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Wolfach Es bleibt erst einmal beim Status Quo

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Größtenteil bleibt alles, wie es ist in der Bergstraße. Drei kleine Maßnahmen sollen aber Entlastung bringen. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Es ist ein eher ernüchterndes Ergebnis für die Anwohner der Bergstraße: In der Sitzung am Mittwochabend hat sich der Gemeinderat mit den Ergebnissen der Verkehrsberatung beschäftigt und kleine Maßnahmen gefordert – mehr ist laut Verkehrsexperten nicht drin.

Wolfach. Auch wenn sich alle einig sind, dass am Hauptproblem – die bauliche Enge und die Rolle als Ausweichroute zur Hauptstraße – nichts zu ändern ist: Die Ratsmitglieder sind sich einig, dass den Anwohnern zumindest mit kleinen Maßnahmen unkompliziert geholfen werden soll (siehe Infokasten).

Die Ergebnisse seien "ernüchternd", konstatierte Ingenieur Florian Krentel vom Büro Fichtner Water & Transportaion. Mit gerade einmal fünfeinhalb Metern sei der Straßenraum sehr eng – darum riet er von weiteren verengenden Maßnahmen ab. Gleiches gelte für alles, was den Verkehr ausbremse oder zu Stillstand bringe, etwa Pflasterungen. "Die hohe Bebauung wirkt wie ein Schalltrichter", machte er deutlich. Auch von der von den Anwohnern favorisierten Ampel riet er ab. Die Erfahrung zeige, dass die Geschwindigkeit eher steige, wenn kein Begegnungsverkehr stattfinde. Außerdem befürchtete er, dass Wartezeiten an der Ampel zu einem Rückstau führen könnten.

"Die könnten wir in Kauf nehmen", so Bürgermeister Thomas Geppert, "aber das kostet Einiges." Die Verwaltung schätze die Kosten für eine Ampelanlage mit Funksteuerung auf rund 57 000 Euro, eine mit Kabel auf 103 100 Euro. Auch Geschwindigkeitskontrollen seien teuer, die Stadt müsste sich zudem selbst darum kümmern. Die Kosten verortete Geppert im sechsstelligen Bereich – hinzu komme noch Personal, das geschult werden müsse.

"Sehr ernüchternd", befand auch Inge Schoch (SPD) das Ergebnis. Sie habe sich mehr Umsetzbares erhofft.

Ergebnisse sind ernüchternd

Es sei wichtig, zu überlegen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, vor allem wenn die Hauptstraße gesperrt ist. "Das sind zwar nur wenige Stunden, aber die haben es für die Anwohner in sich", sagte sie. Peter Ludwig (CDU) merkte an, dass die Bergstraße häufig dazu genutzt würde, um Autos auf der Hauptstraße zu überholen. Darum schlug er ein "Anlieger frei"-Schild vor.

"Wir haben nur wenige Dinge, die wir verändern können", meinte Kordula Kovac (CDU), "aber wir sind es den Anwohnern schuldig, wenigstens die kleinen Dinge anzugehen." Helmut Schneider (Freie Wähler) wünschte sich indes radikalere Maßnahmen. Er schlug vor, die Fahrt durch die Innenstadt aus Richtung Oberwolfach kommend komplett zu sperren. Außerhalb der Marktzeiten sollte in der Bergstraße Schrittgeschwindigkeit herrschen. Das sei rechtlich allerdings schwierig, gab Krentel zu bedenken. Nicht alle Fahrzeuge dürften durch den Tunnel fahren. Die Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich sei zudem eine rechtliche Grauzone. Hubert Kessler (Freie Wähler) meinte dazu: "Wir müssen uns aber auch an die eigene Nase fassen." Auch viele Wolfacher würden häufig durch die Bergstraße fahren.

Einzig die Verlegung des Wochenmarkts würde "mit einer deutlichen Entlastung für die Anwohner einhergehen", so Krentel. Das sollte unbedingt geprüft werden, waren sich die Ratsmitglieder einig. "Baulich ist es so, wie es ist", meinte Geppert. Im Sommer 2018 sei die Stadt mit der Idee der Verlegung des Markts auf die Beschicker zugegangen. Widerstand sei aber auch vom örtlichen Einzelhandel gekommen, der Umsatzeinbußen befürchtete. Aber: "Wenn wir als Ausrichter nicht den Rahmen vorgeben, wer dann?", fragte er. Wolle man das Thema ernsthaft weiter verfolgen, müsste man diese Möglichkeit in Betracht ziehen. "Das das nicht angenehm wird, ist klar", sagte er. Helmut Schneider sprach sich dagegen aus: "Das Ambiente ist dort nicht so, wie in der Hauptstraße." Peter Ludwig gab zu bedenken, dass der Markt einen extrem hohen Stellenwert habe und deswegen nicht so einfach verlegt werden sollte.

Die Blumenkübel gegenüber der Einmündung St. Jakobsweg sollen etwas näher an die Straße rücken. So soll vermieden werden, dass die Kurve geschnitten wird.

Markierungen an den Straßenrändern sollen die Straße optisch noch weiter verengen.

Ein Schild "Anlieger Frei" soll aufgestellt werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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