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Wolfach Buskinder weiter in der Warteschleife

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Die Bushaltestelle Halbmeil: Bei freien Platzkapazitäten in den Kindergartenbussen sollen auch Schulkinder mitfahren dürfen. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Entscheidung über die Regelung und Finanzierung der Schülerbeförderung im Schuljahr 2019/2020 ist vertagt. Das hat der Wolfacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend mit zehn Stimmen und einer Enthaltung beschlossen.

Wolfach. Vorausgegangen war eine Stellungnahme der Elterninitiative Buskinder St. Roman. Deren Sprecher Stefan Sum und Markus Waidele formulierten bereits in der Frageviertelstunde den Unmut über fehlende Kommunikation und die daraus folgende Enttäuschung und Frustration. Gefragt wurde nach möglichen alternativen Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Buslinien und den Ergebnissen der Begehung mit Landratsamt und Polizei hinsichtlich gefährlicher Schulwege.

In dem Zusammenhang wurde auch nach dem Stand zur Beförderung der Grundschüler aus Halbmeil über den örtlichen und Wolfacher Bahnhof zur Herlinsbachschule nachgehakt. "Wie wird zukünftig mit der Beförderung der Kindergartenkinder umgegangen und wie soll dieser Part in das Konzept eingearbeitet werden", erkundigte sich Sum.

Alles in Allem sei kein schlüssiges Konzept erkennbar und es werde "mit der Holzhammermethode Hals über Kopf" entschieden. Nicht verkneifen konnten sich die Sprecher den Hinweis auf die Aussagen zu den Buslinien, die einzelne Stadträte im Rahmen des noch nicht so lange zurückliegenden Wahlkampfes machten.

Die gute Nachricht ist, dass die Beförderung der Kindergartenkinder laut Bürgermeister Thomas Geppert weiterläuft. "Die Einrichtung einer alternativen Beförderung für derzeit zehn Kindergartenkinder kostet die Stadt etwa 14 000 Euro", nahm Geppert Bezug darauf, dass die auf den genehmigungsfähigen Rahmen reduzierten Linien sich auch auf die Beförderung von Kindergartenkinder auswirken. Nicht leisten jedoch könne sich die Kommune ein Defizit von rund 43 000 Euro, das sich bei der Fortführung der aktuellen Schülerbeförderungslinien ergäbe. "Vom Landratsamt werden maximal 212 000 Euro erstattet bei Kosten von rund 255 000 Euro im Schuljahr", erläuterte Geppert.

Begehung zeigt "keine besonderen Gefahren"

Was die Schulwegsicherheit angehe, habe die Begehung keine "besonderen Gefahren" ergeben. Im Bereich Herlinsbachschule sind laut dem Bürgermeister Maßnahmen zur Optimierung der Verkehrsregelung in Vorbereitung.

Die Fraktion der Freien Wähler stellte den Antrag zur Vertagung des Beschlusses. Die Ergänzung des Beschlussvorschlags um den Passus, dass bei freien Platzkapazitäten auch Schulkinder bei den Kindergartenbussen mit befördert werden können ist nach Ansicht von Fraktionssprecher Helmut Schneider ein Schritt in die richtige Richtung, aber: "Wir hätten gern ein fertiges Konzept, damit die Eltern wissen, woran sie sind und wir auch." Klar sei jedoch auch, dass die Stadt ein solches Defizit auf Dauer nicht tragen könne.

In den einzelnen Fraktionen wurde zum Teil unterschiedlich gestimmt. Peter Ludwig (CDU) betonte, dass die Schülerbeförderung Kreisaufgabe sei und die Kindergartenbeförderung eine freiwillige Aufgabe der Stadt. Was die vollen Züge der OSB angehe, müsse man gewiss im Gespräch mit der Bahn bleiben. "Pro Woche handelt es sich um sechs Einzelfahrten, bei denen Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen", sprach Ludwig die Anzahl der betroffenen Kinder an, die eine Stunde morgens früher beziehungsweise mittags später fahren müssen. Natürlich solle mit den Eltern im Gespräch geblieben werden.

Zeitlicher Rahmen für Ausschreibung ist eng

Hans-Joachim Haller (SPD) sprach sich für eine Vertagung aus, weil seiner Ansicht nach auch Eltern zu Wort kommen müssen. Carsten Boser (Grüne) räumte Verständnis ein für den Wunsch nach Vertagung, glaubt aber, dass der zeitliche Rahmen zu eng gesteckt ist für zum Beispiel die Ausschreibung der Schülerbeförderung.

Geppert sprach sich gegen eine Vertagung aus. Die Kindergartenbeförderung werde aufrechterhalten, doch die Schülerbeförderung darf seinen Worten nach an Eigenmitteln nichts mehr kosten.

Die Elterninitiative Buskinder St. Roman ist eine Gruppierung von Eltern aus dem Wolfacher Ortsteil. Sie setzt sich für den Erhalt (Ausbau) der Qualität von Schülerbeförderung auch in Außenbereichen ein.

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