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Wolfach "Gewichtiges Paket" für die Stadt

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Das Regierungspräsidium plant, die Schiltacher Straße zu erneuern. Die Stadt will ebenfalls Maßnahmen umsetzen. Archivfoto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Das "Jahresproekt" Schiltacher Straße steht an: Das Regierungspräsidium Freiburg will bekanntlich die Fahrbahn erneuern. Die Stadt Wolfach plant in diesem Zuge einige Maßnahmen. Darüber ist der Gemeinderat am Mittwoch informiert worden.

Wolfach. Weil die Schiltacher Straße Teil der L 96 ins Wolftal ist, ist die Landesbehörde der Baurechtsträger. Welche Maßnahmen die Stadt darüber hinaus plant, stellte Dietmar Ribar vom Ingenieurbüro Zink in der Sitzung vor. Maßnahmen des Regierungspräsidiums: Auf einer Länge von etwa 1200 Metern soll in der Schiltacher Straße – von der Stadtbrücke bis zur Bundesstraße – die bestehende Asphaltdecke abgefräst und dann in zwei Schichten neu aufgebracht werden. Verlegung von Versorgungsleitungen: In diesem Zuge beabsichtigen die Eigenbetriebe "Wasserversorgung" und "Abwasserbeseitigung", auf etwa 240 Metern die in die Jahre gekommene Wasserleitung zu tauschen und kleinere Reparaturen. Am Brenzheim muss im Zuge der Erweiterung ein Schmutzwasserkanal umgelegt werden, außerdem gibt es kleinere Eingriffe im Bereich Hilda- und Viktoriastraße. Umgestaltung der Einmündung Friedrichstraße: Die Einmündung soll verengt werden und der er bestehende Radstreifen an dieser Stelle verlegt werden und in die Friedrichstraße abzweigen. In diesem Zug werde die Einfahrt entsprechend gefasst und verengt – aber immer noch so, dass weiterhin Busse und Lastwagen ohne Probleme rangieren und zur Tankstelle können. Außerdem soll auch auf der anderen, kinzigzugewandten Fahrbahnseite ein Radfahrstreifen entstehen. Außerdem soll etwas oberhalb der Tankstelle eine Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel installiert werden. Umbau der Bushaltestellen: Am Johannes-Brenz-Heim sollen zwei Bushaltepunkte entstehen, die barrierefrei erreicht werden können. Der Zebrastreifen soll erhalten bleiben. Die beiden Bushaltebuchten Vor Langenbach bleiben bestehen und werden barrierefrei umgebaut. Auf Höhe der Bushaltestelle soll der Radstreifen um selbige herum und über die Ampel geführt werden. Auf Höhe der Einfahrt auf das Firmengelände von Leipold soll zudem der Bürgersteig mit einem Hochbord versehen werden, um die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen. Mögliche Sanierung Stadtbrücke: Die Stadtbrücke besteht aus zwei Bauwerken. Das jüngere aus dem Jahr 1978, in Richtung Schiltach gelegen, verfügt über einen schlechten Fahrbahnbelag. "Meine Empfehlung ist, sie mitzumachen", so Ribar. Dazu müsste der Belag abgefräst und neu aufgebracht werden. Er riet, ein Fachbüro einzuschalten, da auf die Brücke starke Kräfte wirken. Die Kosten: Würden alle Maßnahmen so umgesetzt, "ist das ein Jahresprojekt, in mehrerlei Hinsicht", so Bürgermeister Thomas Geppert. Sowohl zeitlich als auch finanziell. Für alle Maßnahmen kämen Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro zustande, auf die Stadt kämen rund eine Million zu, so Ribar. Die Sanierung der Stadtbrücke sei nicht mitgerechnet. Allerdings seien laut Geppert mehrere Teilhaushalte betroffen und potenzielle Fördermöglichkeiten seien nicht mit eingerechnet. Für den Kernhaushalt sei ein Betrag in Höhe von 550 000 Euro einzuplanen. Falls die Maßnahmen so kämen, müsste zügig mit den Untergrundarbeiten begonnen werden. Um eine Vollsperrung von zwei bis drei Tagen im Bereich der Volksbank komme man wohl nicht herum, alles andere werde versucht, mit Teilsperrungen zu lösen. Ribar rechnete mit acht bis elf Monaten Bauzeit für die Stadt. "Wir müssen das jetzt diskutieren, die Chance kommt die nächsten 25 Jahre nicht mehr", unterstrich Geppert. Das sagen die Räte: "Es ist gut, dass etwas kommt", lobte Kodula Kovac (CDU). Besonders positiv sah sie den zweiten Radstreifen. Hans-Joachim Haller (SPD) wollte die Information erst einmal sacken lassen, bevor ein Entschluss gefasst wird. "Ich verstehe, dass es ein gewichtiges Paket ist", so Geppert, "aber Zeitdruck wird uns schon gemacht." Die Planung sei schlüssig, meinte Ulrich Wiedmaier. "Und wenn das Land die Straße macht, müssen wir uns jetzt da dran hängen." Allerdings sei das eine gewaltige Summe für den Haushalt, gab er zu bedenken. Henning Hermes (Grüne) wollte wissen, ob auch ein abgespecktes Maßnahmenpaket möglich sei. "Aus Sicherheitsgründen wird uns das angeraten", so Ribar. Teilweise bedinge auch eine Maßnahme die andere.

Die Gemeinderäte einigten sich schließlich einstimmig auf einen "weichen Entschluss": Die Planung wird zur Kenntnis genommen, über die Aufnahme entsprechender Mittel wird im Rahmen der Haushaltsberatungen diskutiert. "So bleibt es weiterhin offen, aber es ist eine stabile Absichtserklärung", so Geppert.

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