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Wolfach Sanierung geht jetzt auf Zielgerade

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Die Zeit-Schatulle dokumentiert die Bau- und Sanierungsphase der Wolfacher Schlosshalle. Foto: Schwarzwälder Bote

Zwei alte Schuhe und eine Flasche Rippoldsauer Mineralwasser aus den 1940er/50er-Jahren haben die Jahre unter dem Parkett der Schlosshalle überdauert. Nun, bevor das Parkett wieder geschlossen wird, kam bei einer kleinen Feierstunde eine Zeit-Schatulle dazu.

Wolfach. So langsam aber sicher geht die Sanierung der Schlosshalle auf die Zielgerade: Als Eröffnungstermin nannte Bürgermeister Thomas Geppert den 24. November. "Als das Projekt vor zehn Jahren an uns herangetragen wurde, hätte ich nicht geahnt, dass es so lange geht", sagte Architektin Sabine Schmider.

Sie kenne die Halle noch aus den 80er-Jahren, erklärte sie, bevor sie die Sanierungsarbeiten kurz umriss. Die Halle wurde entkernt, die Wände abgebrochen. An drei Fenstern wurden die Brüstungen entfernt, um mehr Licht in den Raum zu bringen. Aktuell werde der Grundputz angebracht. Wenn dieser getrocknet ist, geht es für die ehrenamtlichen Helfer, die bereits unzählige Stunden Arbeit in das Projekt investiert haben, weiter.

Der nächste Schritt sei das Parkett, erklärte Manfred Schafheutle, Vorsitzender des Fördervereins Alter Bahnhof und Schlosshalle. Die Stadtverwaltung nutzte während der Feierstunde die Gelegenheit, etwas für die Nachwelt zu hinterlassen und in den Boden eine Zeit-Schatulle zu legen (siehe Infokasten). Verbunden mit dieser Feierstunde, zu der neben den Ehrenamtlichen auch Maria und Jürgen Grieshaber, die 550000 Euro für die Sanierung gespendet haben, und den Fraktionssprechern kamen, war auch ein Rundgang über die Baustelle.

Historisches Gebäude, aber zeitgemäße und moderne Technik

Besonders stolz seien die Beteiligten auf den neuen Küchenbereich, so Schafheutle. Künftig gebe es von der Amtsgasse aus einen direkten Zugang für Caterer. An einer Stelle werde der Putz offengelassen, um einen Blick auf das historische Mauerwerk zu gewähren. Die neuen Fenster und die abgebrochenen Brüstungen bringen mehr Licht in den lang gezogenen Raum, erklärte er. Das sei besonders wichtig, damit die massiven Stahlträger, die seit den 1980er-Jahren die Decke stützen, weniger auffallen.

Ursprünglich sollte das alte Eingangstor erhalten bleiben. Es habe sich aber als instabil und morsch herausgestellt, sodass es nun doch ausgetauscht werden müsse so Architektin Schmider. "Die Optik wird aber angepasst an das alte", versprach sie. Herzstück der Halle sei der Zuschauerbereich. Im vorderen Teil der Halle werden sich künftig die Bühne und das Stuhllager befinden. Außerdem entstehen im hinteren Teil neue Sanitäranlagen, die auch barrierefrei zu erreichen sind.

Es sei zwar ein historisches Gebäude, aber die Technik sei komplett neu und zeitgemäß, erklärte Planer Michael Schwendemann. Hauptsächlich gehe es dabei um die Beleuchtung. Die Trennung der Heizung vom Kreislauf des restlichen Gebäudes bezeichnete er als "Schritt für die Zukunft".

Der feierliche Nachmittag klang schließlich mit einem Umtrunk im Rathaus und einem Eintrag in das Jahrbuch der Stadt aus.

Die Zeit-Schatulle wurde von Josef Vetterer und seiner Frau Manuela getöpfert. "Ein echtes Unikat", lobte Bürgermeister Thomas Geppert. Enthalten sind Porträts der ehrenamtlichen Helfer und des Spender-Ehepaars Maria und Jürgen Grieshaber, aktuelle Zeitungen, das Wolfacher Amtsblatt sowie ein Blick in die Geschichte der Schlosshalle und der Stadtsanierung. Sollten die Dokumente die Zeit nicht überdauern, sind sie nochmals als USB-Stick hinterlegt. Mit der Schatulle wurden eine Schnapsflasche und Fundstücke vergraben, die die Sanierung zum Vorschein brachte: Zwei alte Schuhe und eine Flasche Rippoldsauer Mineralwasser aus den 1940er/50er-Jahren

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