Gregor Firner (von links), Irma Brüstle, Günther Bösel, Maria Müller, Ernst Lange und Fred Kamm Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Vereinsleben: Kleintierzüchter besprechen Anliegen bei Hauptversammlung / Wunsch nach Toilettenhäuschen am Biesle

Die Kleintierzüchter C 216 melden Interesse an einem Domizil in der ehemaligen Halbmeiler Grundschule an. Das ist bei der Hauptversammlung am Samstag im Gasthaus Kreuz bekannt geworden.

Wolfach-Halbmeil . Der Vorsitzende Günther Bösel wurde beauftragt, in der Angelegenheit mit Bürgermeister Thomas Geppert in Kontakt zu treten. Weiterhin wünscht sich der Verein ein Toilettenhäuschen am Biesle bei den Stallungen und bringt einen entsprechenden Antrag auf den Weg.

Die Aktivitäten des kleinen, aber sehr rührigen Vereins zeitigten große Wirkungen für die Allgemeinheit, bescheinigte Gemeinderat Ernst Lange als Vertreter der Stadt den Züchtern. "Das Miteinander des Vereins ist vorbildlich", lobte Lange. Dem Neuzuwachs Fred Kamm aus Hinter-Lehengericht wünschte er viel Spaß im C 216.

Kamm wird sich mit Kaninchen "Deutsche Riesen" mit dem seltenen Farbschlag eisengrau in den Verein einbringen. Der gebürtige Rottweiler betreibt eine Falknerei in Hinter-Lehengericht und will sich nun auch der Kaninchenzucht widmen. "Mit meinen Vögeln komme ich überall rum und habe in Holland einem Züchter eine Häsin in dem Farbschlag abgeschwätzt", beschrieb Kamm die Anfänge und stellte sich kurz vor.

Die drei Stallungen der Zuchtanlage am Biesle sind laut Bösel demnächst voll belegt. "Der Ausblick und die schöne Natur dort locken sehr viele Besucher an", berichtete der Vorsitzende. Viele von ihnen wissen nicht, dass ein Schlüssel für die Toiletten der Freizeitanlage vorhanden sei und verrichten ihre Notdurft in der freien Natur.

Deshalb habe Gregor Firner den Antrag gestellt, ein schlichtes Toilettenhäuschen bei den Stallungen zu errichten. Bauleiter soll Ernst Lange sein.

Kompletter Antrag nötig

Erst sah es laut Lange so aus, dass die Toilette auf dem kleinen Dienstweg gebaut werden könnte. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt muss aber nun doch ein kompletter Bauantrag gestellt werden, weil an die öffentliche Wasserversorgung und Kanalnetz angeschlossen wird. "Das kostet halt wieder Geld", bedauerte Lange.

In Sachen eines Domizils in der ehemaligen Halbmeiler Grundschule riet er, sich zeitnah "schlau zu machen". Andere Vereine zeigten auch Interesse an den Räumen. In den kommenden Tagen soll es laut Lange Pläne geben, was die Stadt an Räumen benötigt und was frei gegeben werden kann. "Auch wenn es noch nicht so richtig spruchreif ist, können wir das Thema angehen", meinte Bösel zustimmend.

Der Antrag, dem Vorsitzenden eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 150 Euro zu bezahlen, wurde von den Mitgliedern in vollem Umfang unterstützt. Die zeitliche Anstrengung für das Ehrenamt sei enorm und auch die Verwendung des Privatwagens für Vereinszwecke soll damit honoriert werden.

Stress im Streichelzoo

In den kommenden Sitzungen des Vereins wird eine Anpassung des Streichelzoos thematisiert werden. Immer wieder kommt es vor, dass einige Kleintiere dem Stress nicht gewachsen sind und sterben. Den Kindern sei hier kein Vorwurf zu machen, meinte Bösel. Die Eltern seien gefordert, die Sprösslinge und deren Umgang mit den Tieren zu beaufsichtigen. "Wir möchten den Kindern den Streichelzoo anbieten, aber auch die Tiere vor zu viel Belastung bewahren", so der Vorsitzende. Das Thema sei schwierig und es müsse nach Lösungen gesucht werden.

Vor der Durchführung der Regularien unter der Leitung von Ernst Lange erstatteten die einzelnen Fachwarte Bericht über das abgelaufene Jahr, das von vielen bemerkenswerten züchterischen Erfolgen gekennzeichnet war.   Der besondere Dank des Vorsitzenden Günther Bösel galt Maria Müller und Gregor Firner für die Pflege des Geheges am Flößerpark.

Anerkennung und Dank gab es nachträglich für Irma Brüstle, die 38 Jahre lang das Amt der Zuchtbuchführerin ausführte. Sie konnte vergangenes Jahr an der Versammlung nicht teilnehmen.

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