Die Halbmeiler Narren haben noch Hoffnung, dass im kommenden Jahr Fasnetveranstaltungen stattfinden können. Foto: Jehle

Ganz abhaken wollen die Halbmeiler Narren die kommende Fasnetsaison nicht. Sicherheitshalber haben die Mitglieder der Narrenzunft ihre Hauptversammlung jedoch zwei Monate vorverlegt, um ihre Wahlen auf alle Fälle abhalten zu können. 

Wolfach-Halbmeil - "Eine seriöse Einschätzung über einen möglichen Fasnetbetrieb ist derzeit ausgeschlossen und wir wollten keine weitere Absage im November wegen Corona riskieren", berichtete Narrenvater Timo Schillinger im Dorfgemeinschaftshaus. Ihm wurde einstimmig erneut das Vertrauen als Narrenchef ausgesprochen und mit den kommenden zwei Jahren macht er damit das Dutzend seiner Amtsjahre voll.

Einweihungsfest soll nachgeholt werden

Wenn die Entwicklung der Pandemie einen Narrenfahrplan zulässt, soll es am 11. November eine Infoveranstaltung geben. Säcklemeisterin Sandra Pieper lieferte den Bericht über zwei Wirtschaftsjahre ab und attestierte der Zunft eine solide Kassenlage. Das Kuriose daran: finanziell war 2020 das erfolgreichste Jahr aller Zeiten für die Halbmeiler Narren.

"Trotz Garagenbau für unseren Hexenwagen und der ausgefallenen Fasnet dieses Jahr stehen wir solide da", freute sich Schillinger. Das Einweihungsfest für die Garage soll laut dem Narrenvater nachgeholt werden. "Wir können ja im Nachhinein von einem Riesenglück sprechen, dass wir letztes Jahr die Fasnet noch veranstalten konnten", meinte Schillinger.

Die diesjährige Saison war geprägt von Absagen und einer Fasnet, die digital ins Wohnzimmer gebracht wurde. Der Dank des Narrenvaters galt all jenen, die sich mit einfallsreichen Beiträgen und Ideen einbrachten sowie den Machern des Narrenblättles.

Zumindest symbolisch habe ein coronagerechter Umzug am Fasnetsamstag durch das Dorf stattgefunden: "Eine Pechbrennerhex, ein Rindenhansele und ein Narrenvater sowie zwei Beiabsäger aus Hofweier." Viel beachtet war die von Schillinger erzielte hundertprozentige Impfquote – eine Art Schluckimpfung, wie zu vernehmen war. Außerdem gab der Narrenvater bekannt, dass nunmehr alle Bände der Vereinschronik digitalisiert sind.

Der Bericht von Vize- Hexenmeister Ernesto Hilberer fiel kurz und knapp aus: Trotz abgesagter Fasnet waren die Hexen nicht untätig und haben das Dach des Hexenwagens auf Vordermann gebracht. Schillinger teilte mit, dass der momentane Bau der Terrasse an der früheren Grundschule gut voranschreite – toll wäre eine Überdachung. "Auch andere Vereine können von der Terrasse profitieren", meinte Schillinger. Der Wunsch sei gehört worden, merkte Bürgermeister Thomas Geppert an. Darüber entscheide wie so oft die Haushaltslage der Stadt. In seinem Grußwort bescheinigte der Bürgermeister dem Verein ein großes Maß an Wertschätzung und beglückwünschte den Narrenrat zum nahezu einstimmigen Ergebnis. Im neuen Narrenrat gibt es nur wenig Änderungen (siehe Info).

Mit viel Lob und herzlichen Worten verabschiedet wurde Rindenhanselobristin Ingrid Hellmig, die den Chefposten auf eigenen Wunsch zur Verfügung stellte. Insgesamt 22 Jahre brachte sich Hellmig im Narrenrat ein, davon 16 Jahre als Rindenhanselobristin.

Weitere Informationen:

In den Narrenrat gewählt wurden: Narrenvater Timo Schillinger, Vize Roland Schillinger, Kassiererin Sandra Pieper, Schriftführerin Selina Kipp, Chronist Andreas Vollmer, Hexenmeister Leon Alpergin, Vize Ernesto Hilberer, Rindenhanselobristin Judith Gassner (neu), Vize Pia Reinberger (neu), Wirtschaftsräte Mike Heizmann und Mario Waidele, Pressewart Klaus Firner, Zeugwart Hannes Vollmer, Kleidleswart Senta Wegbecher sowie die Kassenprüfer Elke Schillinger und Andrea Firner.

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