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Wolfach Volksbank sieht sich auf Erfolgskurs

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Oliver Broghammer (links) und Martin Heinzmann stellten die Bilanz für das Jahr 2019 vor. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

"2019 haben wir an die Erfolgsgeschichte angeknüpft, 2020 stellt uns vor ungeahnte Herausforderungen" – so hat Volksbank-Vorstand Martin Heinzmann die Zahlen umschrieben. Er stellte mit Oliver Broghammer die Bilanz für 2019 vor.

Wolfach. Ursprünglich habe die Volksbank Mittlerer Schwarzwald die Bilanz bereits im März vorstellen wollen – Corona habe ihnen aber immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht, so Heinzmann bei der Vorstellung der Bilanz in der Wolfacher Zentrale.

Trotz schwieriger Bedingungen ein gutes Ergebnis geschafft

Die Vertreterversammlung, die erstmals rein schriftlich tagte, habe das Ergebnis bereits gebilligt und der Ausschüttung der Dividende in Höhe von 4,5 Prozent zugestimmt. Nun sei an der Zeit, zu zeigen, wo man stehe.

Knapp 73 000 Einwohner hat das Geschäftsgebiet, davon seien 56400 Kunden und wiederum rund 33 000 Mitglieder, berichtet Broghammer. "Das zeigt, wir verfügen nach wie vor über eine hohe Marktdurchdringung"›, sagte er. Die Volksbank habe ihre Bilanzsumme in 2019 um 5,5 Prozent steigern können – von rund 1,21 Milliarden Euro auf rund 1,29 Milliarden Euro. Damit liegt sie sogar über dem Durchschnitt des Baden Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) mit 5,4 Prozent.

Das Kundenkreditvolumen sei um 7,3 Prozent gestiegen und liege nun bei 979 Millionen Euro – und damit hoch über dem Verbandsdurchschnitt. Das Kundeneinlagevolumen ist um 6,6 Prozent auf 942,8 Millionen Euro gestiegen, das Wachstum der Kundenanlagen mit 8,4 Prozent sehr hoch. Auch die Ertragslage sei sehr zufriedenstellend.

Mit Blick auf die Zahlen sei die Volksbank Mittlerer Schwarzwald in fast allen Bereichen identisch wie der BWGV gewachsen. "Trotz der Bedingungen haben wir ein tolles Ergebnis geschafft", so Broghammer. Die geforderte Eigenkapitalquote wurde mit 17,45 Prozent erfüllt und liegt damit weit über den Forderungen von "Basel III". "Ein gutes Polster, auf dem sich beruhigt schlafen lässt", sagte Broghammer. Das Betriebsergebnis vor Steuern lag bei rund 8,7 Millionen Euro. Im Bezug auf die Bilanzsumme macht das 0,74 Prozent aus (BWGV: 0,87 Prozent).

Auch im Bereich Personalmanagement stehe die Volksbank gut da mit insgesamt 234 Mitarbeitern – vom Kundenbetreuer bis zur Reinigungskraft. Im Bereich Teilzeit liege die Quote mit 68 Mitarbeitern sehr hoch, so Broghammer weiter. Es zeichne sich aber ab, dass es zunehmend schwerer werde, Fachkräfte zu finden. Darum setzte die Volksbank auf Eigengewächse: 2019 waren es neun Auszubildende, Ziel seien 15.

Zuversichtlich, auch im Jahr 2020 ein gutes Ergebnis abzuliefern

Martin Heinzmann wagte anschließend einen Ausblick auf das Jahr 2020. Das sei geprägt durch Corona. "Die Pandemie stellt uns vor eine Herausforderung, die wir so nicht kannten", sagte er. Er sei trotz allem aber zuversichtlich, dass die Volksbank ein "gutes Ergebnis im Jahr 2020" abliefern werde. Vor allem der Bereich Baufinanzierung habe in der Krise deutlich zugenommen, die Sparquote sinke deutlich. Aber fehlende Baugebiete seien ein großes Problem.

Als im März der erste Lockdown kam, seinen auch die Hälfte der Filialen zunächst geschlossen worden. "Es wurden viele Gespräche im Bereich Private Banking geführt – meist ging es um Beruhigung", sagte er. Zudem hätten viele Kunden von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Tilgung zu stunden. Der Bargeldumlauf sei deutschlandweit um rund 20 Prozent zurückgegangen. "Das bemerken wir auch bei uns an den Automaten", so Heinzmann weiter. Für die Volksbank Mittlerer Schwarzwald sei das auch ein Grund gewesen, in den Standort Triberg zu investieren und das Kunden-Service-Center (KSC) dort weiter auszubauen. "Unsere größte Investition im Jahr 2020", kommentierte Heinzmann. Dort sollen unter Telefon 07833/5 30 Serviceanliegen zentral bearbeitet werden. Das Gutacher KSC sei mittlerweile zu klein geworden. In Gutach gebe es derzeit fünf Mitarbeiter, in Triberg 20.

Angesprochen auf die Fusion benachbarter Geldinstitute reagierten die beiden Vorstände gelassen. Für die Volksbank Mittlerer Schwarzwald sei eine Fusion derzeit kein Thema. "Wir haben die wirtschaftliche Stärke, nicht zu müssen", so Heinzmann. Derzeit würden keine Gespräche in dieser Hinsicht geführt – obwohl dies für die Zukunft nicht in Stein gemeißelt sei. "Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt – aber es ist kein Druck da", erklärte Broghammer.

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