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Wolfach Engelschulhaus macht Platz für Erweiterungsbau

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Bürgermeister Thomas Geppert (von links) überreichte den symbolischen Schlüssel an Brenz-Heim-Geschäftsführer Markus Harter. Mit Planer Bernd Bohlayer wird der Erweiterungsbau anstelle des Engelschulhauses realisiert. Foto: Beule

Wolfach - Jetzt ist es amtlich: Das Engelschulhaus und das zugehörige Grundstück gehen in die Hände des Johannes-Brenz-Heims über. Kürzlich wurde das mit der symbolischen Schlüsselübergabe besiegelt.

Das denkmalgeschützte Engelschulhaus wird in den kommenden Jahren Platz machen für die nötige Erweiterung des Johannes-Brenz-Heims. Er sei zwar "ein wenig melancholisch", sagte Geschäftsführer Markus Harter bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Das Projekt sei aber ein Meilenstein in der Entwicklung des Brenz-Heims und der Stadt. "Denn nach vielen Widrigkeiten ist es uns mit dem Engelschulhaus gelungen, eine gute Lösung zu finden für die Weiterentwicklung des Pflegeheims", betonte er.

Mit einem Neubau an Stelle des denkmalgeschützten Gebäudes sollen die Anforderungen der Landesheimbauverordnung gemeistert werden. Mit Ablauf der zehnjährigen Übergangsfrist war das Brenz-Heim in Zugzwang geraten, diese am Standort umzusetzen. Diese endete am 31. August 2019 – dem Heim wurde ein Aufschub um drei Jahre bis August 2022 gewährt.

Die Erweiterung des Heims "nach oben" sei aus statischen Gründen nicht möglich, der Erwerb der Grünflächen zur Friedrichstraße hin sei an der Ablehnung des Eigentümers gescheitert. Darum sei das Pflegeheim mit der Stadt in Gespräche getreten und habe das Interesse am Engelschulhaus bekundet – und ist sich einig geworden.

Strenge Auflagen für den Abriss

"Das wir das so hinbekommen, war anfangs alles andere als wahrscheinlich", sagte Bürgermeister Thomas Geppert ob der strengen Auflagen des Denkmalschutzes. Die symbolische Übergabe sei auch aus Sicht der Stadt "nichts alltägliches".

Im August 2018 wurde schließlich der Antrag auf Abriss beim Landratsamt gestellt, die Genehmigung kam Anfang April. Allerdings mit Auflagen: Das Gebäude darf nur zugunsten eines Pflegeheim-Neubaus abgerissen werden. Und: "Das Gebäude muss virtuell erhalten bleiben per Daten und Pläne", erläuterte Planer Bernd Bohlayer. Dazu werde die Außenhülle mit einer GPS-fähigen Drohne abfotografiert. Im Inneren werden spezielle Kameras mit festgelegten Messpunkten aufgestellt. Das virtuelle Modell dürfe maximal 2,5 Zentimeter vom Original abweichen, erklärte Bohlayer das Vorgehen. "Schräge Wände müssen auch im Modell als solche erfasst werden", so der Planer.

Nach dieser Bestandsaufnahme sei ein Baubeginn im Sommer 2020 realistisch. Nach etwa 18 Monaten Bauzeit sei die Fertigstellung Ende 2021, Anfang 2022 denkbar, so Bohlayer.

Neubau deutlich näher am Bestandsgebäude

"Natürlich ist das Grundstück etwas beengt", erklärte der Planer. Der Neubau werde deutlich näher am Bestandsgebäude stehen als das Engelschulhaus derzeit, die Zufahrt rückt zur Stadtbrücke. Im ersten und zweiten Stockwerk seien jeweils zehn Zimmer geplant. Im dritten Stock sollen unter dem Flachdach zwei Wohnungen entstehen. Das Pflegeheim werde, wie auch die evangelische Kirche, an das Nahwärmenetz der KWA Oberwolfach angeschlossen.

Für das Erdgeschoss gebe es ein erstes Nutzungskonzept, verriet Harter, das aber noch intern abgestimmt werden müsste. Im Zuge der Arbeiten solle auch das bestehende Gebäude saniert werden. "Damit wir im Alt- und Neubau den gleichen Standard haben", erklärte der Geschäftsführer.

Mit einem Neubau an Stelle des denkmalgeschützten Gebäudes sollen die Anforderungen der Landesheimbauverordnung gemeistert werden. Das Brenz-Heim bietet aktuell 66 Plätze – davon 44 in Doppel- und 22 in Einzelzimmern. Zudem müssen Heime künftig im Wohngruppenkonzept arbeiten und jedem Bewohner stehen fünf Quadratmeter Aufenthaltsfläche außerhalb des Zimmers zu. Durch ein "Andocken" des Gebäudes an das Brenz-Heim waren die Vorgaben der Verordnung kaum zu erfüllen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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