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Wolfach Die Häser werden in Szene gesetzt

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Bis die Hansele-Schar beim Festumzug am Schellemendig wieder fröhlich durch die Hauptstraße hopst, wird wohl noch ein weiteres Jahr vergehen. Auch wenn auf der Straße keine Häs zu sehen sein sollen – in den Schaufenstern sehr wohl. Auch das Zunftschild am Schlosstor hängt bereits. Fotos: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Auch wenn es in diesem Jahr ungewohnt ruhig wird im Städtle – ein Jahr ganz ohne Fasnet kommt für die Freie Narrenzunft Wolfach nicht in die Tüte. Stattdessen soll es unter anderem eine Schaufenster-Ausstellung geben.

Wolfach. "Schau! Fasnet im Fenster" soll das Motto der Ausstellung sein, verrät Säckelmeister Hans Glunk im Gespräch mit dem Schwabo. "Da wir in diesem Jahr keine Veranstaltungen auf den Straßen haben und dort auch keine Häser zu sehen sein werden, wollten wir sie in den Schaufenstern darstellen", erklärt er die Idee dahinter.

Bereits Anfang November hatte der Große Narrenrat der Freien Narrenzunft Wolfach nahezu einstimmig beschlossen, an der Fasnet 2021 keine Saalveranstaltungen und keine Umzüge durchzuführen. "Auch als Narrenzunft tragen wir eine gesellschaftliche Gesamtverantwortung und können beziehungsweise wollen nicht unser individuelles Recht auf Freiheit und Narretei über das Wohl aller stellen", hieß es in einer Pressemitteilung. Auch wenn der Lockdown bis zur eigentlichen Hauptfasnet Mitte Februar 2021 wieder aufgehoben sein sollte, sei es abgesehen vom enormen Personalaufwand unter den aktuell gegebenen Hygiene- und Abstandsauflagen kaum vorstellbar, eine vernünftige Veranstaltung oder Umzug durchzuführen, der am Ende auch noch Spaß mache.

Komplette Absage ist nicht möglich

Im Zusammenhang mit der Absage der Straßenfasnet hat die Wolfacher Narrenzunft auch beschlossen, dass sie über die hohen Fasnet-Feiertage auch keine Umzugs- oder Traditionshäser auf der Straße haben möchte.

Stattdessen sollen diese nun in den Schaufenstern der Wolfacher Einzelhändler gezeigt werden. Dafür lassen sich die einzelnen Häsgruppen derzeit viel einfallen, verrät Glunk. Denn mit einer einfachen Schaufensterpuppe sei es nicht getan, schließlich seien das Hauptpublikum die Wolfacher. "Die Häser kennt ja jeder – da wollen wir schon etwas ins Detail gehen", erklärt er. Unter anderem könnte er sich vorstellen, dass eine geöffnete Konfettispritze gezeigt wird oder Ähnliches. Teilweise sollen die Ausstellungsstücke auch mit Bewegung in Szene gesetzt werden oder auf Bildschirmen kurze Szenen gezeigt werden.

Geplant sei die Ausstellung von Sonntag, 7. Februar – dem eigentlich Schnurrsonntag – bis Aschermittwoch, 17. Februar. Derzeit stünden die einzelnen Gruppen noch in Gesprächen mit Ladenbesitzern. Die Schaufenster würden sich aber größtenteils mit denen decken, die auch bereits bei der Kuchenmarkt-Ausstellung dabei waren, so Glunk weiter. Die Aktion sei von der Narrenzunft initiiert, eine Arbeitsgruppe des Kleinen Narrenrats sei für die Organisation zuständig, für die Ausgestaltung die Häsgruppen. "Und dass die kreativ sind, darin habe ich vollstes Vertrauen", so Glunk. Sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, soll es an die Ausgestaltung der Fenster gehen.

Was allerdings noch nicht feststehe, sei die Frage, ob es eine offizielle Eröffnung geben werde.

Häsgruppen haben kreative Ideen

Denn eigentlich habe sich die Zunft ja auf die Fahnen geschrieben, dass in diesem Jahr kein Traditionshäs auf der Straße zu sehen sein soll. Wichtig sei, in Anbetracht der Pandemie-Lage, alles auf möglichst kleiner Flamme zu kochen, um niemanden zu gefährden.

Was aber noch kommen werde, sei ein Banner vor dem Schlosstor, auf dem auf die Ausstellung hingewiesen wird. Auch das Zunftschild am Schlosstor sei am vergangenen Samstag bereits aufgehängt worden. Zudem soll auch in diesem Jahr ein Abzeichen sowie das Narrenblättle verkauft werden (siehe Infokasten). "Mehr macht die Zunft dann aber auch nicht", so Glunk.

Eine Absage von Saalveranstaltungen und Umzügen bedeutet nicht eine komplette Absage der Fasnet. Bei der Fasnet handelt es sich um einen festen Zeitraum im Jahreszyklus zwischen Drei Könige und Aschermittwoch. "Genau genommen kann daher dieser Fasnet-Zeitraum genauso wenig abgesagt oder verboten werden wie Ostern, Weihnachten oder Silvester", heißt es in einer Mitteilung. Nachfolgend nun einige Dinge, die die Freie Narrenzunft Stand heute an der kommenden Fasnet vor hat:

Das Narrenblättle Nummer 51 soll dennoch erscheinen und verkauft werden.

  Auch ein Abzeichen wird es geben, in limitierter Auflage zum Preis von 5 Euro. Damit möchte die Zunft ein Stück weit die ausfallenden Einnahmen auffangen und hofft auf Unterstützung und Solidarität durch die Wolfacher Narren.

  Die Narrenfahnen und närrische Dekoration sollen das Städtle dennoch schmücken. Hierzu ist die Zunft auf die Mithilfe der Wolfacher Narren angewiesen.

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