günter Rauber geht in den Ruhestand / 30 Jahre lang das Gesicht der Sparkasse geprägt

In feierlichem Rahmen hat die Sparkasse Wolfach Günter Rauber nach 30-jähriger Vorstandstätigkeit in den Ruhestand verabschiedet. Namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft waren dazu in die Oberwolfacher Festhalle gekommen.

Wolfach/Oberwolfach. "In seinem beruflichen Umfeld hat er nicht nur gearbeitet, sondern gelebt", sagte der Wolfacher Bürgermeister Thomas Geppert. 25 Jahre lang habe er für Verlässlichkeit und Beständigkeit gestanden. Geppert hob besonders die Kommunikation auf Augenhöhe hervor – sowohl in der kommunalen Zusammenarbeit als auch mit Kunden. "Die erfolgreiche Entwicklung trägt Ihre Handschrift", sagte er.

Dem stimmte auch Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, zu. "Mit Ihnen geht der dienstälteste Vorstandsvorsitzende Baden-Württembergs jetzt in die ›Ehrenloge‹", betonte er. In den vergangenen drei Jahrzehnten habe sich die Sparkasse Wolfach unter Rauber strukturell und wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Dass das Haus heute so gut dastehe, hänge auch stark mit dem Mann an der Spitze zusammen, sagte er. "Sie haben sich vom Stift bis zum Vorstandsvorsitzenden hoch gearbeitet", betonte er. In all den Jahre habe er Rauber dabei als äußerst kollegialen und fähigen Mitarbeiter kennengelernt. Für sein Engagement überreichte er Rauber die Große Sparkassen-Medaille in Gold.

"Es ist wertvoll, wenn am anderen Ende des Tischs kein Gegner, sondern ein Partner sitzt", beschrieb Jan Hellfritz, Geschäftsführer des Gengenbacher Hotelausstatters Aliseo, die Zusammenarbeit aus unternehmerischer Sicht. Mitarbeitervertreter Hans-Eberhard Rök stellte das kollegiale Miteinander in den Mittelpunkt. "Wir können heute selbstbewusst auf eine kleine, aber feine Sparkasse schauen", sagte er. Auch Vorstandsmitglied Alexander Thau betonte das Engagement Raubers. Er habe durch Worte und Entscheidungen den Weg vorgegeben, sagte er. "Und du bist und bleibst ein Vorbild", so Thau.

Im Anschluss an die Grußworte übernahm Rauber das Mikrofon, um seinerseits einige Dankesworte an seine langjährigen Weggefährten und die Gäste zu richten. Er sei oft gefragt worden, ob er sich auf den neuen Lebensabschnitt freue. "Eigentlich bin ich froh, nach drei Jahrzehnten die Verantwortung abgeben zu können", sagte er mit einem Lächeln. Wehmut treffe es schon eher. Aber auch Respekt davor, was die Zukunft bereithalte.

Kollegiales Miteinander stets auf Augenhöhe

"Als ich meine Ausbildung begann, hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mal in solch einem Rahmen verabschiedet werde", sagte er. Mit 33 Jahren sei er einer der jüngsten Vorstände gewesen – und nicht wenige hätten Zweifel gehabt. Dabei hätten seine beruflichen Pläne eigentlich anders ausgesehen. "Aber es hat sich überraschend eine Tür geöffnet – und heute ist es fast auf den Tag 30 Jahre her, dass ich die Bewerbung abgegeben habe", blickte er auf seine beruflichen Anfänge zurück. Sein Engagement sei stets mit dem Ziel verbunden gewesen, am Ende seiner Laufbahn eine gut aufgestellte Sparkasse zu übergeben.

"Nun gehe ich von Bord", sagte er und richtete das Wort an seinen Nachfolger Axel Fahner. Jetzt habe er die Verantwortung, das Schiff auf Kurs zu halten. Er dankte allen Kunden für ihr Vertrauen und richtete auch einige persönliche Worte an Kollegen und Weggefährten. "Macht’s gut und auf Wiedersehen", sagte er am Ende. Für sein Engagement gab es von den Gästen stehende Ovationen.

Er freue sich auf die neue Aufgabe, betonte im Anschluss Axel Fahner. In den vergangenen Wochen habe er bereits Einblicke in aktuelle Themen erhalten und Kunden kennengelernt. "Ich freue mich, diesen Kontakt zu intensivieren", sagte er und betonte, dass es in den vergangenen Jahren gelungen sei, ein großes Vertrauen aufzubauen.

Für den musikalischen Rahmen während der Feier sorgte das Trio Arundo aus Oberkirch.

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