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Wolfach Feuerwehr will neue Wege gehen

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Auch Atemschutzträger gehören zur Feuerwehr, hier bei einer Raumschaftsübung. Foto: Störr

Mittleres Kinzigtal - Um die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr zu erhöhen, geht Wolfach neue Wege. Die Idee: In Wolfach arbeitende Feuerwehrleute aus anderen Kommunen könnten tagsüber für künftige Einsätze in der Stadt gewonnen werden. In den Betrieben wird nun dafür geworben.

Mit einem Schreiben wandte sich die Stadt Wolfach deshalb an die ortsansässigen Betriebe mit der Bitte um Unterstützung. "Noch gibt es keine Einschränkung in der Einsatzfähigkeit der Wolfacher Feuerwehr, doch die Personaldecke wird tagsüber merklich dünner", heißt es in dem Schreiben der Stadt.

Gründe dafür seien in erster Linie auswärts Arbeitende, aber jahreszeitlich bedingt auch krankheits- oder urlaubsbedingte Ausfälle der Feuerwehrkameraden. Deshalb wolle man künftig tagsüber während der Woche in Wolfach arbeitende Feuerwehrleute aus anderen Orten in Einsätze einbinden.

"Wir haben derzeit zwei externe Feuerwehrleute, die seit einiger Zeit für Einsätze greibar sind", erklärte Wolfachs Kommandant Christoph Mayer auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten. Die Erfahrungen seien sehr positiv und wären die Motivation zur weiteren Suche nach externen Kameraden gewesen.

"Alle Feuerwehrleute haben in ihrer speziellen Funktion einen einheitlichen Ausbildungsstand. Da sie im Einsatz immer einen heimischen Kameraden zur Seite gestellt bekommen, funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos", weiß Mayer aus Erfahrung.

Zwar habe jede Wehr ihre Eigenheiten, aber die seien seiner Meinung nach nicht so gravierend, dass sie ein Hindernis darstellten.

Alarm über Funkmelder

Die Alarmierung erfolge über den jeweiligen Funkmeldeempfänger des Feuerwehrmanns, auf den die Wolfacher Wehr aufgeschaltet werde. "Mit der heutigen Technik ist das überhaupt kein Problem", erklärt der Kommandant. In den Betrieben wird nun um Unterstützung in Form einer Freistellung interessierter Feuerwehrleute für die Zeit des Einsatzes geworben.

Personal reicht andernorts

Haslachs Feuerkommandant Stefan Possler sagt in Sachen Tagesverfügbarkeit: "In Haslach reicht das Personal derzeit noch gut aus." Wenn es trotz eigener Abteilungen eng werde, würden die Steinacher Feuerwehrkameraden aushelfen. Den Einsatz externer Feuerwehrleute kann er sich im Zusammenhang mit Probenbesuchen in Haslach vorstellen, sieht es aber "mit gemischten Gefühlen".

Vieles sei einheitlich strukturiert und standardisiert, es gebe aber unterschiedlich ausgerüstete Fahrzeuge und verschiedene Materialien.

Darüber hinaus würden im Einsatz Vertrauen und Verlässlichkeit zählen, die seines Erachtens nur im regelmäßigen Miteinander entstehen würden. Das sieht auch Hausachs Kommandant Paul-Uwe Schmider so. Noch sehe die Tagesverfügbarkeit gut aus, weil viele der Feuerwehrleute in Betrieben vor Ort arbeiten würden.

Für die Hausacher Sonderfahrzeuge, wie beispielsweise die Drehleiter, sei eine intensive Ausbildung erforderlich, was die Einbindung externer Feuerwehrleute deutlich erschwere. Außerdem müsse eine Doppelbelastung der Feuerwehrleute gut überlegt sein, "schließlich engagieren sich die Kameraden alle ehrenamtlich".

Nicht alleine stemmen

Die ABC-Komponente könne Hausach dann aber nicht mehr alleine stemmen, dafür werde derzeit in Konzept erarbeitet. Hornbergs Kommandant Thomas Stammel sieht in der Tagesverfügbarkeit "ein Problem, das wir mit der Duravit-Werksfeuerwehr derzeit noch kaschieren können".

Die Einbindung externer Feuerwehrleute gelinge bei Einsätzen bisher aufgrund der standardisierten Ausrüstung und gemeinsamer Proben gut. Die künftige Herausforderung werde laut Thomas Stammel im Schließen der bestehenden Lücken gesehen. Gutachs Kommandant Stefan Herr kann tagsüber mit einer kleinen Mannschaft die Verfügbarkeit garantieren.

Schlagfertige Truppe

"Wir haben in unseren Reihen Schichtarbeiter, die sich ihren Arbeitszeiten sehr gut ergänzen, dazu einige Vollerwerbslandwirte und Bauhofleiter Björn Welke, der als stellvertretender Kommandant greifbar ist", sagt Herr.

So sei innerhalb kürzester Zeit eine schlagfertige Truppe zusammen, die bei gegebener Notwendigkeit die Hausacher oder Hornberger Feuerwehr nachalarmieren würde.

Noch sei das Thema externer Feuerwehrleute in der Gutacher Wehr nicht angegangen worden, aus Erfahrung wisse Herr um die manchmal schwierigen Rahmenbedingungen. "Es muss nicht nur die Bereitschaft der Firmen vorliegen, es müssen auch die arbeitstechnischen Möglichkeiten zum sofortigen Abrücken gegeben sein", erklärt Stefan Herr.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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