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Wolfach Die Strecke

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Der Massenstart am Oberwolfacher Hexenplatz mit dem späteren Sieger Matthias Matt (Startnummer 76) Foto: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

111 Mountainbiker sind beim 27. forstlichen Bergrennen vom Oberwolfacher Hexenplatz hinauf zur Kreuzsattelhütte an den Start gegangen. Der inoffizielle Streckenrekord von 48 Minuten wurde von mehreren Fahrern unterboten.

Die Anforderungen an die Streckenwahl waren keine asphaltierten Wege, mindestens zwei Meter breit (Landeswaldgesetz Paragraf 37 Absatz 3 Satz 1) und mindestens 700 Höhenmeter im Aufstieg. Überdies sollte die Strecke so beschaffen sein, dass sich der Starterpulk möglichst schnell auflösen kann.

Oberwolfach. Nachdem die vergangenen drei Jahre der Freiburger Schauinsland das Ziel war, hatten sich die Förster des Forstbezirks Wolfach bereit erklärt, die Ausrichtung für die kommenden drei Jahre zu übernehmen. Kurz vor dem Startschuss im "Tal der Tiere" gab Herbert Heine den Fahrern noch Verhaltensregeln für eine mögliche Begegnung mit Wolf GW852m mit auf den Weg: "Einfach klingeln und weiterfahren".

Wenige Abfahrten, aber happige Anstiege

Die von den sechs Förstern Markus Schätzle, Klaus Pfundstein, Holger Thoma, Klaus Dieterle, Manfred Henkes und Georg Fletschinger gewählte Strecke erfüllte alle Bedingungen (siehe Infokasten) perfekt. Nach der zwei Kilometer langen "Rampe" hinauf in Richtung Hohenlochen hatte alle im Feld ihre Position gefunden.

Die Wagemutigeren machten auf den wenigen Abfahrten vielleicht mal ein oder zwei Plätze gut, wurden auf dem kommenden happigen Anstieg dann aber wieder eingeholt.

Bis auf einige kurze Wegstücke hielten sich die technischen Schwierigkeiten in Grenzen, diese Passagen wurden aber von Streckenposten gut betreut und so blieb es bei kleineren Blessuren nach Rutschern auf staubtrockenen Abschnitten.

Wie zu erwarten war wurde der alte inoffizielle Streckenrekord von 48 Minuten gleich von mehreren Fahrern förmlich pulverisiert. Als Schnellster kam Matthias Matt mit einer Zeit von 44:03 Minuten ins Ziel, ihm folgte André Moser mit 44:13. Das Duell um Platz 3 ging fast im Foto-Finish an Philipp Schnurr mit 46:31 und einer halben Sekunde Vorsprung vor David Schnurr. Bei den Damen war die Gastfahrerin Michaela Eberhardt mit 54:39 die Schnellste. Das Klassement der "Wald- und Holzklasse" entschied Natalie Braitsch mit der Rennzeit 1:04:02.

Nachmittag gehört dem kollegialen Austausch

Landesforstpräsident Max Reger finishte mit respektablen 1:21:03 und hatte danach noch ausreichend Zeit, seine Rede für die Siegerehrungen ein weitere Mal durchzugehen, überquerte doch der letzte Fahrer in Begleitung von "Besenfahrer" Alfred Mayer erst nach zwei Stunden und vier Minuten die Ziellinie.

Sprecher Harald Bröker empfing jeden Fahrer mit anfeuernden Rufen, handelte es sich bei dem Fahrer um einen Förster oder Waldbesitzer, wusste der Einkäufer des Nordracher Sägewerkes Echle die Zieleinkunft mit einer kleinen Pointe aus dem gemeinsamen Berufsalltag zu würzen.

Insgesamt präsentierte sich die Forstwirtschaft bei dem Rennen als eine eingeschworene Gemeinschaft, welche die Liebe zum und die Sorgen um den Forst eint.

Die Förster, Waldbesitzer, Sägewerker und Zimmerleute nutzten den Nachmittag auf der von den Langenbacher Tieren bewirteten Kreuzsattelhütte noch zum kollegialen Austausch.

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