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Wolfach Doch kein freies Surfen im Städtle

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Öffentliches W-Lan Adé: Die Gemeinderäte stimmten dafür, das Thema nicht weiter zu verfolgen. (Symbolfoto) Foto: Beule

Wolfach - Es bleibt ein frommer Wunsch: In der Sitzung des Gemeinderats am Mittwochabend haben sich die Räte gegen die Einrichtung eines öffentlichen W-Lans in Wolfach entschieden. Gründe sind ein langer Kriterienkatalog und hohe laufende Kosten.

Die Stadt Wolfach hat im Rahmen der ersten "Wifi4EU"-Ausschreibung einen Gutschein in Höhe von 15 000 Euro zur Einrichtung eines öffentlichen W-Lans erhalten (siehe Infokasten). "Allerdings hat sich gezeigt, dass dieser Betrag gerade für die Beschaffung der Hardware ausreicht", so Bürgermeister Thomas Geppert. Die Stadt sei verpflichtet, die Kosten für den Betrieb des W-Lans für mindestens drei Jahre zu übernehmen, um den Gutschein wahrnehmen zu können, erklärte er. Zudem müsste eine bestimmte Anzahl von W-Lan-Zugangspunkten im Freien und in geschlossenen Räumen errichtet werden, was mit entsprechend hohen Kosten einher gehe.

Die Verwaltung erachte es darum für nötig, eine Größe von 10 000 Euro in die Haushaltsberatungen einzubringen, die zum Beispiel die Installationskosten abdecken. "Die Frage ist, was im laufenden Betrieb auf uns zukommt", gab der Bürgermeister zu bedenken. Es gebe zwar Anbieter, die damit werben, den Betrieb im Rahmen des Gutscheins abbilden zu können und die Ausschreibung könnte dementsprechend verfasst werden. "In dem Wissen, dass es schwierig oder unmöglich wird, einen Anbieter zu finden", so Geppert. Es lasse sich nicht sagen, wie haltbar solche Angebote sind und welche Qualität das W-Lan aufweist, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Gemeinderäte größtenteils skeptisch

Die Gemeinderäte waren größtenteils skeptisch. "Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr belasten", meinte Pascal Schiefer (CDU). Die Frage sei, wer das W-Lan nutze. "Vor drei Jahren wäre das noch ein Alleinstellungsmerkmal gewesen", sagte er. Damals sei die Situation eine andere gewesen. Heute hätten viele Nutzer größere Datenmengen in ihren Verträgen und seien nicht mehr auf freie W-Lan-Netze angewiesen.

Gleicher Meinung war auch Helmut Schneider (Freie Wähler). "Wir müssen eine kostenneutrale Lösung anstreben", meinte er. Zudem sollten mehr Zugangspunkte in geschlossenen Räumen errichtet werden. Hauptamtsleiter Dirk Bregger gab zu bedenken, dass es für jeden Indoor-Punkt Installationsarbeiten brauche. "Die Kosten-Nutzen-Rechnung kommt in dieser Sache ziemlich schlecht weg", fasste Carsten Boser (Grüne) anschließend zusammen. Hans-Joachim Haller (SPD) war der Meinung, es sollte kein Haushalts-Ansatz über 10.000 Euro gebildet werden. "Wir müssen die Schwierigkeiten auf uns nehmen, mit den 15.000 Euro auszukommen", befand er.

Hardware reicht wohl technisch nicht aus

Mathias Kern (CDU) stellte fest, dass die Hardware technisch wohl nicht ausreiche, um alle Punkte abzudecken. "Das Ganze ist schmal gerechnet", entgegnete Bregger. Die Frage sei, welche Anforderungen an das Netz gestellt werden. In der Schlosshalle brauche es beispielsweise drei Zugangspunkte, um bei Veranstaltungen ein stabiles W-Lan bieten zu können. Geplant sei aber nur einer.

Mittlerweile hätten sich als Beiwerk viele Punkte ergeben, die bei der Bewerbung so nicht abzusehen gewesen seien, sagte Geppert. "Fakt ist, dass ein finanzieller Aufschlag auf die 15 000 Euro kommen wird", sagte er. Alle Anbieter würden darauf setzen, dass die Stadt die nötigen Strukturen schaffe, meinte Bregger. Allein dadurch würden weitere Kosten entstehen.

Mit vier Ja-, elf Nein-Stimmen und drei Enthaltungen stimmte das Gremium schließlich dafür, das Thema nicht weiter zu verfolgen.

Die Stadt hat im Rahmen der ersten "Wifi4EU"-Ausschreibung einen Gutschein in Höhe von 15.000 Euro zur Einrichtung eines öffentlichen W-Lans erhalten. Bürgermeister Thomas Geppert erklärte, die Stadt habe sich für eine "Sieben-Fünf-Lösung" entschieden. Das heißt, dass sieben Zugangspunkte im Freien und fünf in geschlossenen Räumen errichtet werden. Allerdings reichen die 15  000 Euro des Gutscheins gerade für die Hardware aus. Für die Leitungsanbindung würde ein Haushaltsansatz von 10  000 Euro benötigt, um die nötige Infrastruktur zu schaffen. Die Kosten für den Betrieb können sich auf bis zu 700 Euro monatlich belaufen, heißt es in den Sitzungsunterlagen.

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