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Wolfach Stadt übergibt Schlosshalle ihrem Zweck

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Foto: Bea/Kleinberger

Wolfach - Ein lang währendes Kapitel der Wolfacher Geschichte hat am gestrigen Sonntag seinen symbolischen Abschluss gefunden. Mit der Einweihung der sanierten Schlosshalle ist das letzte große Projekt der Stadtsanierung beendet.

Bürgermeister Thomas Geppert freute sich in seiner Ansprache besonders, seinen Vorgänger Gottfried Moser begrüßen zu können. Dieser habe das Thema Stadtsanierung 22 Jahre lang begleitet und die Schlosshalle habe eine Art "Fernziel" dargestellt. Mit ihrer Fertigstellung schließe sich jetzt der große Kreis der Stadtentwicklung. Großen Dank sprach Geppert auch Maria und Jürgen Grieshaber aus. Deren Spende über 550 000 Euro für die Schlosshalle sei in der Stadtgeschichte einmalig und "einfach überwältigend", so der Bürgermeister. Die Sanierung sei nur durch die Vielzahl der ehrenamtlichen Helfer möglich gewesen. Stellvertretend für diese hieß er den "ehrenamtlichen Vorarbeiter" Manfred Schafheutle willkommen.

Mit dem Festakt am Sonntagvormittag wurde die Schlosshalle nun offiziell ihrem Zweck übergeben: ein Veranstaltungsort für die Wolfacher Vereine und das Stadtleben zu sein. Jetzt sei der 45 Meter lange und acht Meter breite "Schlauch" wieder zeitgemäß hergerichtet.

Nachdem die Halle bereits schon einmal als Veranstaltungsort genutzt wurde und natürlich auch die legendäre Wolfacher Fasnet in ihr gefeiert wurde, fiel sie laut Geppert in den vergangenen 30 Jahren in einen Zustand der "baulichen Zwecknutzung". Nach Abschluss der Sanierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes wurden dann 2017 die Überlegungen zur Schlosshalle wieder aufgenommen. Der offizielle Baubeginn erfolgte im September 2018. Die vergangenen Wochen und Monate seien für alle "zeitintensiv und teilweise purer Stress" gewesen, war Geppert sich sicher. Er dankte den vielen helfenden Händen für deren Einsatz und die immer gute Zusammenarbeit (siehe Infokasten). Auch das Miteinander mit dem Regierungspräsidium (RP), das in Sachen Finanzhilfen vonseiten Bund und Land die "Schaltstelle" war, habe immer sehr gut funktioniert.

Vereine freuen sich über hergerichteten Veranstaltungsort

Architektin Sabine Schmider freute sich, dass sie als gebürtige Wolfacherin die Schlosshallensanierung begleiten durfte. Schließlich habe sie zum Bauwerk auch persönliche Erinnerung aus ihrer Jugend- und Teenagerzeit. Als "unwahrscheinlich große Leistung" bezeichnete sie den Erhalt des bestehenden Holzbodens. Er wurde von den Ehrenamtlichen aufbereitet.

Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei (CDU) überbrachte mit seinen Grüßen auch die der Landtagsabgeordneten Sandra Boser (Grüne) und Marion Gentges (CDU). Er sei begeistert, was aus der alten Halle geworden sei. Die Jahrzehnte andauernde Stadtsanierung sei eine "gigantische kommunalpolitische Leistung". Am Beispiel der Halle zeige sich, dass solche Programme wichtig seien, auch, um Räume zu schaffen, in denen bürgerschaftliches Engagement möglich sei.

Seitens des RP Freiburg fasste Abteilungspräsident Johannes Dreier die Hauptaspekte der Wolfacher Stadtsanierung zusammen und lobte: "Sie haben die Ziele in beispielhafter Weise umgesetzt." Ohne das besondere Engagement vieler Menschen sei dies sicher nicht möglich gewesen.

Für den Förderverein Alter Bahnhof und Schlosshalle sprach dessen Vorsitzender Manfred Schafheutle. "Heute ist ein Freudentag", sagte er. 34 Jahre lang hatte er das Programm im Stadtrat begleitet. 48 Männer hätten insgesamt 2985 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in die Schlosshalle investiert, hob er hervor. Das Team um Ernst Lange habe jeden Tag neue Herausforderungen gemeistert. Die rund 56 000 Euro, die der Förderverein spendet, fließen in die Inneneinrichtung.

Für den FCCB Freizeitkultur ergriff Joachim Brückner kurz das Wort. Er erinnerte daran, dass die Stadt bei den Vereinen Vorschläge für die künftige Ausstattung eingeholt hatte – und lobte, dass die meisten der Vorschläge berücksichtigt wurden. "Das ist Gemeinschaft", sagte Brückner.

Die Pfarrer Stefan Voß und Hannes Rümmele würdigten die Schlosshalle bei der Segnung als Ort der Gemeinschaft und Zusammenkunft.

Zahlreichen Akteuren wurde während der Feierstunde gedankt. Bürgermeister Thomas Geppert überreichte Geschenke an Manfred und Anny Schafheutle, Ernst Lange, den "harten Kern" der Arbeiter (Reinhard Oberfell, Werner Hermann, Franz Mantel, Alois Faist, Berthold Lehmann und Emil Schmid), Maria und Jürgen Grieshaber, Bauleiterin Sabine Schmider und Martina Hanke, die das Projekt im Rathaus begleitet hatte. Geppert erhielt von Sabine Schmider ein "symbolisches Eiingangsschild" und aus den Händen von Johannes Dreier eine Plakette seitens des Regierungspräsidiums. Die Akteure trugen sich ins Jahrbuch ein.

Ihre Redaktion vor Ort Wolfach

Katharina Beule

Fax: 07832 9752-15

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