Robert Nelkenstock (von links), Mathias Stelzer, Tobias Krieger, Vincent Warratz und Laszlo Kunkli freuten sich am Ende über den Zuspruch zu ihrem gelungenen Konzert. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Konzert: Ensemble erntet in Wolfach viel Applaus / Auswahl der Stücke reicht von Klassik bis Moderne

Das Blechbläserquintett "Karidion Brass" hat im Wolfacher Rathaus ein anspruchsvolles Konzert gespielt und entsprechend viel Applaus bekommen. Die Auswahl der Stücke reichte von der Klassik bis in die Moderne.

Wolfach. Der Blaue Salon im Wolfacher Rathaus war voll besetzt und schien mitunter beinahe zu klein zu sein, um die Klangfülle der fünf jungen Musiker aufzunehmen. Mit der "Sinfonie de Fanfares" setzten sie ein erstes beeindruckendes Zeichen ihres Könnens, das mit ausgesprochen reinen Tönen im Zusammenspiel imponierte.

Im Presto entfalten Instrumente den Klang

Eigens für die Formation "Karidion Brass" arrangiert, galt es, das Konzert für Blockflöte Nr. 2 von Johan Baston zu interpretieren. Während im heiteren und virtuosen Allegro die Trompeten im Mittelpunkt standen, korrespondierten sie im Adagio mit dem Horn und folgten wunderbaren Melodienbögen. Im heiteren Presto entfalteten die Blechbläser schließlich den ganzen Glanz ihrer Instrumente, der Applaus der Gäste war entsprechend groß.

Für den aus Wolfach stammenden Moderator und Hornisten Mathias Stelzer gehörte Bach zu den Komponisten, die aus der Weihnachtszeit gar nicht wegzudenken wären. "Dieser Mann ist der Wahnsinn", begeisterte sich Stelzer und verwies auf den unmessbaren Einfluss des Komponisten auf die heutige Musikwelt.

Mit Händels bekannter Wassermusik stellten sich die jungen Musiker einer Herausforderung, die sie in fünf Sätzen ausdrucksstark und überzeugend meisterten. Am großen Beifall ließ sich leicht erkennen: Dem Publikum gefiel es ausgesprochen gut, was es zu hören bekam. Das galt für den Brautzug aus Wagners Oper "Lohengrin" ebenso wie für Bruckners "Os Justi".

"Jetzt wird’s richtig weihnachtlich", versprach Stelzer nach der Pause, wenn die schwungvoll schnelle Version von "Rudolph, the red nosed Reindeer" auch sehr vergnüglich gespielt wurde.

Doch längstens mit dem im englischsprachigen Raum bekanntesten Weihnachtslied "Hark! The Herald Angels sing" führten sie musikalisch ans herannahende Fest.

Publikum ist zum Mitsingen eingeladen

Um das Publikum mit einzubeziehen, wurde zum Spiel der Musiker "O du fröhliche" gesungen und schließlich neigte sich das Konzert mit "Santa Claus is coming to town" und den "Christmas Crackers" von John Iveson dem Ende entgegen. Doch das Publikum wollte mehr hören und wurde prompt eingeladen, "Vom Himmel hoch" mitzusingen, was gerne angenommen wurde. Mit Leonard Bernsteins "The Joy of Christmas" war dann endgültig Schluss.

Das Ensemble "Karidion Brass" ist eine Formation aus den fünf Musikern Mathias Stelzer (Horn), Tobias Krieger (Trompete), Robert Nelkenstock (Tuba), Laszlo Kunkli (Trompete) und Vincent Warratz (Posaune). Alle sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Das Quintett gründete sich 2015 an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Nach einer Pause fand sich das Ensemble in der jetzigen Besetzung mit Studenten der Musik-Hochschulen Stuttgart und Karlsruhe zusammen.

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