Auf den Kies der Baugrube werden Betonplatten gegossen. An den Seiten sollen Betonwände hochgezogen werden. Foto: Jehle

Bauarbeiten am Wolfacher Tunnel gehen voran. Verlegung der neuen Leitungen beansprucht die meiste Zeit.

Wolfach - Derzeit werden am Ost- und Westportal des Wolfacher Tunnels neue Abwasserbecken gebaut, die zur Aufnahme des Wassers im und vor dem Tunnel dienen. Die Baumaßnahme wurde im Zuge der Tunnelnachrüstung notwendig, weil die bisherigen Becken zu klein dimensioniert sind.

Laut Projektbearbeiter und Auftraggebervertreter Holger Braun, und Thomas Gwozdz, Bauaufseher, vom Regierungspräsidium Freiburg sind die Erdarbeiten zur Herstellung der Baugruben abgeschlossen und das Grundwassermanagement eingerichtet.

Solange die Baugruben bestehen, muss das zufließende Grundwasser permanent abgepumpt werden. Letzteres bedeutet, dass die Baugruben frei von Wasser sind und nach Prüfung der durch die Schramberger Firma Dieterle vorgelegten Pläne die Beton- und Schalarbeiten in Angriff genommen werden können.

Die Prüfung der Pläne wird von Oberbaurat Wolfgang Schumacher vom Referat für Ingenieurbauwerke des Regierungspräsidiums und einem unabhängigen Prüfungsingenieur vorgenommen, um Sicherheit und höchstmögliche Qualität zu erreichen.

"Auf den Kies der Baugruben werden ähnlich wie bei einem Hausbau Betonplatten gegossen und an den Seiten Betonwände hochgezogen, die allerdings anders als bei den meisten Häusern wasserdicht sind", erklärte Braun den weiteren Verlauf.

Die Baukosten betragen insgesamt rund 750.000 Euro

Den Löwenanteil der Baukosten in Höhe von 750.000 Euro nimmt das Verlegen der Leitungen vom Tunnel über die Brücke zum Becken in Anspruch. "Bei der Installation der Leitungen wird eine kurzfristige Sperrung der Einmündung der Hausacher Straße in die Bundesstraße von wenigen Tagen unumgänglich sein. Beim Abhängen der Leitungen von den Brücken müssen die Fahrspuren deutlich eingeengt werden", führte Braun weiter aus.

Das Ungemach beschere jedoch sowohl der Bevölkerung als auch den Verkehrsteilnehmern Sicherheit auf hohem Niveau. Erreicht der Wasserstand in dem Auffangbecken eine bestimmte Markierung, meldet dies ein Sensor der Straßenmeisterei in Haslach. Deren Mitarbeiter Georg Armbruster überprüft die Situation und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Entweder erfolgt dann eine Weiterleitung in das Regenwassersystem oder – sehr wichtig bei folgenschweren Unfällen wie die Havarie eines Tanklastzuges – das Abpumpen des kontaminierten Wassers.