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Wolfach Flüchtlingsarbeit in Wort und Bild

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Sechs Tafeln dokumentieren eine Menge Herzblut: Mit einer Ausstellung in den Räumen der Sparkasse informiert der Helferkreis für Geflüchtete über seine Arbeit. Im Rahmen einer Feierstunde ist die Schau am Mittwochabend eröffnet worden.

Wolfach. "Wir leben in Zeiten, in denen mit Unsicherheiten und Ängsten Politik gemacht wird", erklärte Helferkreis-Koordinator Gerhard Schrempp. Es sei wichtig, dem Informationen entgegenzustellen. So sei die Idee zur Ausstellung entstanden. Eine der Tafeln zeigt beispielsweise die Zahlen, Daten und Fakten. Wie viele Geflüchtete gibt es derzeit, wie ist ihr Aufenthaltsstatus, wie viel Geld bekommen sie? "Genau so viel wie Einheimische, die auf die Leistungen des Jobcenters angewiesen sind", räumt Schrempp direkt mit einem Vorurteil auf.

Auf der nächsten Tafel stehen die Geflüchteten selbst im Mittelpunkt. In sechs kurzen Texten erklären sie, warum sie sich entschieden haben, ihre Heimat zu verlassen. "Ich wollte nicht auf meine Nachbarn und Freunde schießen müssen", schreibt einer Geflüchteten in eindringlichen Worten über seine Angst vor dem Krieg in Syrien. "Es gab immer wieder Entführungen und Massaker. Ich habe Tote gesehen", schreibt ein anderer über Afghanistan.

Eine Tafel weiter geht es um den Helferkreis in Wolfach. Fotos zeigen auf weiteren Tafel, was die Ehrenamtlichen bereits auf die Beine gestellt haben. 31 Ehrenamtliche sind im Helferkeis tätig, erklärt Schrempp. Sie engagieren sich in verschiedenen Bereichen: In der Sprachförderung, der Hausaufgabenbetreuung, im "Garten ohne Grenzen" oder als Alltagsbetreuer, die die Geflüchteten zum Beispiel bei Behördengängen oder Arztbesuchen begleiten.

Engagement in ganz verschiedenen Bereichen

Die Ideen gehen den Ehrenamtlichen jedenfalls nicht aus. "Ein Themenabend, bei denen wir ein Land in den Blickpunkt nehmen", überlegt er laut, "oder Menschen, die am gleichen Tag Geburtstag haben, zusammenbringen." Um sich regelmäßig auszutauschen, treffen sich die Ehrenamtlichen einmal im Monat. "Die Ideen sind da, wir brauchen Leute die anpacken", so Schrempp. Eine, die anpackt, ist Sabine Decker. 2016 startete sie in der Sprachförderung, seit etwa einem Jahr begleitet sie eine Familie im Alltag. "Ich kann zwar die Weltpolitik nicht verändern, aber im Kleinen viel erreichen", sagt sie über ihre Arbeit.

"Sie sind die Personen an der Basis", sagte Bürgermeister Thomas Geppert in seinem Grußwort. Einige der Ehrenamtlichen würden sich schon seit Jahren engagieren. "Darum stehen Sie heute im Mittelpunkt", so der Bürgermeister. Die Situation vor Ort sei gut, erklärte er – was nicht zuletzt am engagierten Einsatz der Ehrenamtlichen liege.

Auch Axel Fahner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, freute sich über die Ausstellung und lobte den Einsatz des Helferkreises. "Auch die Sparkasse profitiert von der Arbeit", erklärte er auf Schwabo-Nachfrage. Vor allem bei Themen wie Kontoeröffnungen sei es eine große Hilfe, wenn ein Alltagsbegleiter mit dabei wäre.

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