Die Planungen für das 25. Biker-Weekend in Wolfach laufen auf Hochtouren. Die Verantwortlichen sind nun natürlich gespannt, was bei der Ministerpräsidentekonferenz beschlossen wird. Archivfoto: Stadt Wolfach Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: 25. Biker-Weekend soll vom 2. bis 5. Juni stattfinden / Live-Musik und Motorrad-Gottesdienst

Im Juni soll Wolfach wieder ganz in Biker-Hand sein. Die Jubiläumsauflage des Biker-Weekends soll vom 2. bis 5. Juni gefeiert werden – auch wenn Corona der Veranstaltung im vergangenen Jahr einen Strich durch Rechnung gemacht hat.

Wolfach. Auch die "Biker’s Week Schwarzwald", die am 29. Mai startet, feiert zehnjährigen Geburtstag – also gleich doppelter Grund zu feiern. Gleich zweimal musste das Biker-Weekend im vergangenen Jahr abgesagt werden (wir haben berichtet). "Wir planen momentan normal – wenn auch mit Hintertürchen", erklärt Tourist-Info-Leiter Gerhard Maier im Gespräch mit dem Schwabo. Natürlich würden alle gespannt auf die Entscheidungen warten, die die Ministerpräsidentenkonferenz heute trifft. Aber bis dahin laufe alles ganz normal, so Maier.

Die Hintertürchen baue man ein, um im Fall der Fälle die Veranstaltungen noch mit möglichst wenig Kosten absagen zu können, so Maier. Sie betreffen vor allem Verträge, zum Beispiel mit Musikern, für Führungen oder Ähnliches.

Zwar falle die Resonanz zurückhaltender aus als gewohnt, so Maier. Das sei aber wohl der allgemeinen Unsicherheit geschuldet. "Die Leute wissen, wie schnell neue Verodnungen kommen können, darum sind viele vorsichtiger geworden", schätzt er.

Wichtig: Gute Stimmung und tolle Eindrücke

Aber es sei auch nicht so schlimm, wenn nicht ganz so viele Teilnehmer dabei sind, wie sonst. "Wir brauchen nicht jedes Jahr neue Besucher-Rekorde, viel wichtiger ist, dass eine gute Stimmung herrscht und alle mit tolle Eindrücken wieder heim fahren", sagt er. Zudem seien mit weniger Teilnehmern auch die Corona-Regeln leichter einzuhalten.

Apropos Corona-Regeln: Für jede der Veranstaltungen wurde ein Hygiene-Konzept erstellt. Ist das nicht sehr aufwendig? "Schon", so Maier. Aber sei es einmal gemacht, lasse es sich auf viele andere Veranstaltungen übertragen. Hinzu komme, dass sich das meiste ohnehin unter freiem Himmel abspiele. Unter anderem werden die Kontaktdaten der Teilnehmer erfasst und es gibt Beschränkungen der Teilnehmerzahl.

Dass sich daran gehalten wird, ist Maier wichtig. "Ich will nicht, dass jemand hinterher krank ist", sagt er. Darum wird unter anderem bereits auf der Programmübersicht darauf hingewiesen, dass sich die Biker an die Abstands- und Hygieneregeln halten, um Verantwortung für die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen zu übernehmen. "Wer das nicht will, sollte daheim bleiben", findet Maier deutliche Worte.

Corona-Regeln sind das A und O

Darum werde vermehrt darauf geachtet, dass die Regeln auch eingehalten werden. "Das steht schließlich nicht zum Spaß da, sondern ist ernst gemeint."

Und sollten die Corona-Maßnahmen doch noch einmal verschärft werden? "Dann gibt’s eine glatte Absage", so Maier bestimmt. Aus Erfahrungen aus der letzten Absage habe man in diesem Jahr bisher darauf verzichtet, die Rechnung zu verschicken – die erhalten die Biker sonst bei der Anmeldung, damit bei der Veranstaltung selbst die finanziellen Dinge bereits geregelt sind. "Damit warten wir noch, sonst müsste wir im Zweifel das Geld zurücküberweisen", erklärt Maier. Den Aufwand wolle man sich sparen.

Für das Jubiläum sind natürlich einige Schmankerl geplant. "Es wird Premieren geben", verrät der Tourist-Info-Leiter bereits. Unter anderem wird ein Motorrad-Gottesdienst stattfinden. Außerdem wird es diesmal an jedem Abend Live-Musik geben. Das einzige, was noch fehle, sei der Schlussakkord am Samstagabend. "Es ist schon länger mein Ziel zu sagen, wir hauen mal richtig auf die Pauke", verrät er. Was genau es sein wird, will er aber noch nicht verraten – das sei noch zu unsicher. Aber: "Es wird kein Rock-Konzert. Das ginge auch nicht mitten in der Stadt."

In Sachen Veranstaltungen fahre man weiter auf Sicht, erklärt Maier. Touristische Veranstaltungen wie zum Beispiel Stadt- und Themenführungen seien erst ab Mai geplant, da noch nicht absehbar sei, wann das Beherbergungsverbot aufgehoben werde. An städtischen Veranstaltungen sei der Fastenmarkt bereits abgesagt und der Bürgerempfang auf den 6. Juni verschoben. "Tendenziell könnten Veranstaltungen im Mai, Juni und Juli noch kritisch sein", schätzt Maier. Bessere Chancen sieht er in Richtung Herbst. "Es wäre jedenfalls fatal, wenn wir – und auch die Vereine – mit allem nochmals ein Jahr aussetzen müssten."

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