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Wolfach Lebendiges Brauchtum

Von
Fotos: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Regenwetter können die Wolfacher Kinzigflößer gut aushalten. Am Sonntag wurde das 140 Meter lange Floß von 19 Männern unter dem Beifall zahlreicher Zuschauer souverän vom Grieshaberwehr bis zum Festplatz gesteuert.

Wolfach. Ein über die zwölf Gestöre gereichter Schnapskrug sorgte für die nötige innere Wärme der Männer in hohen Schaftstiefeln und mit breitkrempigem Hut auf dem Kopf.

Die zahlreichen Besucher drängen sich dicht an dicht

Gut vorgesorgt in Sachen Witterung hatten auch die vielen Zuschauer, die sich gut beschirmt oder Regenkleidung angezogen hatten. Sowohl auf als auch unter dem Gassensteg auf der Martinswiese drängten sich die Menschen und fotografierten die historische Floßfahrt, was das Zeug hielt. Wenn auch nicht wie sonst in dritter oder vierter Reihe am Damm stehend, spendete das Publikum am Kinzigufer viel Applaus für das zum immateriellen Unesco-Kulturerbe gehörende lebendige Schwarzwälder Brauchtum.

Die Fahrt mit dem Langfloß durch den Stadtkern war der Höhepunkt des dreitägigen Floßhafenfests, das alle zwei Jahre stattfindet.

Wer nach der großartigen Aufführung aber das Festzelt stürmen wollte, musste sich nach einem anderen trockenen Plätzchen umsehen: Schon zur Mittagszeit war es voll besetzt und der Kartoffelsalat zu den beliebten Flößerknödeln beizeiten alle.

Auf viel Interesse stießen die Präsentationen der Schiltacher Flößerkollegen auf dem Festgelände. Sie demonstrierten Arbeiten rund um den Floßbau wie das Wiedendrehen. Die sogenannten Wieden sind Haselnuss-, Birken-, Fichten- und Eschengerten, die zu den zähesten Einbindhölzern zählen. Sie sind seilartige Verbindungselemente der Gestöre untereinander und miteinander.

Allzu begeisterte Gäste nehmen gefährliche Abkürzungen

Während der Floßfahrt sicherten zahlreiche Feuerwehrleute das Kinzigufer vor allzu begeisterten Zuschauern. Allerdings kamen sie nicht hinterher, uneinsichtigen Besuchern das Betreten der Martinswiese über eigentlich gesperrte Zugänge entlang des Damms entgegen zu treten. "Die Stufen der schmalen Treppen sind ausgetreten, ohne Geländer und der Wassergraben ohne Sicherung", konnte Flößer Edgar Baur die Leute nicht verstehen. Einige von ihnen nahmen sogar ihre Kinder auf die gefährliche Abkürzung mit.

Gut besucht war das Festzelt auch am Abend zuvor, an dem die Partyband "Happy Melodie" unterhalten hatte. Ein Renner war am Samstagabend die Cocktailbar des Jungkolping, die auf der Martinswiese bis spät in die Nacht fruchtige Drinks anbot. "Der Gesamterlös kommt dem Kindergarten in Veneca bei Belo Horizonte in Brasilien zugute", freute sich Organisator Stefan Brückner über den großen Erfolg.

Das Floßhafenfest klingt heute mit einem Handwerkervesper beim Festzelt am Schloss aus. Für musikalische Unterhaltung sorgen die "Gardefischle". Beginn des Vespers ist um 17 Uhr.

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