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Wolfach "Mehr Gehör für kleine Kommunen"

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Im Gespräch mit Sandra Boser (Dritte von rechts): Carsten Boser (von links), Dirk Bregger, Peter Ludwig, Thomas Geppert, Hans-Joachim Heller, Peter Göpferich und Martina Hanke. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der ländliche Wegebau, die Digitalisierung und die Entwicklung der Schule sind Themenfelder, die es in Wolfach zu bearbeiten gilt. Beim Gemeindebesuch von der Landtagsabgeordneten Sandra Boser informierte Bürgermeister Thomas Geppert.

Wolfach. Mit einem Strecken-Netz von etwa 100 Kilometern Straße sei der ländliche Wegebau eine der großen Herausforderungen für Wolfach. Aus seiner Sicht gelte es, bei der FAG-Umlage den Demografie-Faktor und den Flächenfaktor zu berücksichtigen, weil bei der bisherigen Verteilung die Steuerkraft-Summe einer Gemeinde ausschlaggebend ist.

"Wir haben stagnierende bis rückläufige Einwohnerzahlen und könnten damit zum Verlierer werden", befand der Bürgermeister. Es müsse auf Landesebene ein Bewusstsein in Richtung FAG-Umschichtung wachsen, um künftig Gelder ohne Zweckbindung zur Verfügung zu haben. "Die ländliche Kommune muss mehr Gehör finden", forderte Geppert. Es müsse ein Umdenken geschafft werden, die Ballungszentren würden von einem gesunden Ländlichen Raum profitieren.

Die Landtagsabgeordnete sprach von einem breiten Aufgabenstrauß einer Gemeinde und betonte: "Wir sind als Land darauf bedacht, dass die Kommunen nicht geschwächt werden." Aufgaben und Maßnahmen, die in Kommunen drängend wären, würden nach Möglichkeit mit Förderungen unterstützt. Doch für Geppert blieben in einer finanziell unterversorgten und strukturellen Flächengemeinde viele Aufgaben. Die Digitalisierung sei zwar gerade ein großes Thema, aber unpopuläre Aufgaben wie die Straßensanierung müssten auch gestemmt werden.

Förderprogramme in der Diskussion

Die Gemeinderäte und Fraktionssprecher Hans Joachim Haller (SPD), Carsten Boser (Die Grünen) und Bürgermeister-Stellvertreter Peter Ludwig (CDU) stiegen zusammen mit Hauptamtsleiter Dirk Bregger, Bauamtsleiterin Martina Hanke und Kämmerer Peter Göpferich in die Diskussion ein. Haller regte die Einrichtung einer Koordinierungsstelle in Sachen Förderprogramme an, was seitens der Verwaltungsmitarbeiter als gut angesehen wurde. "Den kleinen Verwaltungen würde das sehr helfen", befand Bregger. Die Zuschuss-Verfahren würden immer umfangreicher, teilweise seien mehrjährige Vorbereitungen notwendig. Das sah Martina Hanke ähnlich und befand: "Man muss mitunter zu tief in die Antrags-Vorbereitung einsteigen, um nur die Aussage über eine etwaige Förderfähigkeit zu bekommen."

Für Wolfach sei die Höhe der Förderung oft entscheidend für die Umsetzung von Maßnahmen. Am Beispiel der Schulentwicklung verdeutlichte der Bürgermeister: "Das Land fördert sehr großzügig, aber der Eigenanteil ist fast nicht zu stemmen." Die Sanierung und Erweiterung des Schulstandorts werde nach bisherigen Schätzungen etwa 17 Millionen Euro kosten, der Eigenanteil für den Realschul-Anbau werde etwa bei 3,5 Millionen Euro liegen. Die Schule müsse konzeptionell angegangen werden und sei sicher ein Thema für die kommenden Jahre, schätzte Geppert. Kämmerer Peter Göpferich erklärte gegenüber der Abgeordneten, dass Wolfach viele Jahre in Sachen Ausgleichsstock-Anträgen zurückgetreten wäre. "Bei der Schule wird der Ausgleichsstock neben der Fachförderung eine große und wichtige Rolle spielen." Für Sandra Boser stand am Ende fest: "In Stadt und Land sollen gleichwertige Lebensverhältnisse erhalten bleiben, deshalb gibt es die vielen Förderprogramme."

Beim Gemeindebesuch der Landtagsabgeordneten Sandra Boser wurden viele Themen besprochen. Bürgermeister Thomas Geppert betonte: "Wir haben mit allem drum und dran ein breites Klavier zu bespielen. Das macht es schwierig; die Digitalisierung und die Unterhaltung der Infrastruktur allem voran."

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