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Wolfach Drollige Kerle mit Schalk im Nacken

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Redakteurin Katharina Beule hat sich als Jury-Mitglied durch mehr als 100 Mops-Fotos geklickt. Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Egal ob schlafend, spielend, keck oder schüchtern in die Kamera schauend – so ein Mops macht quasi immer eine gute Figur. Und die lustigen Kerlchen sorgen eigentlich immer für gute Laune. So geht es mir jedenfalls, während ich mehr als 100 Bilder dieser Hunde durchschaue. Keine leichte Aufgabe – immerhin bin ich an diesem Samstag Teil der fünfköpfigen Mops-Jury, die das schönste Bild des Online-Fotowettbewerbs küren darf.

Wie ich dazu komme? Würde derzeit alles normal laufen, wäre die Wolfacher Innenstadt am Samstag zum Mops-Mekka geworden. Rund 160 der drolligen Vierbeiner und mehr als 200 Mops-Begeisterte aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren zum Mopsfestival angemeldet. Doch dann kam Corona – und das Festival musste abgesagt werden. "Natürlich sind wir traurig", betont Mitorganisatorin Silvia Schwarzer, "aber die Gesundheit aller geht vor."

Die Wolfacher Initiatoren ließen sich davon aber nicht unterkriegen. Kurzerhand wurde das Festival um ein Jahr vertagt (siehe Info). Und da sich schon viele Teilnehmer gefreut hatten, wurden das Treffen und die Aktionen in diesem Jahr eben ins Internet verlegt. Statt realem Treffen im Schlosshof gab’s ein kleineres an der Hüttenklause, statt Tombola gab’s Online-Auktionen und Schätzspiel. "Und alles wurde unglaublich gut angenommen", erklärt Schwarzer in der Hüttenklause, während die Möpse unter den Tischen umherwuseln und sich die Zweibeiner aus der näheren Umgebung angeregt unterhalten.

Die Preise für die reale Tombola werden nun bei den Online-Aktionen verlost oder versteigert. Hinzu kommen die drei Hauptpreise für den Foto-Wettbewerb, die vom Hausacher Geschäft "Wau und Co." spendiert wurden. Der Erlös geht an den Verein Mopsliebe(nde), der sogenannte Notmöpse unterstützt.

Hauptaktion des Tages ist aber der Online-Fotowettbewerb – und auch der übertrifft die Erwartungen der Organisatoren: 117 Fotos von Möpsen wurden ins digitale Rennen geschickt – und ich klicke sie gemeinsam mit den anderen Jury-Mitgliedern durch. Bereits vor Wochen wurde ich gefragt, ob ich nicht dazu Lust hätte. Als Hunde- (aber nicht Mops-)besitzerin hätte ich schließlich einen neutralen Blick. Klar, dass ich für so einen Spaß zu haben bin.

Los geht’s um 8.30 Uhr in der früh mit dem Eröffnungspost, unter dem jedes der derzeit rund 450 Mitglieder der Mops-Festival-Facebookgruppe ein Foto stellen darf. Mit eigentlich bombensicherem Bewertungssystem im Gepäck geht es also ans Sichten der ersten Bilder.

Mehr als 100 Hunde nehmen teil

Und die werden schnell immer mehr. Welpen, Hunde mit lustigen Pullovern, ein sich quasi im Flug befindender Mops und einer, dem zwar ein Bein fehlt, der aber trotzdem den Schalk im Nacken hat – Wie bewertet man eine Rasse, von der man eigentlich keine Ahnung hat? "Wir sollten uns nicht von Geschichten leiten lassen, die bestimmt bei einigen Fotos dazugeschrieben werden. Welpen und kranke Hunde haben natürlich immer einen Schmeichelbonus", gibt uns Nicole Jürgens vom Verein Mopsliebe(nde) und ebenfalls Jury-Mitglied, mit auf den Weg. Nun denn.

100 Punkte hat jedes Mitglied zu vergeben. Diese dürfen frei auf die Bilder verteilt werden. So sollen am späten Nachmittag die Sieger gekürt werden. Die Tatsache dass im Minutentakt neue Bilder hinzukommen, macht das ganze Unterfangen nicht gerade einfacher. Gegen Mittag steht fest: Statt der ursprünglich fünf Gewinner wird es zehn geben. Um 16.30 Uhr endet der Wettbewerb. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir 117 Möpse angeschaut. Und ich kann sagen: Auch, wenn sich alle äußerlich gleichen – jeder hat seine ganz eigene Persönlichkeit. Und die sieht man dem Mops auch rein äußerlich an, vielleicht mehr als jeder anderen Hunderasse. Langsam verstehe ich, was die Faszination dieser Hunde ausmacht.

Nicole Jürgens hat den wohl schwierigsten Job. Sie zählt unsere vergebenen Punkte zusammen. Dabei zeigt sich, dass wir alle unterschiedlich mit unseren 100 Punkten umgegangen sind. Während einige ihre Punkte gleichmäßig verteilt haben, habe ich meinem Favoriten gleich 25 Punkte verliehen. Mit Erfolg – es ist auch das Siegerfoto. Es zeigt die Möpse Gerda und Henry eng aneinander geschmiegt und ist mir sofort in Erinnerung geblieben.

Am Ende des Tages ist es aber egal, wer gewonnen hat – Jeder, der einen wunderbaren Hund als treuen Begeleiter an seiner Seite hat, ist für mich ein Sieger.

                       Von Katharina Beule

Auch wenn sich die Organisatoren bereits viel Arbeit gemacht haben, sehen sie die Absage in diesem Jahr sportlich. "Vieles können wir eins zu eins übertragen", erklärt Silvia Schwarzer. Das Festival findet am Samstag, 15. Mai 2021, im Schlosshof statt. Wie geplant, soll eine Mopsparade auf der Hauptstraße stattfinden. Auch ein Rennen auf der Kinzigwiese hinter dem Schloss ist geplant. Im Schlosshof sollen die verschiedensten Stände aufgebaut werden: Vom Hundezubehör über Versicherungen bis hin zu Leckerchen und ein Infostand des Vereins Mopsliebe(nde). Die Hüttenklause bewirtet die Veranstaltung, zudem gibt es Kaffee und Kuchen. Eine Tombola lockt außerdem mit den verschiedensten Preisen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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