Insgesamt war die Monatstemperatur im März ausgeglichen – aber vor allem gegen Ende des Monats wurde die Sommertagsschwelle von 25 Grad genommen. Grafik: Schmalz Foto: Schwarzwälder Bote

Wetterrückblick: Monatstemperatur im März aber insgesamt ausgeglichen / Niederschlag etwas spärlich

Der erste Frühlingsmonat 2021 trumpfte am Ende mit schon sommerlichen Temperaturen auf. Doch davor wollte der Winter sein Hausrecht noch verteidigen und sorgte mit einigen kalten Tagen und Schneefall für entsprechende Verhältnisse.

Wolfach. Am Ende war die Monatstemperatur nahezu ausgeglichen, der Niederschlag fiel etwas zu spärlich und die Sonne schien einige Stunden länger als üblich, so die Schlagzeilen des Wetterrückblicks der Wolfacher Wetterstation.

Der Monat März begann freundlich und mit Tagestemperaturen um 15 Grad angenehm mild. Nach einer kurzen Regenunterbrechung am 4. März folgte noch mal eine sonnige und bei Temperaturen um 10 Grad relativ milde Woche, bevor es ab 11. März erst regnerisch, dann aber bei sinkenden Temperaturen winterlicher wurde.

Während auf den Bergen wieder Schnee fiel und auch liegenblieb, brachte das nasskalte Wetter im Tal nur am 14. März eine etwa ein Zentimeter hohe Schneedecke für wenige Stunden zusammen. Die Niederschlagstätigkeit ging mit dem 19. März vorerst zu Ende, die niedrigen Temperaturen im einstelligen Bereich dauerten dagegen noch an, erst ab dem 23. März drehte die Strömung auf Südwest zurück und machte den Weg für wärmere Luftmassen frei.

Diese Erwärmung konnte auch der Regen in der Nacht zum 27. März nur kurz unterbrechen. Sonnige und wolkenlose Tage erwärmten die Luft rasch auf Werte von mehr als 20 Grad, am Monatsletzten wurde sogar die Sommertagsschwelle von 25 Grad genommen.

Erster Sommertag bedeutet keinen neuen Rekordwert

Da es im Laufe des Monats sowohl etwas zu kalte, als auch zu warme Abschnitte gab, hoben sich die Gegensätze weitgehend auf, sodass die Monatsmitteltemperatur von 5,2 Grad nur um -0,2 Grad unter dem langjährigen Durchschnitt des Zeitraums von 1991 bis 2020 blieb. Nimmt man das davor gültige Klimamittel 1961 bis 1990, dann war der März sogar noch +1,1 Grad zu warm. Gemessen an diesem Klimamittel gab es den letzten etwas zu kalten Monat im Mai 2019, wir haben somit schon 22 zu warme Monate in Folge – ein bislang einmaliger Zeitraum was die Dauer betrifft.

Die am Monatsende aufgetretene Höchsttemperatur von +25,1 Grad bedeutete den ersten Sommertag in diesem Jahr, war aber nicht, wie teilweise bei anderen Wetterstationen neuer Rekordwert. Die höchste Wolfacher Märztemperatur mit + 25,8 Grad datiert vom 27. März 1989.

Im März war das mittlere Drittel des Monats am niederschlagsreichsten, davor und danach fielen nur kleinere Mengen. Insgesamt wurden an der Station 90,3 Liter pro Quadratmeter gemessen, das reichte nicht, um das Soll vollständig aufzufüllen. Doch mit fünf Prozent fiel das Defizit recht gemäßigt aus.

In den tieferen Bodenschichten herrscht latente Trockenheit

Das Winterhalbjahr von Oktober bis März war im Raum Wolfach zum Glück nicht zu trocken, die Niederschlagsmenge betrug 679 Liter pro Quadratmeter und lag damit um sieben Prozent über dem Soll. Es wird allerdings darauf ankommen, wie die folgenden Monate ausfallen, da in tieferen Bodenschichten noch immer eine latente Trockenheit herrscht.

Die Sonne zeigte sich im vergangenen Monat zu Beginn und im letzten Drittel sehr oft und sorgte somit für viele Sonnenstunden, das zweite Märzdrittel war dagegen recht sonnenscheinarm. Letztlich rechneten sich 141,4 Sonnenstunden zusammen, was immerhin einen Überschuss von 15 Prozent ergab.

nMonatsmittel: 5,2Grad

nAbweichung: -0,2 Grad (Mittel 61 bis 90 jedoch +1,1 Grad)

nMaximum: +25,1 Grad am 31. März

nMinimum: -3,7 Grad am 9. März

nFrosttage: 14 ( +drei Tage)

nBodenfrost: 24 Tage

nNiederschlagssumme: 90,3 Liter pro Quadratmeter (95 Prozent)

nGrößte Tagesmenge: 14,8 Liter pro Quadratmeter am 13. März

nNiederschlagstage: 13 (-drei Tage)

nSchneefall/-regentage: Sieben (+zwei Tage)

nSchneedeckentage: Einer (-3 Tage)

nSonnenscheindauer: 141,4 Stunden (115 Prozent)

nHeitere Tage: Neun ( +fünf Tage)

nTrübe Tage: Zwölf (-drei Tage)

nWindtage (min. BF 6): Vier

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