Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Wolfach Gemeinderat stellt die ersten Weichen

Von
Das ehemalige Hausmeisterhaus (rechts) soll abgerissen und an den A-Bau der Herslinsbachschule angebaut werden. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Der erste Grundsatzbeschluss für die Weiterentwicklung von Herlinsbach- und Realschule ist gefasst. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch hat das Wolfacher Gremium einmütig für die Weiterverfolgung der Modellvariante I gestimmt.

Wolfach. Bei dieser Version ist der Abbruch von dem Gebäudeteil C der Herlinsbachschule und ein Anbau an den A-Bau am Standort des ehemaligen Hausmeisterhauses geplant. Dem siebenteiligen Ratsschluss vorausgegangen waren jedoch mehrere Abwägungen. Bürgermeister Thomas Geppert resümierte, dass in den vergangenen Monaten statische, haus- und brandschutztechnische sowie Schadstoffuntersuchungen in den Gebäudeteilen B und C der Herlinsbachschule gemacht wurden.

Beim C-Bau wurde die Analyse unter dem Aspekt der Sanierungswürdigkeit betrachtet. Im Ergebnis sei der Bau im Bestand zwar nicht gefährdet, weise aber aus der Baustatik heraus erhebliche Einschränkungen bei einer weiteren Nutzung auf. Die Variante I bietet laut Geppert schon aus schulpädagogischer Sicht Vorteile, weil die beiden Schulbetriebe getrennt geführt werden könnten und es beispielsweise keine Wanderklassen mehr gebe. Außerdem würde ein Abbruch einen deutlichen Flächengewinn für eine spätere Erneuerung der Turnhalle bedeuten.

Die Kosten sind ein gewichtiges Argument

Gewichtiges Argument sind auch die Kosten: nach heutigem Kenntnisstand schlagen für Variante I die Grobkosten mit 4,9 Millionen Euro zu Buche, bei der Variante II wird mit 6,4 Millionen Euro kalkuliert. Allerdings muss zunächst beim Regierungspräsidium (RP) ein "Antrag auf Absprache" des C-Baus gestellt werden. "Die jetzige Förderzusage beruht auf der Bestandssanierung und wir müssen darlegen, warum wir den C-Bau nicht möchten", erklärte Geppert. Eine Schulbaukommission prüfe den Antrag, wofür ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten anzunehmen ist. Im besten Fall findet laut dem Bürgermeister der Ortstermin noch vor den Sommerferien statt.

Seinen Ausführungen nach habe eine Besprechung beim RP im November durchaus positive Signale für das Vorhaben ergeben. Unabhängig von dem Abriss des C-Baus soll die mit einem Sanierungszuschuss bedachte energetische Außensanierung des B-Baus der Herlinsbachschule bald angegangen werden. Parallel dazu ist laut Geppert anvisiert, die gröbsten weiteren Planungsschritte hinsichtlich der Realschule zu unternehmen.

Gemeinderat Peter Ludwig (CDU) wollte die "Fäden nicht so fest angezogen" und eine gewisse Flexibilität gewahrt wissen. "Der Beschluss ist keine Einbahnstraße und im Zweifelsfall kann auch Variante II fortgeführt werden", versicherte der Bürgermeister. In dem Zusammenhang ergänzte Hauptamtsleiter Dirk Bregger, dass durch eine vorangetriebene Planung wie beschrieben die Variante II nicht "verloren sei". Umschwenken ginge, aber dann müsse geschaut werden, wo die Kosten "hinlaufen".

Architekt Christoph Wussler fasste einige der jeweiligen Auswirkungen der beiden Varianten zusammen: "Version I ist gekennzeichnet durch den gesamten Raumbedarf der Realschule unter einem Dach. Bei Modell II gibt es Nutzungsüberlagerungen." Damit ist laut den Plänen der Beschlussvorlage beispielsweise gemeint, dass bei Erhalt des C-Baus der Herlinsbachschule sieben Räume von der Realschule belegt werden. Ein Lehrerzimmer oder Raum für Lehrmittel ist nicht vorgesehen.

Mut, um das Großprojekt jetzt anzugehen

Die dringende Empfehlung des Architekten lautete, Variante I bis zur Genehmigungsreife durchzuplanen. Dies sei wichtig für die Förderung. Außerdem appellierte der Architekt daran, die Sanierung der Schulen nicht isoliert zu betrachten. "Erst wenn bis zur Genehmigungsreife durchgeplant ist, kann in Bauabschnitte unterteilt werden", stellte Wussler fest.

Gemeinderat Hans-Joachim Haller (SPD) begrüßte das Gesamtkonzept: "Drei Jahre haben wir diskutiert, jetzt soll es endlich losgehen." Ratskollege Carsten Boser (Grüne) schloss sich dieser Ansicht an und meinte, jetzt brauche es Mut, um das Großprojekt anzugehen.

Der Gemeinderat beschließt die Weiterverfolgung der Modellvariante I.

Hinsichtlich der Sanierung der Herlinsbachschule werden die erforderlichen Schritte eingeleitet zum Abbruch des C-Baus und Anbau an den A-Bau am Standort des Hausmeisterhauses.

Die Verwaltung wird beauftragt, beim Regierungspräsidiums den Antrag auf Absprache des C-Baus zu stellen – im Fall einer Ablehnung wird die Situation neu bewertet.

Unabhängig vom Antrag wird die Außensanierung des B-Baus vorangetrieben mit Ziel Baubeginn April 2020.

Bei positivem Entscheid über den Abspracheantrag wird hinsichtlich der Erweiterung der Realschule der Architektenwettbewerb vorbereitet.

 Für die weiteren Planungen und Sanierungsmaßnahmen werden Mittelansätze in den Haushalt 2020 eingestellt.

Ihre Redaktion vor Ort Wolfach

Katharina Beule

Fax: 07832 9752-15

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.