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Wolfach Rantasten an die neue Normalität

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Den Einzelhandel vor Ort zu stärken ist gerade in der Krise wichtig. Vor dem Schlosstor appelliert ein Plakat des Gewerbevereins an die Kunden, lokal einzukaufen. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Mit den Corona-Lockerungen kommt das Leben zurück ins Städtle. Davon profitieren vor allem Einzelhandel und Gastronomie. Aber die Krise wird das Gewerbe noch lange beschäftigen, schätzt Wolfachs Gewerbevereins-Chef Reinhold Waidele.

Wolfach. Seit Mitte April haben die Geschäfte wieder geöffnet. Auch wenn die erste Woche nach der Zwangsschließung ganz gut angelaufen ist, sei mit Einführung der Maskenpflicht ein Rückgang zu spüren gewesen, berichtet Waidele im Gespräch mit dem Schwabo. "Viele Leute kaufen nur ein, wenn es nötig ist – das Schlendern durch die Stadt und der Spaßfaktor fallen weg", so Waidele. Trotzdem sei der Solidaritätsgedanke zu spüren: Viele, vor allem Stammkunden, würden den lokalen Einzelhandel unterstützen. "Grundsätzlich ist es aber noch immer eher verhalten."

Als der Shutdown kam, waren die Geschäfte voll mit Frühjahrsware. Der Gewerbeverein sei bestrebt, durch verschiedene Aktionen einen Anreiz zu geben – "aber irgendwann ist der Bedarf beim Kunden fürs erste gedeckt", erklärt Waidele. Hinzu komme, dass "Standardveranstaltungen" des Gewerbevereins, wie etwa das Stadtbrunnenfest, ausfallen mussten. "Unser Bestreben ist es deshalb, Wolfach mit verschiedenen Ideen als Einkaufsstadt in den Köpfen der Kunden zu verankern", erklärt er.

Touristen fehlen noch deutlich

Ein weiterer Umsatzfaktor seien die Touristen – und die fehlten deutlich. Das gelte auch für die Gastronomie. Da laufe es an und für sich ganz gut. "Zwar noch nicht normal, aber man merkt, dass die Leute Nachholbedarf haben". Die meisten Restaurant-Betriebe würden das Angebot zum Mitnehmen beibehalten. Denn viele Gäste seien noch vorsichtig, sich in ein Restaurant zu setzen. Wer eine große Gartenwirtschaft habe, sei natürlich im Vorteil.

Auch Firmen würden derzeit zum Teil eher vorsichtig agieren und mit reduziertem Personal arbeiten. Gleiches gelte für Einzelhandel und Gastronomie. Auch dort seien viele Mitarbeiter noch in Kurzarbeit. Im Handwerk laufe es aktuell noch gut – Aufträge seien nicht gestoppt worden. In der Industrie hingegen hätten sich die Lockerungen noch nicht positiv durchgeschlagen. Viele Firmen seien international tätig und damit auch von den Entwicklungen im Ausland abhängig. Dieser Prozess werde sich wohl noch länger hinziehen. "Wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass uns das Thema mindestens bis Jahresende in den Köpfen und unserem täglichen Leben begleiten wird", ist er sich sicher. Alles, was der Verein plane, laufe unter dieser Prämisse.

Veranstaltungen möglich, aber anders

Bei den Aktionen des Gewerbevereins fahre man derzeit auf Sicht und plane etwa drei bis vier Wochen im Voraus, um sich dann den aktuellen Verordnungen anzupassen. Abgesagt seien die Veranstaltungen im zweiten Halbjahr noch nicht. So stehe die Shoppingnacht im August noch im Kalender, wenn auch anders als gewohnt.

Was keinesfalls gehe, seien größere Menschenansammlungen. "Darum wackelt zum Beispiel die Modenschau", erklärt Waidele. Der Verein nutze die Zeit auch, um an verschiedenen Ideen zu feilen, um die Kundenfreundlichkeit im Städtle hervorzuheben. Dazu zähle untere anderem das Thema Parkgebühren, so Waidele. In der Gemeinderats-Sitzung im Mai hatte es bereits einen Vorstoß gegeben (wir haben berichtet). "Wir bleiben weiter dran", so Waidele.

In dieser Zeit sei es besonders wichtig, den Einzelhandel vor Ort zu unterstützen, appelliert der Gewerbevereins-Vorsitzende an die Kunden. "Wir hatten schon immer gegen den Online-Handel zu kämpfen." Gerade während des Shutdowns habe dieser aber Aufwind erfahren. "Das tut vor Ort natürlich weh", unterstreicht er und fügt hinzu: "Wenn der Einzelhandel vor Ort schließt, verödet die Innenstadt."

Die Aktion "Wolfach bringt’s", die zu Beginn der Krise auf der Internetseite des Wolfacher Gewerbevereins gestartet wurde (wir haben berichtet), wurde inzwischen umgestaltet und heißt nun "So schmeckt Wolfach". Die Aktion legt nun den Fokus auf die Gastronomie und zeigt auf einen Blick, wo aktuell welche Mitnehm-Angebote bestehen. "So kann man sich schnell einen Überblick verschaffen, wo und zu welcher Uhrzeit welche Auswahl an Speisen angeboten werden", erklärt Waidele das Prinzip. Im Corona-Shutdown sei das Angebot übrigens sehr gut angenommen worden – "auch wenn es nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein war", so Waidele.

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