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Wolfach Kommunikationsfaden ist gerissen

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Auf der "letzten Meile" des zweiten Bauabschnitts des Karl-Wöhrle-Wegs zum Liefersberg verläuft der Weg über eine Weidefläche mit Mutterkuh-Haltung. Die Haftungsfragen hierzu sind weiterhin ungeklärt, daher wurde ein möglicher Baubeginn noch in diesem Sommer wieder verschoben.Fotos: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

Auf reges Interesse ist am Dienstagabend die von der Stadtverwaltung einberufene Bürgerversammlung in der Kirnbacher Gemeindehalle gestoßen. Gleich das erste Thema, der zweite Bauabschnitt des Karl-Wöhrle-Weg, sorgte für Diskussionen.

Wolfach-Kirnbach. 70 Zuhörer nahmen das Gesprächsangebot der Verwaltung an. Als ersten Tagesordnungspunkt rief Bürgermeister Thomas Geppert den zweiten Bauabschnitt des Karl-Wöhrle-Wegs von der Kirche hinauf zum Bergstüble auf. Um die aussichtsreiche "Bergetappe" entlang des Kirnbächles über den "Sägebur" und die Staigerhöfe bis hoch zum Liefersberg war es nach der ersten Info-Veranstaltung 2018 ein wenig ruhig geworden.

Der Umstand, dass dieser Punkt auf der Versammlung besprochen werden sollte, veranlasste unter anderem Manfred Schafheutle, die Gruppe der rüstigen "Untertalrentner" und die Vorsitzenden der schon auf dem ersten Bauabschnitt kräftig zupackenden Vereine der Verwaltung als Bauherrin mit ihrer Anwesenheit ihre erneute Arbeitsbereitschaft zu signalisieren.

Nach der Wortmeldung eines Grundstückseigentümers, dass die Haftungsfragen bei Unfällen von Wanderern oder Radfahrern mit dem Weidevieh für ihn weiterhin nicht abschließend geklärt seien, nahm Geppert den Tagesordnungspunkt wieder von der Agenda und erläuterte den Zuhörern die verschiedenen Seiten des "Kompromisses". Für die Stadt kam eine vollständige Übernahme des Haftungsrisikos für den öffentlichen Wanderweg nicht in Frage, auch weil dieses Konstitut dann für die ganze Wolfacher Gemarkung gelte und die Kommunalaufsicht auch schon klargestellt habe, dass dies nicht im Kernfeld der öffentlichen Hand liegen darf.

Der Hofeigentümer argumentierte, dass seine Betriebshaftpflicht-Versicherung das Risiko nicht vollständig abzudecken bereit sei. Das Restrisiko auf den Wanderer abzuwälzen – beispielsweise durch deutliche Warnschilder, die auf die Gefahren durch Mutterkühe hinweisen, die ihre Kälber vor Hunden schützen wollen – sei letztlich nicht gerichtsfest, wie Fälle in Österreich gezeigt hätten. Und manche Erfahrungen mit uneinsichtigen Mountainbikern, die selbst vor dem Abreißen von Sperrbändern bei der Waldarbeit nicht zurückschreckten, seien für ihn negative Beispiele genug. "Ich kann schon da nicht beweisen, dass der Bereich abgesperrt war, wenn es zum Unglück kommt, wie ist das dann, wenn eine Mutterkuh einen uneinsichtigen Wanderer attackiert?", fragte er.

Entscheidung zur Verschiebung gefallen

Geppert bedauerte, dass der Hofeigentümer seine Bedenken nicht vorab noch mit einem kurzen Anruf im Rathaus artikuliert hatte, was ermöglicht hätte, den Tagesordnungspunkt noch vor der Versammlung von der Agenda zu nehmen. In der öffentlichen Diskussion entstünde jetzt der Eindruck, als "bekämen die im Rathaus nichts auf die Kette", "hätten ihre juristischen Hausaufgaben nicht gemacht" oder – was den Schultes am meisten anfocht – "die von der Stadt reden nicht mit den Betroffenen".

Da nutzten dann auch zahlreiche Wortmeldungen unter anderem von Manfred Schafheutle (für die in den Startlöchern stehenden Ehrenamtler), Günter Kech (für die Kirnbacher im Allgemeinen) und Helmut Schneider (für die Prüfung einer alternativen Wegtrasse) nichts mehr – der Kommunikationsfaden war gerissen und die Entscheidung zur neuerlichen Verschiebung gefallen.

Weitere Themen der Bürgerversammlung waren die Nutzung des Alten Rathauses und das 750-jährige Jubiläum des Wolfacher Ortsteils Kirnbach. Darüber berichten wir in den kommenden Ausgaben.

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