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Wolfach Kein gutes Jahr für die Waldwirtschaft

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Während der Versammlung zogen die Waldbesitzer Bilanz. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Ein abermals anstrengendes Forstjahr liegt hinter den Waldbesitzern. Das ist bei der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Wolfach-Oberwolfach im Wolfacher Feuerwehrgerätehaus deutlich geworden. Auch 2020 könnte schwierig werden.

Wolfach. Ein schwieriges Jahr – das treffe ganz gut, was die Waldbesitzer momentan bewege, fasste Bürgermeisterstellvertreter Ulrich Wiedmaier zusammen. Neben Kalamitäten und Trockenheit gelte das auch für die zunehmende Bürokratie. "Wir sitzen aber alle unter einem Dach und es kommt letztlich darauf an, dass wir zusammenhalten", betonte Wiedmaier.

Vorsitzender Roland Schillinger berichtete anschließend von einer Vorstandssitzung, in der über die grundsätzliche Ausrichtung der FBG hinsichtlich des Arbeitsaufkommens diskutiert wurde. Er hob zwei Themen hervor, die die Gemeinschaft momentan besonders beschäftigen. Zum einen sprach er den teils schlechten Zustand der Waldabfuhrwege an. Zudem betonte er, dass vor allem junge Waldbesitzer andere Anforderungen an die FBG hätten. Wenn diese neben der Arbeit noch einen Hof weiterführen und den Wald bewirtschaften, müssten die Rahmenbedingen stimmen. Die FBG wolle darum zu einer Veranstaltung einladen, bei der entsprechende Ideen gesammelt werden.

Den Geschäftsbericht für das Jahr 2019 gab Geschäftsführer Robert Müller ab. Im vergangenen Jahr wurden rund 74 447 Festmeter Holz verkauft. Davon waren etwa 8000 Festmeter Überhang aus 2018. Hauptsächlich sei das durch den Borkenkäfer, Schneebruch und die Trockenheit im Sommer verursacht worden. Der Umsatz betrug mehr als 4,08 Millionen Euro. 95 Prozent der Masse würden an etwa zehn Großkunden verkauft. "Die FBG ist damit breit aufgestellt", so Müller.

Mehr Käferholz bei ungünstigem Wetter

Das Jahr sei aber kein gutes für die Waldwirtschaft gewesen, so Müller weiter. Das habe auch Folgen für das Jahr 2020. Für viele Waldbesitzer bliebe die Frage, was 2020 auf sie zukommen. Die Nachfrage bei Douglasie sei sehr gut, bei der Kiefer seien die Preise leicht gefallen. Erstere könne etwa 104 Euro pro Festmeter bringen. 2020 könne ein schwieriges Jahr werden, blickte er voraus. Aber bis in den Sommer seien die Absatzmöglichkeiten gut.

"Was übers Jahr kommt, entscheidet dann das Wetter", so Müller. Bei ungünstigem Wetterverlauf könne deutlich mehr Käferholz anfallen als im vergangenen Jahr. Darum: Wer noch Käferbäume findet, sollte diese schnell aufarbeiten. Die Entlastung des Vorstands erfolgte anschließend einstimmig.

Im Anschluss informierte Matthias Böhmann vom Überlandwerk Mittelbaden über die Gefahren beim Holzfällen an Stromleitungen. Revierleiter Markus Schätzle berichtete über den aktuellen Waldzustand und den Borkenkäfer. "Unsere schlimmsten Befürchtungen sind zwar nicht eingetreten, katastrophal war es aber trotzdem", schickte er seinen Ausführungen voraus. Mit den Käfern gehe es im Mai wieder los – erstes Anzeichen für einen Befall sei Bohrmehl am Stamm. "Einfach dranbleiben und die Augen offen halten", riet er den Waldbesitzern.

Einen Vorteil konnte er der Situation doch noch abgewinnen: "Der Käferbefall bringt uns eine neue Baumgeneration." Die Waldbesitzer sollten die Chance nutzen, den Bestand zu verjüngen, sagte er abschließend.

Näheres zum anstehenden Ausflug der FBG hatte Werner Weinzierle zu berichten. Dieser solle um den 1. Oktober herum für fünf Tage ins Salzkammergut führen. Weitere Informationen sollen demnächst folgen.

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